Mühle + Mischfutter

Bewahren durch Verändern

Interview mit Michael Gutting

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Interview mit Michael Gutting

Saalemühle in Alsleben

Bild von: BiGu

Michael Gutting, Geschäftsführer der Bindewald & Gutting Mühlengruppe (BiGu), im Gespräch mit Mühle + Mischfutter (M+M) zu seiner Wettbewerbsstrategie, zum Kauf der Ceres Mühle in Brüssel, zur Ausbildung und der Zukunft des Getreideanbaus in Deutschland.


KI-Zusammenfassung
  • Michael Gutting sieht Wachstum nicht als Ziel, sondern als Folge zufriedener Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter; entscheidend seien Anpassungsfähigkeit und schnelle Entscheidungen statt Betriebsgröße.
  • Die Mühlengruppe will vom reinen Mehlverarbeiter zum funktionsorientierten Partner in der Wertschöpfungskette werden und Kunden bei Qualität, Verarbeitung, Logistik und Versorgung unterstützen.
  • Gutting fordert praxisnahe, ergebnisoffene Forschung, etwa zu trockenstressresistenten Weizensorten, und warnt vor politischer oder ideologischer Ausrichtung der Forschung.
  • Mit dem Kauf und der Modernisierung der Ceres Mühle in Brüssel stärkt die Gruppe ihre Präsenz in Belgien und Nordfrankreich; die neuen Aggregate sollen eine um 25 Prozent geringere Tagesleistung haben.
  • Das Milling Forum Europe soll die Müllereibranche europäischer, zugänglicher und thematisch breiter vernetzen, damit sie Veränderungen aktiv mitgestaltet.

Diese Zusammenfassung wurde von KI erstellt. Sie kann möglicherweise Fehler enthalten. Verlässliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel.

M+M: Gemeinsam mit Ihren Cousins leiten Sie die größte familiengeführte Mühlengruppe Deutschlands. Wie schätzen Sie Ihren Wettbewerb ein und werden Sie weiterwachsen?

Michael Gutting: Wir machen uns über Wettbewerber relativ wenig Gedanken. Wir versuchen, unsere Energie auf Dinge zu verwenden, die wir tatsächlich beeinflussen können. In der Müllerei war es lange üblich, dass man ständig auf den Nachbarn schaut: Wer macht was, wer baut was, wer verkauft an wen? Uns interessiert nur, wie wir für Kunden und Lieferanten einen Mehrwert schaffen können. Früher war der Müller oft nicht mehr als ein Lieferant von weißem Pulver. Die eigentliche Wertschöpfung lag an anderen Stellen der Kette. Der entscheidende Fortschritt bestand darin, dass wir uns vom reinen Vermahler hin zum in der Wertschöpfungskette funktionsorientierten Lieferanten entwickelt haben. Für diese Entwicklung waren die Forschungsleistungen z. B. der Bundesforschungsanstalt in Detmold und anderer übrigens Gold wert, weil man sie damals nutzen konnte, um daraus Mehrwert zu erschaffen. Nämlich Funktionalität. Wer das verstanden hat, schaut zuerst auf die Frage: Was braucht mein Kunde und/oder Lieferant wirklich, und wie kann ich zu seinem Erfolg beitragen? Wir interessieren uns nur für eins: Für zufriedene Kunden, für zufriedene Lieferanten und zufriedene Mitarbeiter. Wenn darüber hinaus noch etwas Glück hinzukommt, entsteht daraus Erfolg und eventuell Wachstum.

"Wachstum ist kein Ziel. Wachstum ist das Resultat aus zufriedenen Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern.“ Michael Gutting

M+M: Zufriedene Kunden stellen…

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