Damit man sich auch im Alter etwas gönnen kann, sorgen viele Mühlenmitarbeiter privat vor.
Zwei Finanzskandale haben Versicherte Anfang 2026 verunsichert. Die Bayerische Versorgungskammer (BVK) als größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands hat einen hohen Millionenbetrag mit Immobiliengeschäften in den Sand gesetzt und das Versorgungswerk der Berliner Zahnärzte hat einen Milliardenverlust. Wie sicher die Anlagen der Müllerei-Pensionskasse sind, erläutert ihr Vorsitzender Paul Wessling.
KI-Zusammenfassung
- Die Müllerei-Pensionskasse (MPK) unterliegt der BaFin-Aufsicht und verwaltet laut eigenen Angaben rund 131 Millionen Euro für etwa 6.700 Versicherte.
- MPK-Chef Paul Wessling beschreibt Anlagevorgaben, Streuungsgrenzen und die Zustimmung eines Treuhänders als zentrale Kontrollen; komplexe Anlagen und Joint Ventures tätige die Kasse nicht.
- Rund 90 Prozent des Vermögens liegen laut Wessling in festverzinslichen Anlagen, 8 Prozent in Immobilienfonds und 2 Prozent in Liquidität.
- Versicherte erhalten jährlich eine Standmitteilung und können ihre Ansprüche digital einsehen; geprüfte Geschäftsberichte und Anlagegrundsätze werden veröffentlicht.
- Bei einer möglichen Leistungskürzung haftet grundsätzlich das Arbeitgeberunternehmen subsidiär; bei dessen Insolvenz kann der Pensions-Sicherungs-Verein einspringen.
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Die BVK ist eine Dachorganisation für berufsständige Versorgungseinrichtungen in Bayern und mit zwölf Altersversorgungseinrichtungen ein Schwergewicht in Deutschland. Allein in Bayern hat ca. jeder fünfte Haushalt Ansprüche auf Renten-Leistungen aus der BVK. Die Versicherung hat nach eigenen Aussagen in den letzten Jahren Gelder ihrer Versicherten in Höhe von rund 1,2 Mrd. Euro in US-Immobilien investiert. Verluste daraus in Höhe von 288 Mio. Euro hat die BVK bereits abgeschrieben und kommuniziert die weiteren Verlustrisiken mit rund 690 Mio. Euro. Zur Aufarbeitung der windigen Immobilienanlagen in den USA u.a. mit einem vorbestraften Makler ist die Münchener Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die Versicherten erfuhren von den Verlusten teilweise erst aus der Presse.
Renten in Gefahr, heißt es auch bei Zahnärzten. Das Versorgungswerk der Berliner Zahnärzte hat rund die Hälfte ihres Ende 2024 verwalteten Gesamtvermögens von rund 2,2 Milliarden Euro verzockt. Das Investment in eine Garnelenzucht, die 2025 pleiteging, sei nur ein Beispiel für die schrägen und risikoreichen Investments des Versorgungswerks, so das Handelsblatt im Januar 2026. Jetzt erhöht das Versorgungswerk die Pflichtbeiträge seiner Mitglieder, um die Kassen wieder aufzufüllen. Die beiden Finanzskandale werfen Fragen zur berufsständigen Versorgung auf: Wie sicher bleiben Anwartschaften, wenn die Versorgungseinrichtung mit Anlagen in Schieflage gerät?
Müllerei-Pensionskasse
Für Mühlenbetriebe arbeitet die Müllerei-Pensionskasse (MPK) als Versicherungsunternehmen unter dem Versicherungsaufsichtsgesetz und…
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