Mühle + Mischfutter

Studienreise des Bayerischen Müllerbundes 2026 ins Tessin

Mulino Maroggia: Neubau nach Brand

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Mulino Maroggia: Neubau nach Brand

Walzenstühle MDDY-600 mit fünf Schroten und zehn Ausmahlpassagen. Eine Passage arbeitet mit Riffelwalzen für Roggen- und Durum.

Bild von: M+M (alle Fotos)

Im November 2020 zerstörte ein Brand die Mulino Maroggia. Inhaber Alessandro Fontana baute die einzige kommerzielle Mühle im Tessin gemeinsam mit Bühler wieder auf. Der Bayerische Müllerbund besuchte auf seiner Studienreise die neue kombinierte Mühle für Weichweizen, Durum, Roggen und Dinkel.


KI-Zusammenfassung
  • Nach dem verheerenden Brand vom 23. November 2020 entschied Alessandro Fontana noch am selben Abend, die traditionsreiche Familienmühle in Maroggia wieder aufzubauen.
  • Während der Übergangszeit wurden Kunden bereits sieben Tage nach dem Brand mithilfe der Knecht Mühle AG wieder beliefert; die Versicherung unterstützte den Wiederaufbau finanziell.
  • Der Neubau bewahrt die Leistung von 50 Tonnen pro Tag, verarbeitet aber flexibler Weizen, Durum, Roggen und Dinkel und verbindet regionale Spezialitäten mit moderner Automatisierung.
  • Die Anlage bietet digitale Prozesssteuerung, Rezeptverwaltung, Rückverfolgbarkeit und Fernzugriff per Tablet – passend für den Betrieb mit zwölf Mitarbeitenden.
  • Nach zwei Jahren und elf Monaten ging die neue Mühle in Betrieb; Fontana und seine Familie zeigen sich mit der automatisierten Anlage sehr zufrieden.

Diese Zusammenfassung wurde von KI erstellt. Sie kann möglicherweise Fehler enthalten. Verlässliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel.

Wer aus dem Norden ins Tessin reist, spürt den Wechsel der Landschaft lange vor dem Ziel. Die Täler werden enger, die Hänge steiler, das Licht wärmer. Maroggia liegt am Luganersee, nahe der italienischen Grenze. Für Touristen ein Sehnsuchtsort. Für Müller seit dem Wiederaufbau der Mulino Maroggia ein Wunschziel: eine kleine, regionale Mühle, die nach einem Totalverlust neu geplant wurde und heute mit moderner Technik und weniger Personal arbeitet. Die Besuchergruppe des Bayerischen Müllerbunds empfängt Alessandro Fontana bei strahlendem Sonnenschein im Besucherzentrum. Die angereisten Müller haben mehr als technisches Interesse. Denn diese Mühle steht dort, wo im November 2020 fast alles verloren ging.

Am 23. November 2020 brach um 17 Uhr im Erdgeschoss des Lagerhauses ein Feuer aus. Mit Hilfe von Fotos und TV-Berichten erzählt Alessandro Fontana von den dramatischen Ereignissen rund um den Brand. Das Feuer breitete sich mit hoher Geschwindigkeit aus, begünstigt durch die Holzstruktur des alten Gebäudes. Mehr als achtzig Feuerwehrleute waren vor Ort. Die Feuerwehren aus Melide, Lugano, Mendrisio und Chiasso rückten zur Unterstützung aus. Auch die Schweizerischen Bundesbahnen unterstützten mit Löschzügen, nachdem die örtlichen Wasserreserven zur Neige gingen. Trotzdem brannte die Mühle vollständig nieder. Wegen des Brandes mussten die Hauptverkehrsachsen und die Bahnlinie rund um die Mühle unterbrochen werden. Der gesamte Kanton wurde lahmgelegt. Fernsehsender unterbrachen das laufende Programm. Die Löscharbeiten dauerten insgesamt acht Tage. Nur ein Weizensilo aus Beton…

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