Der Sitzungssaal am Samstagmorgen.
Bild von: Mühle + Mischfutter
Das Frühjahrsseminar des Baden-Württembergischen Müllerbundes fand am 27. und 28. März 2026 In Überlingen statt. Die Veranstaltung informierte über aktuelle Fragen aus Getreidemärkten, Arbeits- und Explosionsschutz, Ausbildung und Fachkräftesicherung.
KI-Zusammenfassung
- Beim Frühjahrsseminar des Baden-Württembergischen Müllerbundes am Bodensee ging es um Ernährungssysteme, Pflanzenschutz, Krisenvorsorge und Personalgewinnung.
- Professor Enno Bahrs erläuterte das NOcsPS-Projekt und die Zielkonflikte eines Ackerbaus mit weniger chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln; nötig seien Forschung, Vermarktungswege und staatliche Unterstützung.
- Oberstleutnant Marcus Wohler sprach über den Operationsplan Deutschland und mögliche Folgen eines Krisenfalls für die Personalverfügbarkeit in Mühlenbetrieben.
- Die BGN kündigte eine Checkliste für Mühlenbetriebe an und warb für Hörschutz, Arbeitsschutzangebote und Prämien für umgesetzte Schutzmaßnahmen.
- Weitere Themen waren politische Rahmenbedingungen für die Mühlenwirtschaft, Herausforderungen in der Berufsausbildung und das Milling Forum Europe im September 2026 in Brüssel.
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Der stellvertretende Vorsitzende des Baden-Württembergischen Müllerbundes, Karl Ruthardt von der Altdorfer Mühle, eröffnete die Veranstaltung. Zum Auftakt stellte Corinna Hempel, Professorin an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, das Ernährungssystem als Geflecht von Wechselwirkungen dar und benannte Hebel, mit denen das Ernährungsverhalten zu beeinflussen sei. Unter anderem Nudging“, also die sehr umstrittene Manipulation von Konsumenten. Danach hielt Professor Enno Bahrs von der Universität Hohenheim einen fachkundigen Vortrag über das „NOcsPS-Projekt“, welches den Ackerbau mit deutlich weniger chemisch-synthetischem Pflanzenschutz (csPSM) forciert. Bahrs rechnet mit einem künftigen Verbot dieser Mittel, die bereits bis zum Jahr 2023 landesweit um 40 bis 50% der Menge reduziert werden sollen (§17b LLG, 2020). Er verwies auf Zielkonflikte zwischen Umweltentlastung, Ertrag, Fruchtfolge und Selbstversorgung. Nach seiner Einschätzung braucht eine Bewirtschaftung ohne diese Pflanzenschutzmittel neben Forschung und Entwicklung tragfähige Vermarktungswege und staatliche Unterstützung.
Oberstleutnant Dr. Marcus Wohler, Leiter des Kreisverbindungskommandos Bodenseekreis beim Landeskommando Baden-Württemberg der Bundeswehr, sprach über den Operationsplan Deutschland und die zivil militärische Zusammenarbeit im Krisenfall. Der Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik erkennt derzeit eine Bedrohungslage und Müller sollten schon heute den Kriegsfall bedenken. Als Beispiel nannte er osteuropäische Beschäftigte, die…
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