Geschäftsführer Lothar Pfeuffer und Elektroingenieur Ali Sadeghishahir
Bild von: Pfeuffer
Geschultes Personal und Experten aus dem Ausland gelten als Lösung beim großen Thema Fachkräftemangel. Welche Hürden auftauchen, zeigt der Fall des Kitzinger Elektroingenieurs Pfeuffer.
KI-Zusammenfassung
- Die Pfeuffer GmbH in Kitzingen holte den Elektroingenieur Ali Sadeghishahir aus Teheran, nachdem er in einem Projekt seine Fähigkeiten bewiesen hatte.
- Das beschleunigte Fachkräfteverfahren erforderte zahlreiche Dokumente, Übersetzungen und Abstimmungen mit Behörden und Botschaft; die Gebühr betrug 411 Euro.
- Für Geschäftsführer Lothar Pfeuffer war vor allem der Zeitaufwand eine große Hürde, obwohl IHK und Ausländeramt Unterstützung leisteten.
- Sadeghishahir arbeitet inzwischen in seinem Beruf bei Pfeuffer, muss aber für die Anerkennung seines iranischen Führerscheins eine deutsche Prüfung ablegen.
- Pfeuffer sieht ausländische Fachkräfte als wichtige Lösung für den Personalmangel; beide angeworbenen Mitarbeiter haben unbefristete Verträge.
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Die Hilferufe gibt es seit Jahren, doch sie werden lauter: Die Wirtschaft in Deutschland brauche unbedingt Fachkräfte aus dem Ausland, um den gravierenden Personalmangel in den Griff zu bekommen. Das Beispiel der Pfeuffer GmbH in Kitzingen zeigt, wie das gelingen kann – und wie hoch die Hürden dennoch sind.
Für Ali Sadeghishahir ist Lothar Pfeuffer nach nur wenigen Monaten so etwas wie ein herzensguter Freund geworden. Für seinen beruflichen Wechsel nach Deutschland „war Lothar sehr wichtig“, sagt der 38 Jahre alte lektroingenieur aus Irans Hauptstadt Teheran über den Firmenchef in Kitzingen. Pfeuffer habe ihm übers normale Maß hinaus Wege geebnet, um in der auf landwirtschaftliche Spezialgeräte spezialisierten Pfeuffer GmbH Fuß fassen zu können.
Seit einigen Monaten arbeitet Sadeghishahir in Kitzingen in seinem angestammten Beruf. Doch der Weg dorthin war steinig. Er begann im April2023, als Pfeuffer im Internet eine Stellenanzeige schaltete, weil er dringend einen Elektroingenieur brauchte. Der Iraner wurde über die sozialen Netzwerke darauf aufmerksam, bewarb sich – und startete damit für sich und Pfeuffer einen wochenlangen Hürdenlauf. „Wir haben auf die Anzeige sehr viele Bewerbungen aus dem Ausland bekommen“, erinnert sich Pfeuffer. Nach zwei Videokonferenzen mitAli Sadeghishahir in Teheran sei klar gewesen: Diesen Experten will er nachKitzingen holen.
Ein Berg von Fragen
Sadeghishahir ließ sich von Pfeuffer aus der Ferne ein Projekt geben, um seine Fertigkeiten zu beweisen: ein Feuchtigkeitsmessgerät für Getreide sollte auf neue Elektronik umgestellt werden. Das habe er…
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