Stefan Schmitz ist Cheftechnologe bei Swisca
Bild von: Swisca
Der Plansichter SIFTO sorgt seit seiner Vorstellung im Jahr 2024 für Diskussionen. Das innovative Konzept mit Edelstahl-Sieben, modularer Bauweise, mehreren Antrieben und dem Verzicht auf Dichtungen teilte die Müller weltweit in Befürworter und Kritiker. Inzwischen laufen erste Anlagen in der Praxis. Zeit für ein Zwischenfazit.
KI-Zusammenfassung
- Der SIFTO verzichtet auf klassische Gewebesiebe und Dichtmaterialien; seine Edelstahlrahmen schließen über präzise gefertigte Metallkonturen dicht ab.
- In der Einführungsphase wurden Fertigungstoleranzen verbessert und das Antriebsgehäuse angepasst, um Undichtigkeiten und erhöhte Temperaturen zu beheben.
- Die geätzten Edelstahlsiebe erzielen laut Swisca eine hohe Trennleistung; bei sehr feinen Sieben wird die Auslegung und Herstellung weiter optimiert.
- Die installierten Anlagen benötigen weiterhin Siebreiniger. Swisca entwickelt einen speziell auf die Siebe abgestimmten Reiniger.
- Schneller Siebwechsel, weniger Produktanhaftungen und flexible Bauformen sollen Wartung, Hygiene und Platznutzung verbessern; die Edelstahl-Siebe zeigen bislang kaum Verschleiß.
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Seit rund zwei Jahren läuft der Plansichter in mehreren Mühlen im Test und in ersten installierten Anlagen. Die Grundidee ist bekannt: Der Sichter verzichtet auf klassische Gewebesiebe, Klebstoffe und Dichtmaterialien und nutzt stattdessen Dünnblech-Siebe aus Edelstahl, modulare Siebstapel und ein eigenes Antriebskonzept. Nach der Entwicklungs- und Erprobungsphase liegen nun erste Erfahrungen aus dem Betrieb vor. Mühle + Mischfutter sprach mit Stefan Schmitz, Cheftechnologe bei Swisca über die Ergebnisse im laufenden Betrieb, Modifizierungen und den Stand der Markteinführung.
M+M: Der SIFTO hat in der Branche viel Aufmerksamkeit bekommen. Skeptiker hinterfragen das neue Siebmaterial und den Verzicht auf klassische Dichtungen. Hat sich das neue Konzept aus Ihrer Sicht bewährt?
Stefan Schmitz: Absolut. Wir sind diesen Weg damals in der Entwicklung bewusst gegangen. Alle produktberührenden Teile bestehen aus rostfreien Materialien. Das gilt für die Siebrahmen und für die Siebe selbst. Wir wollten auf Dichtmaterialien wie Filz oder Gummi ganz verzichten, weil solche Einbauten zusätzliche Fremdkörper im Sichter darstellen. Diese Materialien werden geklebt, geklemmt oder eingedichtet. Bei jedem Öffnen des Sichters kann sich eine Klebestelle lösen, ein Filz oder die Dichtung aus Gummi kann beschädigt werden und sitzt nicht mehr exakt an seiner ursprünglichen Stelle. Dann dichtet er nicht nur schlecht ab, sondern im ungünstigen Fall kann sogar Material in das Produkt gelangen. Was eigentlich Sicherheit bringen soll, wird dann zum Risiko.
M+M: Andere Hersteller verweisen darauf, dass…
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