Mühle + Mischfutter

Delegationsreise zum Projekt der Handwerkskammer Stuttgart

Nachwuchs aus Indien für das Müllerhandwerk

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Nachwuchs aus Indien für das Müllerhandwerk

Neben Kornelia Dewald gehörten zur Reisegruppe Verena Andrei (Bildmitte, links) vom Welcome Center Stuttgart und Petra Bender vom Welcome Center Karlsruhe.

Bild von: Kornelia Dewald, alle Fotos

Nach den Metzgereien und Bäckereien beginnen sich die Mühlen im Südwesten Deutschlands mit dem Thema der Fachkräfteanwerbung aus Indien zu beschäftigen. Daher nutzte Kornelia Dewald vom Baden-Württembergischen Müllerbund im Februar die Gelegenheit, bei einer Delegationsreise Ausbildungszentren und Motivationen potenzieller Auszubildender im indischen Bundesstaat Maharashtra kennenzulernen.


KI-Zusammenfassung
  • Die Handwerkskammer Region Stuttgart startete 2024 das Projekt VifAH, um indische Auszubildende und Fachkräfte gezielt ins Handwerk zu vermitteln.
  • Interessierte lernen bereits in Indien Deutsch und erhalten interkulturelles Training; Betriebe sollten für den Anwerbeprozess bis zur Ankunft bis zu ein Jahr einplanen.
  • Für ein Visum ist in der Regel Deutsch auf B1-Niveau erforderlich, für die Ausbildung wird B2 empfohlen. Die Ausbildung im deutschen Betrieb unterscheidet sich von den meist theoretisch geprägten Kursen in Indien.
  • Eine Delegationsreise nach Pune und Mumbai gab Einblicke in Bildungseinrichtungen und knüpfte Kontakte, unter anderem für das Müllerhandwerk.
  • Welcome Center, Handwerkskammern und ein neues Unternehmernetzwerk unterstützen Betriebe und Auszubildende bei Einwanderung, Ausbildung und Integration.

Diese Zusammenfassung wurde von KI erstellt. Sie kann möglicherweise Fehler enthalten. Verlässliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel.

Wenn man in Baden-Württemberg von indischen Auszubildenden im Handwerk hört, fällt meist der Name Jogi Lederer. Der Metzgermeister aus dem südbadischen Weil am Rhein begann im Jahr 2022, jungen Nachwuchs aus Indien anzuwerben. Mittlerweile schwört er auf die Inder und stellt gar keine deutschen Lehrlinge mehr ein.

Die Handwerkskammer Region Stuttgart nahm den Ball auf und startete 2024 ihr Projekt „Vermittlung indischer Fachkräfte und Azubis ins Handwerk (VifAH)“. Mittlerweile ist das Projekt um weitere Länder erweitert worden, die Kooperation mit den indischen Partnern wird jedoch weiter ausgebaut.

Dynamischer Wachstumsmarkt

Indien zählt zu den dynamischsten Wachstumsmärkten weltweit und verfügt über eine junge, ambitionierte Bevölkerung. Gleichzeitig stehen viele junge Menschen vor strukturellen Herausforderungen: die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber übersteigt das Angebot an qualifizierten Ausbildungsplätzen deutlich. Außerdem sind viele Ausbildungsprogramme stark theoretisch ausgerichtet und bieten eher begrenzte praktische Anteile.

Das VifaH-Projekt setzt nun auf eine gezielte, qualifizierte Zuwanderung von motivierten Nachwuchskräften nach Deutschland – mit Spracherwerb und interkulturellem Training noch im Heimatland. Parallel zu den Sprachkursen sondiert die Handwerkskammer in Zusammenarbeit mit ihren indischen Partnern, welche Interessenten sich für welches Gewerk eignen würden. Die Kandidaten treten dann per Webkonferenz in Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern. Für diesen Anwerbeprozess bis zur Ankunft des Lehrlings sollten Betriebe bis zu ein Jahr einplanen.

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