V.l.n.r.: Herbert Pertl, Andreas Müller (beide Bühler Braunschweig), Matthias Karrenbauer (Roland Mills United) und Folker Trostdorf (Produktionsleiter Roland Mills Ost) vor der modernisierten Roggenmühle
Bild von: M+M (alle Fotos)
Automatisierung, Sensorik und digitale Systeme verändern die Arbeit in der Mühle. Sie unterstützen den Müller, ersetzen können Sie seine Erfahrung, sein Prozessverständnis und sein Gespür für Getreide, Vermahlung und Mehlqualität nicht. Die Roggenmühle von Roland Mills Ost am Standort Bad Langensalza produziert unterschiedliche Produkte und verlangt komplexe Umstellungen. Mit Bühler wurde die Anlage modernisiert.
KI-Zusammenfassung
- Die Roggenmühle in Bad Langensalza wurde umfassend modernisiert, um Leistung, Energieeffizienz und reproduzierbare Produktwechsel zu verbessern.
- Sechs neue Walzenstühle, zusätzliche Siebkapazität und optimierte Pneumatik wurden in die bestehende Anlage integriert.
- Eine neue SPS-Steuerung und Mercury MES automatisieren Rezeptwechsel, Mahlspalte, Klappenstellungen und Produktwege.
- Sensoren und Bühler Insights überwachen Temperatur und Vibration; digitale Werkzeuge unterstützen Prozessanalyse und Rückverfolgbarkeit.
- Die Anlage erreicht rund 100 Tonnen Vermahlungsleistung pro Tag; laut internen Angaben stieg die Leistung um etwa 25 Prozent.
Diese Zusammenfassung wurde von KI erstellt. Sie kann möglicherweise Fehler enthalten. Verlässliche Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel.
Die Anfahrt zur Roland Mills Ost führt durch Bad Langensalza, vorbei an restaurierten Stadthäusern und einem gepflegten Kurpark, der dem Ort seine ruhige, fast vornehme Seite gibt. Kurz vor dem Mühlengebäude stockt der Verkehr. Eine Baustelle versperrt die direkte Zufahrt. Wir tasten uns um das weitläufige Industriegelände herum, vorbei an alten Gewerbebauten und Hinterhöfen. Dann öffnet sich der Blick auf den großen Mühlenhof. Das Gelände wirkt geordnet und betriebsam. Auf der Waage rollen die Lkw im Takt des Tagesgeschäfts. Hier steht nichts still. Vor dem modernen Bürogebäude am Ende des Mühlenhofes erwarten uns Matthias Karrenbauer, der bei Roland Mills United die Produktionsstandorte und das Qualitätswesen verantwortet, Produktionsleiter Folker Trostdorf sowie Herbert Pertl und Andreas Müller von Bühler Braunschweig.
Der Besuch führt uns mitten hinein in eine Mühle, in der rund um die Uhr Ware angenommen, vermahlen, verladen und kontrolliert wird. Die Gespräche beginnen nicht mit großen Begriffen wie Digitalisierung oder Smart Mill. Es geht erstmal um Mahlspaltverstellung, Reproduzierbarkeit und um die Frage, wie eine Roggenmühle im laufenden Betrieb so modernisiert werden kann, dass sie danach stabiler und einfacher zu führen ist. Die Walzenstühle der Roggenmühle am Standort Bad Langensalza stammten aus dem Jahr 1995 und erfüllten ihre Aufgaben, erzählt uns Produktionsleiter Folker Trostdorf, doch sie ließen sich nicht mehr stabil und reproduzierbar einstellen. Da neben klassischen Roggentypenmehlen auch Roggenschrote, Vollkornmehle sowie dunkle Weizenmehltypen und…
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