Studienreise 2026 des Bayerischen Müllerbundes
Hosokawa Alpine: Von Stiftmühlen zur Müllerschule
Faszinierendes Innenleben der Feinprallmühle.
Bild von: Hosokawa
Die erste Etappe der Studienreise des Bayerischen Müllerbundes führte von München nach Augsburg zur Hosokawa Alpine AG und weiter nach St. Gallen zur Swiss School of Milling. Der umfangreiche Einblick in den Sondermaschinenbau endete in der Schweiz mit der Frage, wie Müller heute ausgebildet werden müssen.
KI-Zusammenfassung
- Die Studienreise des Bayerischen Müllerbundes führte 37 Müller am 30. April zu Hosokawa Alpine in Augsburg und anschließend zur Schweizerischen Müllereifachschule in St. Gallen.
- Bei Hosokawa Alpine erhielten die Teilnehmer Einblicke in Fertigung, Verfahrenstechnik und das Technikum, in dem Kundenprodukte vor der Auslegung einer Anlage getestet werden.
- Vorgestellt wurden unter anderem die neue Alpine Dual Mill ADM, die Contraplex-Stiftmühle CW II für anspruchsvolle Rohstoffe und die Trockenfraktionierung zur Trennung von Protein und Stärke.
- An der Schweizerischen Müllereifachschule standen Ausbildung und Fachkräftemangel im Mittelpunkt: Die sechsmonatigen Kurse verbinden Unterricht mit Praxis in Mühle, Labor und Trainingszentrum.
- Der erste Reisetag zeigte, wie moderne Verfahrenstechnik und qualifizierte Fachkräfte zusammenwirken, um Produktqualität und Prozesse in der Müllerei weiterzuentwickeln.
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Die Studienreise des Bayerischen Müllerbundes begann am 30. April im Norden von München. Der Reisebus füllte sich mit den Teilnehmern, darunter 37 Müller. Der „Mehlexpress“ startete Richtung Augsburg zu Hosokawa Alpine. Das Unternehmen ist in der mechanischen Verfahrenstechnik für Schüttgüter eine feste Größe. Augsburg zeigte sich von seiner sonnigen Seite, und bei Hosokawa Alpine war es kurz vor dem 1. Mai ungewöhnlich ruhig. Im Technikum lief wegen des Feiertags kein Versuch und die Besuchergruppe konnte dadurch in ruhiger Atmosphäre die Werksführung durch Fertigung, Montage und Showroom genießen. Große Gehäuse, schwere Bauteile, präzise gefertigte Sichträder und Apparate mit unterschiedlichen Werkstoffen machten sichtbar, wie viel Fertigungstiefe und Erfahrung in einer Anlage stecken, bevor sie im Mühlenbetrieb im Dauereinsatz durchlaufen kann.
Die Gründung des Augsburger Werks Alpine geht auf das Jahr 1898 zurück. Seit 1987 gehört der Maschinenbauer zur japanischen Hosokawa Micron Corporation. Am Standort selbst wirkt die lange Geschichte weiter. In den Gesprächen wurde deutlich, dass sich viele Mitarbeiter weiterhin als „Alpinisten“ verstehen. Hosokawa Alpine entwickelt nicht Maschinen, sie entwickeln für ein Produkt einen Prozess. In der Welt der Feinvermahlung zählt nicht nur, ob ein Produkt kleiner wird. Entscheidend ist, wie es sich unter mechanischer Beanspruchung verhält. Manche Rohstoffe erhitzen sich schnell, andere setzen an, schmieren, stauben stark oder verändern ihre Funk-tion durch die Vermahlung. Wieder andere lassen sich nur dann wirtschaftlich…
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