vor 3 WochenSauerteigbrot aus resilientem Wüstenweizen. Ich rechne gegenüber manchen europäischen Mehlen vorsichtig mit mindestens rund zehn Prozent mehr Wasser; bei meinen langen Teigführungen arbeite ich teilweise mit noch mehr. In Sharjah erreichen wir nur etwas mehr als die Hälfte des deutschen Ertragsniveaus. Diesen Unterschied können wir teilweise durch die Verarbeitungseigenschaften unseres Weizens ausgleichen, der deutlich mehr Wasser bindet. Hinzu kommt der hohe Proteingehalt. Dadurch können wir bei der Brotherstellung nach unseren Erfahrungen in der Spitze bis zu 25% des geringeren Flächenertrags ausgleichen. Geschmacklich ist unser Weizen anders. Der Geschmack kommt mir intensiver vor, besonders nach der Fermentation. Ein Müller kann mit dem Mahlverfahren, der Mehlmischung und der Verarbeitung viel beeinflussen. Der Bäcker muss wissen, wie sein Mehl reagiert. Deshalb finde ich es so wichtig, dass der Züchter nicht nur auf den Ertrag und der Müller nicht nur auf eine Laborzahl schaut. Es muss am Ende auch ein gutes Produkt daraus werden. Die Leute müssen zusammenarbeiten. In Deutschland sind in diesem Jahr in einigen Regionen die Ernten nicht so gut ausgefallen, es gab zu wenig Regen. Ich bin überzeugt, dass sich viele Probleme lösen lassen, wenn man die richtigen Leute zusammenbringt. Die Weizenfarm in Mleiha ist ein besonderer Ort. Ich finde auch die Farmhäuser dort architektonisch sehr gelungen. Dort könnten Interessierte aus Europa zusammenkommen und von dort Mühlen und Bäcker in den VAE besuchenvon Sabine Kemper
22.05.2026+Interview mit Michael Gutting. Mir ist sehr wichtig, dass dies auch für unser Verbandswesen gilt. Wir müssen unseren europäischen Verbänden viel mehr Raum und Gewicht geben. Und deshalb sehe ich eine solche Veranstaltung auch nicht im Ansatz als eine Konkurrenz zu heutigen europäischen Formaten, sondern als einen Versuch, eine Ergänzung und Erweiterung einer primär technisch ausgerichteten Veranstaltung auf europäischem Niveau zu etablieren. Das Labor der Mühle (Foto: M+M). M+M: Sie setzen bei dem Umbau in Belgien auf Produkte des Schweizer Technologieunternehmens Swisca. Arbeiten Sie auch weiter mit der Bühler Group zusammen? Michael Gutting: Selbstverständlich arbeiten wir auch weiterhin intensiv mit Bühler zusammen. In Brüssel werden Komponenten von Bühler, Swisca und anderen Vorlieferanten installiert. Ich bin froh, dass mehr Bewegung in den Markt kommt mit vielen Anbietern. Wettbewerb tut dem Markt gut. Wir suchen unsere Lieferanten nach diversen Punkten aus. Ein wichtiger Punkt ist die Relation zwischen Investitionskosten und dauerhaften Betriebskosten. Und wir wissen, dass jeder Lieferant manchmal auch Fehler produziert. Entscheidend ist jedoch, dass die Problemlösung schnell und unbürokratisch geschieht. Und das meine ich auch so, denn wir reden hier über Anlagen, die 365 Tage 24 Stunden am Tag verfügbar sein sollen. Hier braucht man Lieferanten, die mit einer hohen Flexibilität genau diese genannten Punkte gewährleisten könnenvon Rainer Miserre, Sabine Kemper
19.05.2026+Keine Produktion mehr bei Bühler in Braunschweig. Wir verändern den Standort, um ihn zukunftsfähig auszurichten und unser Serviceangebot gezielt zu stärken. Für Müllerinnen, Müller und Partner bedeutet das: Sie können weiterhin auf Bühler als verlässlichen Ansprechpartner zählen. Gleichzeitig bauen wir jene Kompetenzen aus, die für ihre heutigen und künftigen Herausforderungen besonders relevant sind. Wir wissen, wie wichtig Vertrauen, Erfahrung und Kontinuität in unserer Branche sind. Die Nähe zu unseren Kunden wollen wir künftig noch stärker nutzen, um gemeinsam Lösungen für eine leistungsfähige, effiziente und nachhaltige Produktion zu entwickeln. M+M: Was ist Ihre langfristige Vision für den Standort Braunschweig? Stefan Birrer: Meine Vision ist, dass Braunschweig innerhalb des europäischen Bühler-Netzwerks als leistungsfähiges Kompetenzzentrum für Customer Service wahrgenommen wird. Der Standort soll für gebündelte Expertise, praxisnahe Beratung und starke technologische Unterstützung stehen. Wenn es um die Errichtung, Optimierung, Modernisierung und Weiterentwicklung von Getreideverarbeitungsanlagen geht, sollen unsere Kunden in Braunschweig kompetente Ansprechpartner finden, die ihre Prozesse verstehen und gemeinsam mit ihnen tragfähige Lösungen entwickeln. "Braunschweig hat eine starke Verbindung zur Müllerei und zur Getreideverarbeitung. Diese Stärke wollen wir nutzen und weiterentwickeln – zum Nutzen unserer Kunden in Europa." Stefan Birrer
08.05.2026The smarter path to sustainable flour milling. The key is to build momentum with practical wins and then reinvest those savings into bigger improvements. My advice for new plants is to evaluate different CAPEX versus OPEX scenarios carefully. Over several years of operation, a higher upfront investment often pays off through substantially lower operating costs, particularly in energy consumption. FIVE PILLARS OF THE NEXT-GENERATION MILL What will define the next generation of sustainable milling plants over the coming decade? The next generation of milling plants will be defined by five things: 1. Higher energy efficiency by design 2. Much deeper digital transparency 3. More adaptive and automated process control 4. Better raw material utilization and side-stream valorization 5. Closer integration across the value chain In short, the sustainable mill of the future will not simply use less energy. It will be more connected, more intelligent, more flexible, and more resource-efficient across the full system. That is where the industry is heading, and I am sure the mills that embrace this early will gain both competitive and environmental advantage. For me, sustainability in milling is not a separate agenda. It is about running a mill better — with less energy, less waste, more transparency, and stronger long-term competitiveness. Weitere Artikel und Infos auf Miller Magazin: millermagazine.comvon Namik Kemal Parlak
05.11.2025Bühler führt CompactMix ein – Präzision, Flexibilität und Energieeffizienz für köstliche Ergebnisse. Das ermöglicht die Herstellung einer breiten Palette von Schokolade und schokoladenähnlichen Anwendungen wie Füllungen, Aufstriche, Überzüge und geformte Produkte. Darüber hinaus können die Kunden in den Forschungs- und Trainingszentren von Bühler neue Rezepturen entwickeln und testen, Prozessparameter optimieren und die Maschinenleistung unter realen Produktionsbedingungen bewerten – was einen reibungslosen Übergang von Pilotversuchen zur Produktion im grossen Massstab gewährleistet. Mit dieser Kombination aus End-to-End-Lösungen und Prozess-Know-how ermöglicht Bühler den Herstellern, über die gesamte Schokoladenproduktion hinweg höchste Qualität, Effizienz und Konsistenz zu erreichen. «Mit CompactMix lancieren wir nicht nur eine neue Lösung, sondern ermöglichen es unseren Kunden auch, die Schokoladenproduktion neu zu denken. Von den Rohstoffen bis zum fertigen Produkt bietet Bühler die Technologie und das Know-how, um jeden Schritt des Prozesses zu unterstützen und den Kunden zu helfen, die Schokolade der Zukunft herzustellen – köstlich und erschwinglich», sagt Skeljzen Nesimi.
02.11.2025KAHL Gruppe auf der FI Europe: Verfahrenstechnik für Pulver, Granulate, Extrakte und weitere Lebensmittelzutaten. Präzise Maschinen wie der Fliehkraftschäler oder die konische Schälmaschine Verticone VPC sichern dabei eine hohe Kernausbeute bei minimalen Verlusten. Mit ihrem breiten Portfolio deckt die KAHL Gruppe nahezu alle verfahrenstechnischen Schritte der Lebensmittelverarbeitung ab – von der Aufbereitung über die Extraktion und Trocknung bis hin zur Pelletierung und Kühlung. Besucher der FI Europe finden am Stand 40A124 Ansprechpartner aller vier Unternehmen sowie weitere Vertreter der Gruppe, darunter des neu hinzugekommenen Unternehmens Reinartz, die vor Ort als Ansprechpartner anzutreffen sind.
28.09.2024Siemer Milling Company zu Besuch bei Swisca in Appenzell. Aber Swiscas Design und ihre Kompetenz in ihren Waagen zeigen ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Das macht unser System effizienter und für Müller leichter zu handhaben. Der Müller muss sich nicht so viele Sorgen machen, dass ein Problem auftritt, wenn er gerade einmal nicht hinsieht.von Sabine Kemper
23.01.2024Mehl Verstehen und Mehl Verbessern. Die Tage um den 20. März herum sind eine besondere Zeit der Hoffnung und Dankbarkeit. Der 20. März 2024 erinnert daran, dass Mehl alle satt macht – egal auf welchem Kontinent. Mehl ist und bleibt das wichtigste Grundnahrungsmittel. Mehlspenden sind ein großes Thema für die Stern-Wywiol-Gruppe, die den World Flour Day nutzen möchte, um Gutes zu bewirken.von Rainer Miserre, Sabine Kemper
20.10.2023Schmalhofer Mühle mit automatischem 24-Stunden Betrieb. Groß eingreifen mussten sie bisher nicht, denn die neue Vermahlung läuft seit Beginn ohne Beanstandung. “Vorher gab es öfter Störungen, heute läuft alles störungsfrei.“ Robert Schmalhofer. Andreas Müller von Bühler und Robert Schmalhofer auf dem Dach des neuen Mühlengebäudes. von Sabine Kemper
04.02.2023Anbauen, Vermahlen und Verbacken lokaler Ackerfrüchte. Investition in die Zukunft Bisher macht das Vermahlen der Hülsenfrüchte einen sehr geringen Anteil am Gesamtgeschäft aus. Aber er beobachtet, dass immer mehr Bäckereien Mehl aus Hülsenfrüchten nachfragen und das Geschäft zunimmt, auch wenn die Spezialprodukte durch die aktuellen Marktverwerfungen einen Dämpfer bekommen haben. „Ich hätte kein Problem damit, jährlich 5 000 t Lupinen zu vermahlen“, so Johannes Unger, „aber dafür muss das Interesse der Konsumenten noch viel größer werden.“ Und deshalb sei es gut, dass es solche Initiativen wie Legu Sachsen gibt, die regionale Eiweißpflanzen fördern und die regionalen Strukturen für den Anbau und die Verarbeitung. von Sabine Kemper
01.11.2022Der Trommelgrützeschneider. Weiterhin werden durch die neue Geometrie und die Verwendung von Spezialmetallen, sowie durch den verstellbaren Messerkorb die Standzeiten der Hauptverschleißteile erheblich verlängert. Schlussendlich wird durch den Präzisionsmesserkorb, die vergrößerten Trommeln sowie durch die Erhöhung der Messeranzahl, eine höhere Durchsatzleistung bei gleichzeitig höheren Ausbeuten und Verfügbarkeiten erreicht. In dem hauseigenen Technikum der Firma F.H. Schule Mühlenbau GmbH können Vorführungen sowie Versuche mit dem Trommelgrützeschneider getätigt werden. von Thorsten Lucht
21.10.2022Futtermittelrechtliche Eckpfeiler für die Herstellung und Verarbeitung von Insekten als Eiweißfuttermittel. – International Journal of Life Cycle Assessment 23 (2018), p. 1–11 Wiedemann, S. G., E. J. McGahan, C. M. Murphy: Environmental impacts and resource use from Australian pork production assessed using life-cycle assessment. 1. Greenhouse gas emissions. – Animal Production Science 56 (2016), p. 1418 Erkenntnisse aus den IGF-Vorhaben 21106 N und 21763 N der Internationalen Forschungsgemeinschaft Futtermitteltechnik e. V. (IFF) wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. von Patrick Sudwischer, Prof. Werner Sitzmann