Mühle + Mischfutter

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vor 3 Wochen

Sauerteigbrot aus resilientem Wüstenweizen

. Ich rechne gegenüber manchen europäischen Mehlen vorsichtig mit mindestens rund zehn Prozent mehr Wasser; bei meinen langen Teigführungen arbeite ich teilweise mit noch mehr. In Sharjah erreichen wir nur etwas mehr als die Hälfte des deutschen Ertragsniveaus. Diesen Unterschied können wir teilweise durch die Verarbeitungseigenschaften unseres Weizens ausgleichen, der deutlich mehr Wasser bindet. Hinzu kommt der hohe Proteingehalt. Dadurch können wir bei der Brotherstellung nach unseren Erfahrungen in der Spitze bis zu 25% des geringeren Flächenertrags ausgleichen. Geschmacklich ist unser Weizen anders. Der Geschmack kommt mir intensiver vor, besonders nach der Fermentation. Ein Müller kann mit dem Mahlverfahren, der Mehlmischung und der Verarbeitung viel beeinflussen. Der Bäcker muss wissen, wie sein Mehl reagiert. Deshalb finde ich es so wichtig, dass der Züchter nicht nur auf den Ertrag und der Müller nicht nur auf eine Laborzahl schaut. Es muss am Ende auch ein gutes Produkt daraus werden. Die Leute müssen zusammenarbeiten. In Deutschland sind in diesem Jahr in einigen Regionen die Ernten nicht so gut ausgefallen, es gab zu wenig Regen. Ich bin überzeugt, dass sich viele Probleme lösen lassen, wenn man die richtigen Leute zusammenbringt. Die Weizenfarm in Mleiha ist ein besonderer Ort. Ich finde auch die Farmhäuser dort architektonisch sehr gelungen. Dort könnten Interessierte aus Europa zusammenkommen und von dort Mühlen und Bäcker in den VAE besuchen

von Sabine Kemper

Sauerteigbrot aus resilientem Wüstenweizen
vor 2 Monaten

Klimaweizen mit Rekordprotein aus der Wüste

. Ein höherer Proteinwert ist nicht automatisch die Antwort auf trockenere und wärmere Vegetationsperioden. Sharjah hat innerhalb weniger Jahre eine großflächige Weizenproduktion aufgebaut, ein Versuchssystem eingerichtet, ein eigenes Biotechnologielabor geschaffen und eine umfangreiche Sammlung von Weizenlinien in die Züchtungsarbeit aufgenommen. Es liefert erstmals größere Datensätze darüber, wie verschiedene Genotypen unter den speziellen Bedingungen der Golfregion reagieren. Ob aus all dem tatsächlich eine neue Sorte hervorgeht, werden die kommenden Jahre zeigen. Interessant wäre die Sorte für europäische Züchter allemal. Bis dahin ist Mleiha ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie weit sich die Grenzen des Weizenanbaus mit gezielter Züchtung, Wasserführung und Pflanzenbautechnik verschieben lassen. Kreisrunde Weizenfelder in der Wüste von Sharjah, im Hintergrund die Berge. ©Ektifa Wassermanagement der VAE Die VAE haben kaum natürliche Süßwasserressourcen und deckt mit der Meerwasserentsalzung seine Trink- und Brauchwasserversorgung. Knapp die Hälfte des Wasserbedarfs stammt aus 70 größeren Entsalzungsanlagen. Traditionell dominieren noch thermische Verfahren mit hohem Energiebedarf. Zunehmend setzen die Emirate jedoch auf Meerwasserentsalzung mittels Umkehrosmose, die künftig verstärkt mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Für Landwirtschaftsprojekte ist die Verfügbarkeit von Wasser auf Entsalzungs-, Speicher- und Leitungsinfrastruktur angewiesen

von Sabine Kemper

Klimaweizen mit Rekordprotein aus der Wüste
22.05.2026

Interview mit Michael Gutting

. Mir ist sehr wichtig, dass dies auch für unser Verbandswesen gilt. Wir müssen unseren europäischen Verbänden viel mehr Raum und Gewicht geben. Und deshalb sehe ich eine solche Veranstaltung auch nicht im Ansatz als eine Konkurrenz zu heutigen europäischen Formaten, sondern als einen Versuch, eine Ergänzung und Erweiterung einer primär technisch ausgerichteten Veranstaltung auf europäischem Niveau zu etablieren. Das Labor der Mühle (Foto: M+M). M+M: Sie setzen bei dem Umbau in Belgien auf Produkte des Schweizer Technologieunternehmens Swisca. Arbeiten Sie auch weiter mit der Bühler Group zusammen? Michael Gutting: Selbstverständlich arbeiten wir auch weiterhin intensiv mit Bühler zusammen. In Brüssel werden Komponenten von Bühler, Swisca und anderen Vorlieferanten installiert. Ich bin froh, dass mehr Bewegung in den Markt kommt mit vielen Anbietern. Wettbewerb tut dem Markt gut. Wir suchen unsere Lieferanten nach diversen Punkten aus. Ein wichtiger Punkt ist die Relation zwischen Investitionskosten und dauerhaften Betriebskosten. Und wir wissen, dass jeder Lieferant manchmal auch Fehler produziert. Entscheidend ist jedoch, dass die Problemlösung schnell und unbürokratisch geschieht. Und das meine ich auch so, denn wir reden hier über Anlagen, die 365 Tage 24 Stunden am Tag verfügbar sein sollen. Hier braucht man Lieferanten, die mit einer hohen Flexibilität genau diese genannten Punkte gewährleisten können

von Rainer Miserre, Sabine Kemper

Interview mit Michael Gutting
03.11.2024

49. Müllerei-Fachtagung in Volkach 2024

. Daraus resultieren letztendlich die Veranlagung im Gefahrtarif und damit der jeweilige Beitrag. Beitragsprämie von 500 Euro Gehrke betont das Das BGN-Prämienverfahren. Betriebe können für Maßnahmen, die über das rechtlich geforderte Maß hinausgehen, eine Prämie erhalten, sofern die Maßnahmen anhand einer Liste der BGN eingereicht werden. Die Prämie beläuft sich beim Erreichen der erforderlichen Punkte auf 25 € je Vollarbeiter und wurde für kleine Betriebe angehoben auf 500 €. Neben weiteren kurzen Informationen zum Beitragsausgleichsverfahren der BGN und dem neuen Web-Format der BGN-Zeitschrift Akzente wird besonders auf die mühlenspezifischen Seminare der BGN eingegangen, die inzwischen angeboten werden. Hier sind verschiedene Online- und Präsenzveranstaltungen verfügbar, die sich zumeist an kleine Betriebe richten. Auch für Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die Mühlen, Mischfutterbetriebe und Mälzereien betreuen, gibt es erstmalig im Jahr 2025 ein spezielles Seminar. Anschließend werden im Vortrag Schriften der BGN und der DGUV benannt, aber auch interessante staatliche Veröffentlichungen (Technische Regeln) werden kurz vorgestellt. Besonders die überarbeitete Arbeitssicherheitsinformation ASI 10.4 „„Arbeitsbedingungen in Mühlenbetrieben und Mischfutterbetrieben verbessern“ wird beschrieben. Diese kann kleinen Betrieben als Grundlage der Gefährdungsbeurteilung dienen. Alle Informationen gibt es auch unter: praevention@bgn.de

von Rainer Miserre, Sabine Kemper

49. Müllerei-Fachtagung in Volkach 2024