Grüninger Mühlen in Flums CH
Bild von: Grüninger Mühlen
Ohne Sensoren und Algorithmen läuft bei den Grüninger Mühlen kaum noch etwas. Zusammen mit Bühler führt die Geschäftsführung eine weitere Stufe hin zur smarten Mühle ein. Grund genug für die Teilnehmer der Studienreise, einen Stopp in Flums einzulegen. Christoph Grüninger, Vorsitzender der Geschäftsleitung, und sein Stellvertreter Philipp Marquart informierten über den aktuellen Stand der Automatisierung.
KI-Zusammenfassung
- Die Grüninger Mühlen in Flums vermahlen täglich bis zu 120 Tonnen Brotgetreide; digitale Rezepturen, Sensoren und automatisiertes Fertigprodukthandling sichern effiziente Abläufe und gleichbleibende Qualität.
- Mit Bühler-Systemen wie TVM, EMS und OEE werden Anlagenzustände, Energieverbrauch und Prozesse transparent überwacht; der Grinding Optimizer unterstützt bei der Einstellung der Mahlwalzen.
- Die Mühle läuft rund um die Uhr, davon 16 Stunden ohne Personal in der Anlage. Vollständig selbstoptimierende Systeme sind noch Zukunftsmusik; ein Prototyp nutzt bereits Wetterdaten zur vorausschauenden Steuerung der Getreidenetzung.
- Geschäftsleiter Philipp Marquart betont, dass Fachwissen und Verantwortung beim Menschen bleiben: Digitalisierung soll Müller unterstützen und nur dort eingesetzt werden, wo sie Prozess, Qualität und Betrieb verbessert.
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Die Studienreise des Bayerischen Müllerbundes machte am zweiten Tag in der Ostschweiz in Flums Station. Dort, zwischen Tal, Bahnlinie und Bergen, liegen die Grüninger Mühlen. Familie Grüninger verarbeitet in dritter Generation Brotgetreide, produziert Futtermittel und exportiert Spezialmehle. Die angereisten Müller stiegen auf dem Mühlenhof voller Neugier aus dem Reisebus. Für die meisten sind an diesem Standort weniger die Maschinen interessant als vielmehr die Frage, was die Automatisierung im Mühlenalltag leisten kann.
Zwei Getreidemühlen, eine Futtermühle und eine Sammelstelle mit rund 70 Mitarbeitern gehören zur Willi Grüninger AG. Die Kombination aus Brotmehlmühle und Futtermühle ist in dieser Form einzigartig in der Schweiz. Die Mühle Dorf bildet den Ursprung des Unternehmens und verarbeitet weiterhin pro Tag bis zu 50 t Getreide zu Mehl. Sie stellt vor allem Mehlmischungen und Spezialitäten mit Saaten her aber auch ein Teil des Roggen- und Dinkelmehls. In Flums befindet sich die moderne Weizenmühle, die 2010 in Betrieb ging und heute 120 t Brotgetreide pro Tag vermahlen kann. Sämtliche Rezepturen sind digital hinterlegt und werden je nach Kundenwunsch abgerufen. Sensoren und Überwachungselemente kontrollieren laufend die Produktbeschaffenheit, und der Prozess wird bei Schwankungen automatisch korrigiert. Auch das Fertigprodukthandling ist automatisiert. Säcke werden maschinell angehängt, gefüllt, zugenäht, etikettiert, palettiert und gewickelt. Die Teilnehmer der Studienreise werden in drei Gruppen durch die Mühle geführt und können entlang der gesamten Prozesskette…
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