Neuste Investitionen am Industriestandort nahe Kecskemét
Deutsch-Ungarische Getreideverarbeitung in der Julia-Mühle
Die Julia-Mühle ist die drittgrößte Getreidemühle Ungarns.
Bild von: Patrick Buhl (Alle Fotos)
Die Julia-Mühle nahe Kecskemét ist eine der größten Getreidemühlen Ungarns. Entstanden auf dem grünen Acker gehört die Modernisierung zu ihrer DNA. Die drei Geschäftsführer möchten den Betrieb in einigen Jahren an ihren Nachfolger übergeben. Dafür stellen sie die Mühle zukunftsfähig auf.
KI-Zusammenfassung
- Die Julia-Mühle nahe Kecskemét vermahlt seit 2005 Getreide und erreicht mit drei Linien eine Tageskapazität von 570 Tonnen.
- Der Betrieb verarbeitet Weichweizen und Durum, prüft Rohstoffpartien im eigenen Labor und liefert Mehle sowie Grieß an Industrie, Bäckereien und Futtermittelhersteller.
- Für die Modernisierung installiert Swisca 18 neue Walzenstühle und erneuert Teile der Reinigung und Dosiertechnik; die Leistung einer Linie soll ohne höheren Energieverbrauch von 220 auf 300 Tonnen täglich steigen.
- Eine neue Pelletieranlage von Amandus Kahl verarbeitet künftig Mühlenkleie gemeinsam mit Vitafort zu Tierfutterpellets.
- Zusätzliche Silos, ein geplanter Solarpark und zwei Windräder sollen Lagerkapazität und Nachhaltigkeit des Standorts stärken.
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Julia ist drei Jahre alt, als sie den Spatenstich setzt für die Getreidemühle, die einmal ihren Namen tragen wird. Nicht im Sandkasten, sondern auf einem Acker im Ort Kunszállás nahe der Stadt Kecskemét. Ihr Vater Johann Tiemens und sein Partner Attila Csontos haben das Land gekauft, auch weil der Bürgermeister ihnen eine eigene Autobahnauffahrt verspricht. Heute, einundzwanzig Jahre später, fahren wir 100 Kilometer südlich von Budapest auf der Landstraße zur Julia-Mühle und passieren Bagger und Kräne. Die Auffahrt zur Autobahn entsteht tatsächlich, ist aber noch nicht fertig. Die Mühle dagegen vermahlt seit ihrer Inbetriebnahme im Oktober 2005 fast 3 Mio. t Getreide.
„Wenn es eine Zeit gibt, in der wir nicht planen oder modernisieren, dann werde ich unruhig“, sagt Geschäftsführer Johann Tiemens.
2005 geht die erste Weizenmühle mit einer Kapazität von 220 t pro Tag an den Start, 2006 folgt eine Hartweizenlinie mit 100 t pro Tag. Eine weitere Weizenmühle kommt 2008 hinzu mit einer Kapazität von 250 t pro Tag. Mit ihrer Tageskapazität von 570 t pro Tag ist die Julia-Mühle lange die größte Mühle Ungarns und heute die drittgrößte. Der Mühlenstandort mit Weichweizen- und Hartweizenprofil verfügt über einen hohen Automationsgrad und ein mit Farinograph, Extensograph und Alveograph ausgestattetes Labor mit eigener Analytik.
Der Betrieb positioniert sich mit einem breitem Mehlportfolio für die Brot- und Lebensmittelindustrie in Mitteleuropa. Rund ein Viertel der Produktion wird ins EU-Ausland exportiert, 3% gehen ins Nicht-EU-Ausland und der Rest bleibt im Inland. Rund 34% der…
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