vor 3 Wochen+Niedrigwasser belastet Mühlen. Natürlich versuche man, Beschaffung und Logistik möglichst flexibel aufzustellen. Ein Niedrigwasserereignis lasse sich aber nicht dadurch lösen, dass man einfach früher bestelle oder dauerhaft größere Bestände vorhalte: „Unternehmen können ihre Warenströme optimieren, eine fehlende oder nicht ausreichend leistungsfähige öffentliche Infrastruktur können sie jedoch nicht selbst ersetzen. Langfristig brauchen wir daher eine Verkehrsinfrastruktur, die nicht nur unter normalen Bedingungen funktioniert, sondern auch ausreichend Alternativen bietet, wenn ein Verkehrsträger eingeschränkt ist. Nur so können Unternehmen ihre Rohstoffe zuverlässig beschaffen und auch am Standort Deutschland wettbewerbsfähig produzieren.“ Als kurzfristige Entlastungsmaßnahme fordern die Verbände eine befristete Anhebung des zulässigen Gesamtgewichts von 40 auf 44 t für den Transport versorgungsrelevanter Agrargüter und Betriebsmittel, wenn Schienen- oder Schiffsverkehre ausfallen. Schon seit Jahren setzen sich die Verbände auch für eine generelle Anhebung auf 44 t ein. „Gegenwärtig erlauben etliche Länder der Europäischen Union generell den Betrieb von 44-Tonnen-Lkw auf nationaler Ebene. Auch in Deutschland würde das der Frachraumverknappung entgegenwirken, die Zahl der nötigen Fahrten und die Kosten senken“, sagt Werner Köpf. Fortin Mühlenwerke in Düsseldorf. Foto: Fortinvon Christine Böhringer
16.06.2026+Austrian World Summit 2026. Grabher wies im Gespräch mit Mühle + Mischfutter sämtliche Vorwürfe zurück und betonte, dass es in keinem der Fälle zu einer strafrechtlichen Verurteilung gekommen sei. Auf diese Berichte angesprochen, verwies er im Gespräch mit der Redaktion auf eine Überprüfung im Rahmen einer früheren Kooperation mit dem FC Schalke 04. Die Berichte seien nicht zutreffend gewesen und entsprechend klargestellt worden. Ob SUN AG mit seinem CEO Grabher die gesteckten Ziele bis 2030 erreicht, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen verweist darauf, dass es eine der zentralen Herausforderungen der globalen Lebensmittelproduktion sei, eine wachsende Weltbevölkerung auf schwindenden Ackerflächen vollwertig zu ernähren. Der Austrian World Summit 2026 sollte zeigen, dass diese Frage auf der politischer Ebene in Österreich angekommen ist.von Zino Miserre
25.03.2026Neue Führungsspitze der BVE: Dr. Bernhard J. Simon und Christof Engelke. Mit Dr. Bernhard J. Simon und Christof Engelke gewinnt der Verband unternehmerische Erfahrung und strategische Klarheit. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es eine Führung, die eng zusammenarbeitet und unterschiedliche Perspektiven zusammenführt. Unser besonderer Dank gilt Dr. Christian von Boetticher für sein prägendes Engagement. Den neuen Vorstandsmitgliedern wünschen wir einen erfolgreichen Start und freuen uns auf frische Impulse.“ In der Ernährungsindustrie erwirtschaften 6.082 Betrieben mit knapp 674.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 240,8 Milliarden Euro. Die Ernährungsindustrie ist inzwischen der drittgrößte Industriezweig Deutschlands. Dabei ist die Branche klein- und mittelständisch geprägt: 90 Prozent der Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie gehören dem Mittelstand an. Die Exportquote von 35 Prozent zeigt, dass Kunden auf der ganzen Welt die Qualität deutscher Lebensmittel schätzen.
04.03.2026+Jan Cordesmeyer zu EU-Berichtspflichten und Lieferketten. Diese Informationen dienen den Entscheidungsträgern und helfen dabei, nachhaltige und vernünftige Entscheidungen zu treffen. Jedes Mitgliedsunternehmen kann praktisch dazu beitragen, weil von uns der Realitätscheck geliefert werden muss. Praktisch beitragen können wir vor allem durch: konkrete Fallbeispiele (z. B. eine Linie, ein Standort, eine Umrüstung), harte Zahlen (CAPEX, OPEX, Stillstandszeiten, Platzbedarf), Machbarkeitsnachweise (was technisch geht und was nicht) sowie Vorher-/Nachher-Vergleiche statt abstrakter Einschätzungen. Saubere Datensätze aus realen Betrieben sind oft hilfreicher als allgemeine Stellungnahmen. Beispiele, wo genau diese Mitarbeit den Ausschlag gab: ATEX- und Staubregelungen in Getreide- und Futtermittelanlagen. Hier haben konkrete Zahlen aus der Praxis dazu geführt, dass auf EU-Ebene Bestandsanlagen klarer von Neubauten abgegrenzt und Übergangsfristen verlängert wurden, stattpauschale Anforderungen einzuführen. Bei Nachhaltigkeits- und Reportingpflichten konnten Fallstudien belegen, dass bestimmte Datenerhebungen entlang der Lieferkette technisch nicht verfügbar oder wirtschaftlich unverhältnismäßig sind. Diese Nachweise flossen in die Argumentation für vereinfachte Anforderungen und spätere Anwendungstermine für kleinere Betriebe ein. Kurz gesagt: Verbände brauchen keine Meinungen, sondern überprüfbare Betriebsdaten.
07.01.2026Neuausrichtung in der amerikanischen Ernährungspoltik. Fette werden im deutschen Modell überwiegend mengenorientiert eingeordnet. Pflanzliche Öle und Streichfette sind Bestandteil der täglichen Ernährung, sollen jedoch bewusst und maßvoll eingesetzt werden, da Fette eine hohe Energiedichte aufweisen. Die Empfehlungen der DGE legen dabei sowohl Wert auf die Menge als auch auf die Fettqualität, indem pflanzliche Öle bevorzugt und stark fettreiche sowie „versteckte“ Fettquellen in verarbeiteten Lebensmitteln begrenzt werden sollen. Eine stärkere lebensmittel- und verarbeitungsbezogene Einordnung vollwertiger Fettquellen, wie sie in den neuen US-Leitlinien vorgenommen wird, steht im deutschen Modell weniger im Vordergrund.von Zino Miserre
25.04.2025Ohne Mampf kein Kampf. So müsste beispielsweise die Lagerhaltung an neue Herausforderungen angepasst werden. Das milliardenschwere Verteidigungspaket dient militärischen Zwecken sowie dem Zivilschutz. Die enge Verzahnung von zivilen und militärischen Strukturen rückt Mühlen in den Fokus für einen geplanten Ausbau von Lager- und Produktionskapazitäten für eine ausreichende Vrsorgung mit dem Grundnahrungsmittel Getreide. Mit Technologie und vertraglicher Absicherung mit Landes- und Bundesbehörden können Mühlen die Notfallvorsorge unterstützen. So tragen sie dazu bei, eine stabile Getreide- und Mehlversorgung zu gewährleisten – sowohl im Alltag als auch in Krisenzeiten.von Rainer Miserre, Sabine Kemper