Mühle + Mischfutter

Rubin Mühle GmbH mit neuer Biomasseanlage zur Dampferzeugung

Vom Nebenprodukt zum Energieträger

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Vom Nebenprodukt zum Energieträger

Beim ersten Spatenstich (v.l.n.r.): Thomas Oefelein von der MVV Enamic, Christopher Rubin und sein Vater Karl-Rainer Rubin sowie Oberbürgermeister Markus Ibert.

Bild von: MVV Energie

In der Rubinmühle fallen bei der Verarbeitung von Hafer große Mengen Haferschalen an. Meist werden sie als Futtermittel vermarktet oder müssen entsorgt werden. Gleichzeitig benötigt die Mühle große Mengen Prozessdampf. Künftig bringt die Rubinmühle am Standort Lahr beide Stoffströme zusammen.


KI-Zusammenfassung
  • Die Rubinmühle baut mit MVV Enamic eine neue Biomasse-Dampfanlage, die Haferschalen aus der eigenen Produktion als Brennstoff nutzt.
  • Die Anlage soll im Frühjahr 2027 in Betrieb gehen und bis zu fünf Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen; bestehende Gaskessel bleiben für Ausfälle und Lastspitzen erhalten.
  • Durch die Nutzung der Haferschalen soll der Erdgasverbrauch jährlich um rund 24 Gigawattstunden sinken, entsprechend etwa 4.800 Tonnen weniger fossilem CO₂.
  • Der Wegfall der Anlieferung von Holzhackschnitzeln vermeidet mindestens 500 Lkw-Fahrten pro Jahr und entlastet Verkehr und Umwelt.
  • MVV Enamic übernimmt Planung, Bau, Finanzierung und den Betrieb der Anlage für 16 Jahre; das Projekt erhält eine Förderung von 20 Prozent der förderfähigen Kosten.

Diese Zusammenfassung wurde von KI erstellt. Sie kann möglicherweise Fehler enthalten. Verlässliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel.

Der Spatenstich ist ein Symbol. Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt. Aber es ist ein gutes Gefühl, wenn aus einer Vision Schritt für Schritt Wirklichkeit wird.“ Christopher Rubin

Im Juli 2026 feierte die Rubinmühle den ersten Spatenstich für ihre neue Biomasse-Dampfanlage. Für Christopher Rubin ist es nicht nur ein technisches Infrastrukturprojekt, das er in Angriff nimmt. Für ihn steht dahinter etwas Größeres: die Frage, wie sich sein Familienunternehmen nach mehr als 335 Jahren auch für die nächsten Generationen zukunftsfähig aufstellt. Künftig will er Haferschalen, die direkt bei der Haferverarbeitung anfallen, zur Erzeugung von Prozessdampf nutzen. Besonders wichtig ist ihm, dass er diese Investitionsentscheidung nicht getroffen hat, weil sie heute die günstigste Lösung ist, sondern weil er an langfristiges, verantwortungsvolles Wirtschaften glaubt. Versorgungssicherheit, Ressourceneffizienz und Klimaschutz hat für die Rubinmühle einen Wert, der weit über kurzfristige Marktpreise hinausgeht.

Bislang erhält die Rubinmühle den Dampf aus einer eigenen Biomasseanlage für Holzhackschnitzel, die das Mannheimer Energieunternehmen MVV im Jahr 2005 errichtete. Nach rund 20 Jahren nähert sich die Anlage dem Ende ihrer technischen Lebensdauer und zugleich stieg der Dampfbedarf infolge zusätzlicher Produktionskapazitäten. Christopher Rubin, der die Mühle in der 14. Generation als geschäftsführender Gesellschafter leitet, hatte deshalb die Idee, künftig statt Hackschnitzel die in der Produktion anfallenden Haferschalen für die Dampferzeugung zu nutzen.

Der Geschäftsführer sieht einen…

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