Getreideabgang verwerten und CO2 sparen
Biomasse-Heizanlagen für kleinere Restmengen in Mühlen
Getreidestaubheizung der Farina Mühle in Graz
Bild von: Sabine Kemper
In Deutschland gibt es kaum Firmen, die geeignete Heizanlagen für Reststoffe aus Mühlenprozessen vertreiben. Mühle + Mischfutter sprach mit Philipp Schneider für welche Betriebsgrößen die deutsche Firma A.P. Bioenergietechnik GmbH Lösungen mit Ökotherm-Öfen anbietet.
KI-Zusammenfassung
- Die Ökotherm-Biomasseheizanlagen verwerten Getreidestaub und andere Mühlenreste, die sonst ungenutzt blieben oder entsorgt werden müssten; sie decken Leistungen von 50 bis 950 kW ab.
- Für eine 250-kW-Heizung werden laut Beispiel rund 120 Tonnen Reststoffe pro Jahr benötigt; bei 500 kW sind es etwa 230 bis 240 Tonnen.
- Die Anlagen sind in Deutschland grundsätzlich nach der 4. BImSchV genehmigungsfähig, doch die Verfahren können sich wegen geringer Behörden-Erfahrung verzögern.
- Investitionskosten hängen unter anderem von Anlage, Brennstoffzuführung, Filtertechnik und Installation ab; die Nutzung betrieblicher Reststoffe kann Kosten und CO₂-Fußabdruck senken.
- Wartung und Reinigung sind aufwendiger als bei Gas- oder Ölheizungen, lassen sich laut Anbieter aber meist in den Betriebsalltag integrieren.
Diese Zusammenfassung wurde von KI erstellt. Sie kann möglicherweise Fehler enthalten. Verlässliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel.
Andreas Seibl ist Produktionsleiter der Farina Mühle in Graz. Der begeisterte Müller ist innovativ, auch wenn es um die Energiegewinnung geht. Er hat deshalb schon früh eine Getreidestaubheizung der deutsche Firma A.P. Bioenergietechnik GmbH eingebaut.
„Wir sind als Hersteller der Ökotherm-Biomasse-Heizanlagen seit den 1980er-Jahren am Markt und vertreiben die Anlagen weltweit“, erklärt Philipp Schneider, technischer Projektleiter und verantwortlich für die Lösung der Farina Mühle. In Deutschland gibt es kaum Firmen, die geeignete Heizanlagen für Reststoffe aus Mühlenprozessen vertreiben. Mühle + Mischfutter sprach mit Philipp Schneider für welche Betriebsgrößen er Lösungen anbietet.
M+M: Brauchen Mühlenbetriebe eine bestimmte Größe und wieviel Reststoffe benötigt der Betrieb für den sinnvollen Einsatz?
Philipp Schneider: Grundsätzlich sind unsere Heizanlagen für alle Betriebe geeignet, in denen nach der Produktion Biomasse übrigbleibt, die keiner weiteren Verwendung zugeführt wird oder die evtl. sogar entsorgt werden müsste. Unsere Ökotherm-Heizanlagen umfassen ein Leistungs-Spektrum von 50 bis 950 kW Leistung, es muss jeweils individuell geprüft werden, welche Heizleistung für den Betrieb passend ist. Soll beispielsweise eine bestehende Heizung ersetzt werden oder wird zusätzliche Leistung benötigt?
Hier ein Rechenbeispiel zu den Mengen, am Beispiel einer 250-kW-Heizung, um es etwas anschaulicher zu machen:
Bei normalem Heizbetrieb gehen wir von ca. 1800 Volllast-Betriebsstunden der Heizung pro Jahr aus. Für 1 kg Biomasse aus Mühlenreststoffen nehme ich einen…
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