Aus den Lupinensamen wird das Mehl gewonnen.
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Die Nachfrage nach heimischen Eiweißträgern steigt sowohl im Futtermittel- als auch im Lebensmittelbereich. Was genau steckt hinter dem proteinreichen Mehl aus der Süßlupine? Ein Blick auf die regionale Soja-Alternative, ihre Nährstoffe und ihr Potenzial.
KI-Zusammenfassung
- Lupinenmehl aus Süßlupinen ist eine regionale, proteinreiche Alternative zu importiertem Soja und passt zu Bio-, veganen, glutenfreien und kohlenhydratarmen Ernährungstrends.
- Der Süßlupinenanbau in Deutschland wächst: 2024 wurden rund 26.000 Hektar bewirtschaftet und 57.200 Tonnen geerntet; gut 43 Prozent der Lupinenfläche werden ökologisch genutzt.
- Lupinenmehl enthält etwa 30 bis 40 Prozent Eiweiß, Ballaststoffe und Mineralstoffe. Für Lebensmittel dürfen nur Sorten mit weniger als 0,02 Prozent Alkaloiden verwendet werden.
- Beim Backen bindet Lupinenmehl viel Wasser, verbessert Textur und Haltbarkeit und kann Eier ersetzen. Es lässt sich in Brot und Feingebäck einsetzen, sollte wegen seines nussigen Geschmacks aber sparsam dosiert werden.
- Für Bio-Bäckereien bietet Lupinenmehl Chancen durch regionale Wertschöpfung und transparente Lieferketten; zugleich braucht es geeignete Mahltechnik und mehr Rezeptideen für Verbraucher.
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In der Bio-Backwarenherstellung gewinnt Lupinenmehl zunehmend an Bedeutung – als regionales, proteinreiches Spezialmehl, das Ernährungstrends wie Low Carb, Vegan und Bio bedient. Vor allem im Hinblick auf Regionalität eröffnet es neue Chancen. Schließlich kann die Lupine eine heimische Alternative zu Soja-Importen sein. Doch was genau ist Lupinenmehl und wie lässt es sich einsetzen?
Herkunft und Gewinnung
Lupinenmehl wird aus den Samen der Süßlupine gewonnen. Diese werden gereinigt, geschält und entbittert, um für Lebensmittel geeignet zu sein. Auch aus dem entölten Lupinenpresskuchen, einem Nebenprodukt der Ölgewinnung, lässt sich Mehl herstellen.
Von der heimischen Kulturleguminose werden blaue, weiße und gelbe Sorten angebaut. Allerdings wird in Deutschland überwiegend die blaue Lupine kultiviert. Doch auch die weiße Lupine nimmt wieder an Fahrt auf, nachdem ihr Anbau Mitte der 1990er-Jahre fast ganz zum Erliegen kam. Grund dafür war ihre Anfälligkeit gegenüber Anthraknose, einer Pilzkrankheit. Inzwischen gibt es anthraknosetoleranten Sorten, die den Anbau wieder möglich machen.
Von Natur aus weisen Lupinensamen einen hohen Alkaloidgehalt auf. Da Alkaloide toxisch sind, werden für die Herstellung von Lupinenmehl, ‑grieß, ‑schrot und ‑kleie nur Sorten aus Züchtungen mit niedrigen Alkaloid-Gehalten verwendet. Für den menschlichen Verzehr dürfen nur Lupinensorten mit einem Alkaloid-Gehalt von unter 0,02 % verwendet werden.
Deutschland ist eines der wichtigsten Anbauländer in der EU. Weltweit führt Australien beim Anbau der Süßlupine, aber auch innerhalb Europas wächst die…
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