vor 3 WochenSauerteigbrot aus resilientem Wüstenweizen. Ich rechne gegenüber manchen europäischen Mehlen vorsichtig mit mindestens rund zehn Prozent mehr Wasser; bei meinen langen Teigführungen arbeite ich teilweise mit noch mehr. In Sharjah erreichen wir nur etwas mehr als die Hälfte des deutschen Ertragsniveaus. Diesen Unterschied können wir teilweise durch die Verarbeitungseigenschaften unseres Weizens ausgleichen, der deutlich mehr Wasser bindet. Hinzu kommt der hohe Proteingehalt. Dadurch können wir bei der Brotherstellung nach unseren Erfahrungen in der Spitze bis zu 25% des geringeren Flächenertrags ausgleichen. Geschmacklich ist unser Weizen anders. Der Geschmack kommt mir intensiver vor, besonders nach der Fermentation. Ein Müller kann mit dem Mahlverfahren, der Mehlmischung und der Verarbeitung viel beeinflussen. Der Bäcker muss wissen, wie sein Mehl reagiert. Deshalb finde ich es so wichtig, dass der Züchter nicht nur auf den Ertrag und der Müller nicht nur auf eine Laborzahl schaut. Es muss am Ende auch ein gutes Produkt daraus werden. Die Leute müssen zusammenarbeiten. In Deutschland sind in diesem Jahr in einigen Regionen die Ernten nicht so gut ausgefallen, es gab zu wenig Regen. Ich bin überzeugt, dass sich viele Probleme lösen lassen, wenn man die richtigen Leute zusammenbringt. Die Weizenfarm in Mleiha ist ein besonderer Ort. Ich finde auch die Farmhäuser dort architektonisch sehr gelungen. Dort könnten Interessierte aus Europa zusammenkommen und von dort Mühlen und Bäcker in den VAE besuchenvon Sabine Kemper
16.06.2026+Austrian World Summit 2026. Grabher wies im Gespräch mit Mühle + Mischfutter sämtliche Vorwürfe zurück und betonte, dass es in keinem der Fälle zu einer strafrechtlichen Verurteilung gekommen sei. Auf diese Berichte angesprochen, verwies er im Gespräch mit der Redaktion auf eine Überprüfung im Rahmen einer früheren Kooperation mit dem FC Schalke 04. Die Berichte seien nicht zutreffend gewesen und entsprechend klargestellt worden. Ob SUN AG mit seinem CEO Grabher die gesteckten Ziele bis 2030 erreicht, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen verweist darauf, dass es eine der zentralen Herausforderungen der globalen Lebensmittelproduktion sei, eine wachsende Weltbevölkerung auf schwindenden Ackerflächen vollwertig zu ernähren. Der Austrian World Summit 2026 sollte zeigen, dass diese Frage auf der politischer Ebene in Österreich angekommen ist.von Zino Miserre
05.05.2026Bühler läutet mit Nutrex 7 Series eine neue Ära der Extrusionsanlagen ein. Sie ist flexibel einsetzbar, erfüllt höchste Hygieneanforderungen und ist mit der neuesten Steuerungstechnik für einen reibungslosen und effizienten Betrieb ausgestattet.» Stefanie Hardtmann.
20.04.2026+RELEX Report: KI wird zum Bestandteil zentraler Entscheidungen in der Supply Chain. Mehr Infos und Download der Studie hier . Methodik Der Report basiert auf einer im Januar 2026 durchgeführten Umfrage unter 514 Führungskräften aus Handel, Produktion, Großhandel und Supply Chain, die von Researchscape erhoben wurde. Darunter befinden sich auch Teilnehmende aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Die Ergebnisse wurden entsprechend des nominalen Bruttoinlandsprodukts der Länder gewichtet, um eine möglichst repräsentative Verteilung zu gewährleisten.
17.04.2026SAVE FOOD auf der interpack 2026. Im Projektwettbewerb werden erstmals Initiativen finanziell gefördert, um erfolgreiche Ansätze weiterzuentwickeln und international sichtbar zu machen. Das zeigen die Aussteller Über das Veranstaltungsformat hinaus werden mit der SAVE FOOD Highlight Route Lösungen auch direkt auf dem Messegelände sichtbar. Unternehmen präsentieren dort Technologien, Produkte und Dienstleistungen zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten. Besucherinnen und Besucher können so gezielt relevante Ansätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifizieren und vergleichen. Mit ihrem Programm auf der interpack 2026 unterstreicht die SAVE FOOD Initiative ihre Rolle als internationale Plattform für den Austausch zwischen Industrie, Politik und Forschung. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungen sowie die Frage, wie Verpackung und Verarbeitungssysteme einen messbaren Beitrag zur Reduzierung von Food Loss and Waste leisten können.
17.04.2026+MultiSense: automatisierte Qualitätskontrolle für Flocken, Kaffee, Pellets und mehr. Dadurch reduziert sich der manuelle Kontrollaufwand erheblich, Prozesse stabilisieren sich und das Bedienpersonal wird spürbar entlastet – was sich auch positiv auf die Betriebskosten auswirkt. MultiSense ist flexibel einsetzbar und eignet sich neben der Flockierung auch für Produktionslinien für Getreide, Kaffee, Pellets und weitere Schüttgüter, bei denen Feuchtigkeit, Schüttgewicht oder Temperatur entscheidende Qualitätsmerkmale darstellen. Überall dort, wo gleichbleibende Produktqualität und eine sichere Prozessführung erforderlich sind, bietet das Inline‑Messgerät einen deutlichen Mehrwert. Erstmals präsentiert wird das neue Prozessmessgerät MultiSense auf der IAOM Annual Conference & Expo 2026 vom 14. bis 16. April in Cincinnati, USA, am Stand 343 unseres Vertreters Bratney – sowie anschließend auf der interpack in Halle 3, Stand 3E91 vom 7. bis 13. Mai 2026 in Düsseldorf, Deutschland.
14.04.2026Bühler und Icos mit mehr Wachstum bei Scale-up-Unternehmen Lebensmittel- und Biotech. Wir konzentrieren uns darauf, diejenigen zu unterstützen, die bereit sind zu skalieren und messbare Wirkung zu erzielen.» Start-ups und Innovatoren, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, können sich direkt an Icos Capital wenden, entweder über www.icoscapital.com oder unter info@icoscapital.com.
25.03.2026Neue Führungsspitze der BVE: Dr. Bernhard J. Simon und Christof Engelke. Mit Dr. Bernhard J. Simon und Christof Engelke gewinnt der Verband unternehmerische Erfahrung und strategische Klarheit. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es eine Führung, die eng zusammenarbeitet und unterschiedliche Perspektiven zusammenführt. Unser besonderer Dank gilt Dr. Christian von Boetticher für sein prägendes Engagement. Den neuen Vorstandsmitgliedern wünschen wir einen erfolgreichen Start und freuen uns auf frische Impulse.“ In der Ernährungsindustrie erwirtschaften 6.082 Betrieben mit knapp 674.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 240,8 Milliarden Euro. Die Ernährungsindustrie ist inzwischen der drittgrößte Industriezweig Deutschlands. Dabei ist die Branche klein- und mittelständisch geprägt: 90 Prozent der Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie gehören dem Mittelstand an. Die Exportquote von 35 Prozent zeigt, dass Kunden auf der ganzen Welt die Qualität deutscher Lebensmittel schätzen.
19.02.2026Weniger Zutaten, mehr Belege. Heribert Strobl, Ingrid Strobl und ihr Sohn Christof Strobl von der Caj. Strobl Naturmühle. Geschäftsführer Ralph Seibold mit seinen Mitarbeitern am Stand der SchapfenMühle. Wilfried Binternagel und Stefan Spanel von Kreyenborg. Peter Stallberger, Geschäftsführer Goodmills Österreich mit einer Mitarbeiterin am Stand. Emily Gregor und Geschäftsführer Willi Frießinger am Stand der Frießinger Mühle. Die bayerischen Aussteller und die Bio-Königin Anna-Lena Dworschak begrüßen ihreLandwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am Gemeinschaftsstand. Bio-Königin Anna-Lena Dworschak ist gelernte Agrarmanagerin und bewirtschaftet einen eigenen Bio-Gemüse- und Milchviehbetrieb. von Rainer Miserre, Sabine Kemper
10.02.2026Bauck-Onlineshop bringt B2B-Bereich für Firmenkunden an den Start. „Wir stellen uns im Online-Geschäft breiter auf“, begründet Hannes Öhler diesen Schritt. „Ich freue mich darauf, den Bereich ab sofort offen, zukunftsfähig und innovativ mitzugestalten.“ „Mit der Erweiterung unseres Onlineshops positionieren wir uns weiter als moderner, verlässlicher Partner für alle Kundinnen und Kunden“, erklärt Friedemann Wecker, Geschäftsführer der Bauck GmbH. „Das neue Angebot ist die ideale Ergänzung zu unserem bestehenden B2B-Geschäft, womit wir optimal für Wünsche und Anfragen jeglicher Art zur Verfügung stehen.“
03.02.2026150 Jahre Innovation – Tradition mit Zukunft. Eine besondere Rolle spielt auch das firmeneigene Technikum. Dort werden Rohstoffeigenschaften getestet, Rezepturen entwickelt und Prozessparameter für industrielle Anwendungen definiert. Kunden erhalten so belastbare Ergebnisse für die Auslegung neuer Anlagen und Produkte. „Unser Jubiläum ist ein Anlass, stolz auf die Entwicklung der vergangenen 150 Jahre zu blicken und gleichzeitig die Weichen für die Zukunft zu stellen. Innovation entsteht dort, wo Erfahrung und Neugier zusammenkommen. Dieses Zusammenspiel von Tradition und Zukunft prägt unser Unternehmen seit Generationen und bleibt auch künftig ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur“, so Joachim Behrmann, Geschäftsführer bei Amandus Kahl. Produktmuster im Technikum (Foto: Kahl).
27.01.2026World Flour Day 2026 – Mehl ist Leben.Macht.Leben erzählen wir im Museum, wie Mehl seit Jahrtausenden die Entwicklung von Gesellschaften prägt. Diese Idee wird nun mit dem World Flour Day über Grenzen hinweg sichtbar. Ich wünsche mir, dass dieser Tag auch andere ermutigt, aktiv zu werden und die Kraft des Mehls auf ihre Weise weiterzugeben, ob durch Mehlspenden, die Unterstützung von Ernährungsprojekten oder einfach dadurch, das Bewusstsein für dieses so grundlegende Lebensmittel zu stärken." Volkmar Wywiol. Volkmar Wywiol im MehlWelten Museum vor dem eingerahmten Mehlsack, der die Sammlung des Museums begründete (Foto: Sabine Kemper).
26.01.2026Vollkornprodukte reduzieren Klimabelastung um bis zu 15%. Doppelsieg Am 14. Januar startet in Schweden erstmals der Vollkorntag, der im Rahmen der Vollkorn-Aktion die gesundheitlichen Vorteile von Vollkorn hervorhebt. Lantmännen Cerealia möchte in diesem Jahr zusätzlich auf die positiven Auswirkungen auf das Klima aufmerksam machen. „Das ist eine Win-win-Situation. Vollkorn ist besser für Mensch und Umwelt. Durch den verstärkten Einsatz von Vollkorn kommen wir unseren Klimazielen und unserer Vision einer nachhaltigen Landwirtschaft im Einklang mit der Natur einen weiteren Schritt näher“, so Örjan Petterson, Geschäftsführer von Lantmännen Cerealia. Die Berechnungen basieren auf dem schwedischen Industrieabkommen zur Klimabilanzierung und verwenden eine monetäre Aufteilung zwischen Mehl und Nebenprodukten. Die Klimaeinsparungen betragen 10–15% im Vergleich zu raffiniertem Weizenmehl. Lantmännen Cerealia hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Vollkorn in seinen Produkten zu erhöhen und die Klimabelastung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Feld bis zum Teller, zu reduzieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
07.01.2026Neuausrichtung in der amerikanischen Ernährungspoltik. Fette werden im deutschen Modell überwiegend mengenorientiert eingeordnet. Pflanzliche Öle und Streichfette sind Bestandteil der täglichen Ernährung, sollen jedoch bewusst und maßvoll eingesetzt werden, da Fette eine hohe Energiedichte aufweisen. Die Empfehlungen der DGE legen dabei sowohl Wert auf die Menge als auch auf die Fettqualität, indem pflanzliche Öle bevorzugt und stark fettreiche sowie „versteckte“ Fettquellen in verarbeiteten Lebensmitteln begrenzt werden sollen. Eine stärkere lebensmittel- und verarbeitungsbezogene Einordnung vollwertiger Fettquellen, wie sie in den neuen US-Leitlinien vorgenommen wird, steht im deutschen Modell weniger im Vordergrund.von Zino Miserre
05.01.2026Proteinshake gegen Käsebrot. Selbst bei der Zubereitung mit fettarmer Milch liegt die Kalorienmenge bei rund 250 und liegt damit immer noch unter der eines belegten Brotes, während der Proteingehalt höher ausfällt. Während das Käsebrot eine gemischte Mahlzeit aus Fett, Kohlenhydraten und Protein darstellt und zugleich Ballaststoffe sowie Mikronährstoffe liefern kann, ist der Proteinshake ein Lebensmittel, das nahezu ausschließlich Eiweiß bereitstellt. Ballaststoffe und viele Mikronährstoffe fehlen dabei weitgehend. Im Rahmen vom WPF wird dieser Unterschied gezielt genutzt, indem klassische Mahlzeiten zeitweise durch proteinreiche Shakes zu ersetzen, um ein Kaloriendefizit zu erleichtern und gleichzeitig den Muskelerhalt zu unterstützen. Ergänzt wird dieser Ansatz durch strukturierte Mahlzeiten und regelmäßige Bewegung. Nach eigenen Angaben von Christian Wolf hätten bereits rund 500 000 Menschen mithilfe dieses Konzepts Gewicht reduziert. Diese Zahl ist bislang nicht unabhängig wissenschaftlich überprüft und beruht auf Selbstauskünften aus dem unternehmenseigenen Umfeld. In Beiträgen von Christian Wolf über Social-Media werden die Produkte als funktionale Bestandteile der Ernährung beworben. “Zerups” würden die Möglichkeit bieten, kalorienfreie Getränke mit verschiedenen Geschmäckern zu trinken und zugleich Kosten gegenüber klassischen Light-Getränken zu sparenvon Zino Miserre
10.12.2025170 Jahre C.F. Rolle Mühle. Die Rolle Mühle deckt ihren Energieverbrauch aus dem Wasser der Zschopau. Das eigene Wasserkraftwerk wird von einer Kaplan S-Rohrturbine mit 170 kW Leistung betrieben (Foto: Sabine Kemper). Draußen ist es dunkel geworden und fallende Schneeflocken glitzern im Licht der Hoflampen. Die Prüfung ist beendet, die Sieger stehen fest. Bald wird der Duft von frisch gebackenem Stollen durch die Wohnzimmer von Annaberg bis Zwickau ziehen. Ein Teil des Weihnachtszaubers im Erzgebirge nimmt seinen Anfang hier, bei der Familie Rolle, die seit 170 Jahren dafür sorgt, dass dem Weihnachtsland das Mehl nicht ausgeht.von Patrick Buhl, Sabine Kemper