Mühle + Mischfutter

Vertreter der Molinos Kunstmann und Molino Villarrica besuchen Mehlmühlen der D-A-CH-Region

Chilenische Müller beim Bayerischen Müllerbund

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Chilenische Müller beim Bayerischen Müllerbund

Gilda und Mauricio Perez, Pauline Stinzendörfer, Ruben Strobel, Vanessa Suazo, Pablo Vidal, Dr.–Ing. Pablo Avendano, Rainer Miserre, Lisa Stinzendörfer, Leonhard Weber, Albert Stinzendörfer und aus Sersheim sind Gerlinde und Wolfgang Fessler (ganz rechts) angereist.

Bild von: Sabine Kemper

Anfang 2024 reiste der Bayerische Müllerbund mit rund 30 Teilnehmern nach Chile, um dort Unternehmen und Verbände der Müllereibranche zu besuchen (siehe Bericht in MM 7/8-2024). Im Oktober erfolgte der Gegenbesuch der chilenischen Müllereikollegen in Bayern.


KI-Zusammenfassung
  • Der Bayerische Müllerbund empfing im Herbst eine Delegation der chilenischen Molinos Kunstmann und Molino Villarrica zum Gegenbesuch in Bayern und Österreich.
  • Vom 30. September bis 4. Oktober besuchte die Gruppe mehrere Mühlen, darunter die Ammendorfer, Zimmermann-, Rosen- und Drax-Mühle sowie die Huemer Mühle.
  • Die Gäste interessierten sich besonders für die Zusammenarbeit mit regionalen Landwirten und für Anregungen zur Modernisierung von Annahme, Reinigung und Verpackung.
  • Bei der Drax-Mühle standen Spezialmehle, Getreidesorten und die Qualitätssicherung im Mittelpunkt; ein Brot-Tasting bot Gelegenheit, verschiedene Brote zu vergleichen.

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Im Oktober erfolgte der Gegenbesuch der chilenischen Müllereikollegen in Bayern. Leonhard Weber von der Mühle Villarrica und Aufsichtsratsmitglied der Mühlen Kunstmann in Valdivia, Pablo Avendano Hoffmann, General Manager der Mühlen Kunstmann, sowie Vanessa Suazo, Leiterin der Qualitätssicherung und Produktentwicklung, hatten den Bayerischen Müllerbund in Chile herzlich empfangen. Aus den vielen anregenden Fachgesprächen vor Ort entstand die Idee, sich in Bayern wiederzutreffen.

Das Team der Molinos Kunstmann aus Valdivia, Chile, beim Brot-Tasting aus Mehlen der Drax-Mühle in der Bäckerei Brotliebe in Soyen:v.l.n.r.: Pablo Vidal (Leiter der technischen Projektabteilung), Ruben Strobel (Instandshaltungsleiter), Dr.–Ing. Pablo Avendano (C.E.O. Molinos Kunstmann), Mauricio Perez (Mühlereileitung), Gilda Perez (Begleitung), Vanessa Suazo (Leiterin Qualitätssicherung und Produktentwicklung).

Besonders interessierten sich die chilenischen Müller für die Zusammenarbeit der Mühlenbetriebe in Deutschland und Österreich mit den regionalen Landwirten, insbesondere in Bezug auf die Sortenauswahl. Zudem erhofften sie sich von den Mühlenbesichtigungen in Deutschland und Österreich Anregungen, wie sie ihre Prozesse modernisieren können – vor allem im Bereich Annahme, Reinigung und Verpackung, und das gern auch mithilfe gebrauchter Maschinen.

Die chilenische Delegation reiste im Herbst gemeinsam nach München, wo sie von Dr. Josef Rampl begrüßt wurde. Dr. Rampl hatte für die Reisegruppe vom 30. September bis zum 4. Oktober ein umfangreiches Besuchsprogramm zusammengestellt, das von der Ammendorfer Mühle über die Zimmermann-Mühle, die Rosenmühle, die Drax-Mühle von Monika Drax bis hin zur Huemer Mühle in Österreich führte. Viele Mitglieder des Bayerischen Müllerbundes, die an der Reise nach Chile teilgenommen hatten, begrüßten die Kollegen aus Südamerika herzlich und freuten sich, die anderen Reiseteilnehmer wiederzusehen.

Die Reisegruppe aus Chile ist begeistert vom historischen Mühlengebäude aus dem Jahre 1607 der Ammerndorfer Mühle von Familie Stinzendörfer.

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Pablo Avendano, Albert Stinzendörfer und Dr. Josef Rampl besprechen die Vorteile der Plansichter der Firma Rüter Maschinenbau. Besonders angetan waren die chilenischen Mühlenmitarbeiter von dem ehemaligen Roboter eines Automobilkonzern, der nun in der Ammendorfer Mühle Mehlsäcke stapelt.
Albert Stinzendörfer mit seinem Sohn Johann, der die Mühle übernommen hat.
Der nächste Besuch führte die Reisegruppe zu GoodMills in die Getreidemühle Ergolding. Die Rosenmühle wurde 1898 als Vereinigte Kunstmühlen AG gegründet und ist heute die größte Mühle Bayerns. Die Mühle kann jährlich bis zu 210.000 Tonnen Getreide aus Roggen, Weizen und Dinkel vermahlen (Foto: Christian Rückert 2.v.r.).
Beim Besuch der Drax-Mühle: Erste Reihe v.l.n.r.: Leonhard Weber, Albert Stinzendörfer, Pablo Avendano, Monika Drax, Christine Rückert, Christian Rückert, Dr. Josef Rampl. Hintere Reihe v.l.n.r.: Ruben Strobel, Pablo Vidal, Mauricio Perez, Gilda, Vanessa Suazo, Maximilian Drax, Detlef Eibisch, Ulrich Hochmuth und Rainer Miserre.
Vanessa Suazo schreibt beim Besuch der Drax-Mühle eifrig mit. Besonders interessiert die Qualitätsmanagerin die Zusammenarbeit von Monika Drax mit den Landwirten, um eine gleichbleibend hohe Qualität ihrer Spezialmehle zu gewährleisten.

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Monika Drax führt die verschiedenen Getreidesorten und die Verarbeitungsstufen ihrer auf Spezialmehle wie Urgetreide ausgerichteten Bio-Mühle vor.

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Leonhard Weber (Molino Villarrica und Mitglied Aufsichtsrat Molinos Kunstmann) mit Maximilian Drax im Fachgespräch über die Prozesse der Spezialmühle.
Bäcker Denis Hüwel hatte ohne Zusatzstoffe aus den Spezialmehlen der Drax-Mühle am Feiertag des 3. Oktober frische Bio-Brote gebacken. Alle durften die handgeformten Laibe aus Rotkorn, Einkorn, Emmer und vielen anderen Getreidesorten probieren und den Geschmack vergleichen. Die Backstube in Soyen bezieht ihre Mehle für ihre Brote und die Feinbäckerei von der Drax-Mühle.

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Markus Huemer und sein Sohn Thomas (Mitte) empfingen dann die Reisegruppe in der Huemer Mühle in Stern im Bezirk Braunau am Inn, getreu dem Familien-Motto: in hervorragender Qualität und Präzision in Form von guter Laune und einem Lächeln im Gesicht (Foto: Dr. Josef Rampl 2.v. links).
Leonhard Weber und Pablo Avendano im Gespräch mit Markus Huemer, Geschäftsführer der Huemer Mühle (Foto: Albert Stinzendörfer).

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