Mühle + Mischfutter

Interview mit Liam Cassidy zur Zukunft mit selbstoptimierenden Mühlen

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Interview mit Liam Cassidy zur Zukunft mit selbstoptimierenden Mühlen

Liam Cassidy bei seinem Vortrag vor Müllern aus aller Welt auf der IAOM 2025 in Oklahoma City.

Bild von: Sabine Kemper

Der Mühlensektor steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Was einst wie Science-Fiction klang, wird in immer mehr Mühlen zur technischen Realität: vorausschauende Wartung, Echtzeitdatenanalyse und sich selbst anpassende Prozesse mit KI. Doch was bedeutet das für Mühlenbetriebe in Mitteleuropa?


KI-Zusammenfassung
  • KI-gestützte Sensoranalyse kann Abweichungen früh erkennen, Ausbeute und Anlagenverfügbarkeit verbessern sowie Verluste und ungeplante Stillstände reduzieren.
  • Besonders großes Potenzial sieht Cassidy in vorausschauender Instandhaltung und dynamischer Produktionsplanung; auch Energieeffizienz und Produktqualität können profitieren.
  • Voraussetzung für den KI-Einsatz sind verlässliche, strukturierte Betriebsdaten aus Systemen wie SPS, Sensorik und SCADA. Mühlen behalten die Kontrolle über Daten, Modelltraining und Automatisierungsgrad.
  • Ein niedrigschwelliger Einstieg sind Sprachmodelle für E-Mails, Transportplanung oder das Durchsuchen von Betriebsdokumenten. Cassidy empfiehlt, klein mit einem konkreten Problem zu starten und den Nutzen messbar zu machen.
  • Die Vision der „Cognitive Mill“ verbindet laufende KI-Überwachung, betriebliches Wissen und automatisierte Optimierung mit menschlicher Steuerung; Pilotprojekte können laut Cassidy bereits mit weniger als 25.000 bis 30.000 Euro beginnen.

Diese Zusammenfassung wurde von KI erstellt. Sie kann möglicherweise Fehler enthalten. Verlässliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel.

Mühle + Mischfutter hat mit Liam Cassidy gesprochen – einem erfahrenen Automatisierungsexperten, der unter anderem für die Bühler Group tätig war und heute bei Knobelsdorff in den USA für Innovationen verantwortlich ist. Bekannt für seine praxisnahen Erklärungen und seine Fähigkeit, Theorie und Anwendung zu verbinden, vermittelt Cassidy einen klaren, nüchternen Blick darauf, wo KI heute bereits echten Mehrwert liefert – und wo Mühlen jetzt einsteigen können, auch ohne große Investitionen. Im Gespräch teilt er praxisnahe Einblicke und erklärt, warum KI nicht dazu da ist, Müller zu ersetzen, sondern um mit ihnen gemeinsam zu arbeiten.

M+M: Können Sie konkrete Praxisbeispiele nennen, in denen Mühlen durch den Einsatz von Sensorik und KI-gestützter Auswertung ihre Ausbeute messbar steigern konnten?

Liam Cassidy: Ja – und die Ergebnisse sind eindeutig. In Getreidemühlen konnten wir reale Effizienzgewinne erzielen, indem wir Sensorik mit KI-gestützter Analyse kombiniert haben. Ein Beispiel: Die KI-basierte Überwachung von Ausbeute und Anlagenverfügbarkeit hilft dabei, feine Abweichungen in den Einstellungen oder in der Anlagenleistung frühzeitig zu erkennen – etwa bei verschlissenen Walzen oder verstopften Sieben – bevor es zu spürbaren Verlusten kommt. Indem Sensordaten in ein lernendes Modell eingespeist werden, werden Trends erkennbar, die dem Menschen entgehen würden. Auf diese Weise kann über längere Zeiträume ein optimales Effizienzniveau gehalten werden.

Es handelt sich um kleine Anpassungen, die zu erheblichen kumulativen Verbesserungen führen – und dafür ist keine…

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