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- DAH fordert: Mehr Wissenschaft – weniger Panikmache
. Bei Getreide liegen nach Informationen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sogar 99,4 Prozent aller Proben unter den Rückstandshöchstgehalten. „Klar ist auch: Ohne Pflanzenschutzmittel wird die Produktion und Erntemenge von Getreide in Deutschland zurückgehen“, erklärt Courbier weiter. Belegt wird diese Aussage von verschiedenen Studien, etwa einem Gutachten der FH Soest aus Mai diesen Jahres. Es besagt, dass die durchschnittlichen Ertragsverluste sich z. B. beim Wintergetreide auf ca. 30 Prozent belaufen, wenn die Pläne der EU, den Pflanzenschutzmitteleinsatz um 50 Prozent zu reduzieren, umgesetzt werden. Auch eine aktuelle Studie von hffa Research zur „Agrarproduktion und Biodiversität in Deutschland“ kommt zu dem Ergebnis, dass ein pauschales Pflanzenschutzmittelverbot, wie es in sogenannten sensiblen Gebieten geplant ist, zu einer Produktionseinschränkung von etwa 30 Prozent führen wird. „Das sind Stimmen der Wissenschaft, die deutlich machen: Wir brauchen einen guten Pflanzenschutz“, so der DAH-Geschäftsführer weiter. Ein Einschreiten des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) zu fordern, nennt der DAH zynisch. „Schon allein wegen der Marktmacht des LEH und drückender Preise setzt kein Landwirt leichtfertig teure Pflanzenschutzmittel ein, wenn es ackerbaulich nicht nötig ist“, hält Courbier abschließend fest.
