vor 3 Wochen+Niedrigwasser belastet Mühlen. Natürlich versuche man, Beschaffung und Logistik möglichst flexibel aufzustellen. Ein Niedrigwasserereignis lasse sich aber nicht dadurch lösen, dass man einfach früher bestelle oder dauerhaft größere Bestände vorhalte: „Unternehmen können ihre Warenströme optimieren, eine fehlende oder nicht ausreichend leistungsfähige öffentliche Infrastruktur können sie jedoch nicht selbst ersetzen. Langfristig brauchen wir daher eine Verkehrsinfrastruktur, die nicht nur unter normalen Bedingungen funktioniert, sondern auch ausreichend Alternativen bietet, wenn ein Verkehrsträger eingeschränkt ist. Nur so können Unternehmen ihre Rohstoffe zuverlässig beschaffen und auch am Standort Deutschland wettbewerbsfähig produzieren.“ Als kurzfristige Entlastungsmaßnahme fordern die Verbände eine befristete Anhebung des zulässigen Gesamtgewichts von 40 auf 44 t für den Transport versorgungsrelevanter Agrargüter und Betriebsmittel, wenn Schienen- oder Schiffsverkehre ausfallen. Schon seit Jahren setzen sich die Verbände auch für eine generelle Anhebung auf 44 t ein. „Gegenwärtig erlauben etliche Länder der Europäischen Union generell den Betrieb von 44-Tonnen-Lkw auf nationaler Ebene. Auch in Deutschland würde das der Frachraumverknappung entgegenwirken, die Zahl der nötigen Fahrten und die Kosten senken“, sagt Werner Köpf. Fortin Mühlenwerke in Düsseldorf. Foto: Fortinvon Christine Böhringer
20.04.2026+RELEX Report: KI wird zum Bestandteil zentraler Entscheidungen in der Supply Chain. Mehr Infos und Download der Studie hier . Methodik Der Report basiert auf einer im Januar 2026 durchgeführten Umfrage unter 514 Führungskräften aus Handel, Produktion, Großhandel und Supply Chain, die von Researchscape erhoben wurde. Darunter befinden sich auch Teilnehmende aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Die Ergebnisse wurden entsprechend des nominalen Bruttoinlandsprodukts der Länder gewichtet, um eine möglichst repräsentative Verteilung zu gewährleisten.
15.02.2024Maßnahmen gegen Kreuzkontaminationen mit Soja-Allergenen. Dazu das BfR: „Ausgehend von dieser wissenschaftlichen Basis der Referenzdosen könnten, soweit möglich, seitens des Risikomanagements spezifische Schwellenwerte für die Lebensmittelkennzeichnung abgeleitet werden – abhängig davon, in welcher Größenordnung das verbleibende Risiko für betroffene Verbraucherinnen und Verbraucher als so gering eingeschätzt werden könnte, dass es zu akzeptieren wäre“. Weitere Informationen zu VITAL sowie der VITAL 3.0 Guide und der VITAL Online Calculator. Eine Eingangskontrolle beispielsweise mit einem AgraStrip Pro Allergen-Testkit von Romer Labs, sei so Dr. Sandra Nitschkowski für Mühlenbetriebe sinnvoll: „Mit dem Testkit hat der Müller in elf Minuten vor Ort ohne Labor einen zuverlässigen qualitativen Nachweis von Sojaspuren. Bereits bei 2 ppm schlägt der Test an.“ Die Testkits können komplett mit Streifen, antikörperbeschichteten Inkubationsgefäßen, Extraktionsröhrchen, einem Extraktionspuffer und weiterem Zubehör bestellt werden. Bei der Annahme empfiehlt es sich, die Probe vom Lkw am Rande der Ladefläche zu entnehmen. Hier ist der Kontakt vom Getreide zur Transportbehälteroberfläche am größten. Schlägt der Test nicht an, kann man davon ausgehen, dass die Ladung in Ordnung ist. Würde eine Probe Sojaspuren enthalten, spricht dies für eine Kreuzkontamination während der Ernte, der Lagerung oder des Transports. Der Getreideverarbeiter kann mit den Tests gut nachvollziehen, wie und wo die Kreuzkontamination erfolgtevon Sabine Kemper, Rainer Miserre
28.01.2024Überwachung der Erdung schützt vor Explosionen. Ein Erdungstestgerät ohne Objekterkennungsfunktion würde fälschlicherweise das Füllgerüst mit dem Lkw verwechseln, und dort ebenfalls Freigabe erteilen. Erdungstestgeräte bieten üblicherweise Steuerausgänge (potentialfreieKontakte), um sie in die Verladesteuerung einzubinden (Pumpen,Verdichter, Druckluft, Schieber). Die Verladung kann dann nur stattfinden, wenn das Erdungstestgerät auf Freigabe schaltet. Die Verladung wird sofort unterbrochen, wenn die Erdungsverbindung nicht mehr zuverlässig erkannt wird, z. B. wenn die Erdungszange vom zu erdenden Objekt abgefallen ist. Der ursächlich Elektrostatik erzeugende Prozess ist gestoppt. Bei Erdungsmaßnahmen ohne Einbindung in die Verladesteuerung besteht die Gefahr, dass der Verladeprozess bei entfernter Erdungszange nicht unterbrochen wird. Die elektrostatischen Aufladungen sammeln sich auf dem nicht geerdeten Behälter weiter an und entladen sich schlagartig, wenn ein leitfähiger, geerdeter Gegenstand in die Nähe kommt. Dies kann eine Person sein, aber auch eine Erdungszange, die nachträglich an ein bereits aufgeladenes Objekt angebracht wird. Erdung eines FIBC Typ C mit Objekterkennung Fazit Nur weil man elektrostatische Aufladungen nicht sieht, heißt es nicht, dass sie nicht da sind. Und nur weil bisher im eigenen Betrieb ein zündfähiger Funke noch nicht auf eine Staubwolke getroffen ist, heißt das nicht, dass es auch in Zukunft so bleibtvon Dr.-Ing. Alexander Zelck