16.06.2026+Austrian World Summit 2026. Grabher wies im Gespräch mit Mühle + Mischfutter sämtliche Vorwürfe zurück und betonte, dass es in keinem der Fälle zu einer strafrechtlichen Verurteilung gekommen sei. Auf diese Berichte angesprochen, verwies er im Gespräch mit der Redaktion auf eine Überprüfung im Rahmen einer früheren Kooperation mit dem FC Schalke 04. Die Berichte seien nicht zutreffend gewesen und entsprechend klargestellt worden. Ob SUN AG mit seinem CEO Grabher die gesteckten Ziele bis 2030 erreicht, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen verweist darauf, dass es eine der zentralen Herausforderungen der globalen Lebensmittelproduktion sei, eine wachsende Weltbevölkerung auf schwindenden Ackerflächen vollwertig zu ernähren. Der Austrian World Summit 2026 sollte zeigen, dass diese Frage auf der politischer Ebene in Österreich angekommen ist.von Zino Miserre
06.04.2026Milling Forum Europe startet im September 2026 in Brüssel.millingforum.eu bereit. Die Standanmeldung läuft über info@agf-detmold.de. Bis zum 30. April 2026 gibt es einen Frühbuchertarif. Der Raum im Silo Brüssel für die Aussteller ist in der Veranstaltung integriert mit kurzen Wegen und Raum für Begegnungen (Foto: Silo Brüssel). Der Ausstellungssaal Meudon läd mit seinen hohen Decken, klaren Linien und seinem industriellen Charme zu Kreativität und Austausch ein (Foto: Silo Brüssel).
04.03.2026+Jan Cordesmeyer zu EU-Berichtspflichten und Lieferketten. Diese Informationen dienen den Entscheidungsträgern und helfen dabei, nachhaltige und vernünftige Entscheidungen zu treffen. Jedes Mitgliedsunternehmen kann praktisch dazu beitragen, weil von uns der Realitätscheck geliefert werden muss. Praktisch beitragen können wir vor allem durch: konkrete Fallbeispiele (z. B. eine Linie, ein Standort, eine Umrüstung), harte Zahlen (CAPEX, OPEX, Stillstandszeiten, Platzbedarf), Machbarkeitsnachweise (was technisch geht und was nicht) sowie Vorher-/Nachher-Vergleiche statt abstrakter Einschätzungen. Saubere Datensätze aus realen Betrieben sind oft hilfreicher als allgemeine Stellungnahmen. Beispiele, wo genau diese Mitarbeit den Ausschlag gab: ATEX- und Staubregelungen in Getreide- und Futtermittelanlagen. Hier haben konkrete Zahlen aus der Praxis dazu geführt, dass auf EU-Ebene Bestandsanlagen klarer von Neubauten abgegrenzt und Übergangsfristen verlängert wurden, stattpauschale Anforderungen einzuführen. Bei Nachhaltigkeits- und Reportingpflichten konnten Fallstudien belegen, dass bestimmte Datenerhebungen entlang der Lieferkette technisch nicht verfügbar oder wirtschaftlich unverhältnismäßig sind. Diese Nachweise flossen in die Argumentation für vereinfachte Anforderungen und spätere Anwendungstermine für kleinere Betriebe ein. Kurz gesagt: Verbände brauchen keine Meinungen, sondern überprüfbare Betriebsdaten.
02.11.202550. Müllerei-Fachtagung des Bayerischen Müllerbundes. Die Firma Rückert ist stolz, Teil der Geschichte zu sein. Nach einem Rückblick mit den Highlights des Mühlenbaus der vergangenen Jahre zeigte er das Leistungsspektrum seines Unternehmens auf. Ersatzteile, Gebrauchtmaschinen, Maschinenrevisionen oder die Sonderanfertigung von Maschinenteilen gehören dazu und natürlich auch komplette Umbauten. Christian und Christine Rückert, Elke König, Reinhard Rückert und Tina Noller von der Firma Rückert (Foto: Patrick Buhl). Peter Mayer von Premium Magnets stellte Magnettechnik für den Einsatz in Mühlenbetrieben vor. Magnetseparatoren, die an verschiedenen kritischen Kontrollpunkten (HACCP-Punkte) installiert werden, erhöhen Produktsicherheit und Prozessoptimierung durch Fremdkörperkontrolle - Hier lesen Sie die Zusammenfassung seines Volkacher Vortrages . Franz Schmid, Kastenmüller GmbH, zeigte die Einflussfaktoren auf die mechanische Stärkebeschädigung durch Walzenstühle in der Weizenvermahlung (M+M, Ausgaben 15-16/2025, S. 20 ff.). Hintergrund für diese Projektarbeit mit dem Abschlusssemester der Deutschen Müllerschule in Braunschweig war, dass sich die Kundenwünsche an die Mühlen zunehmend von Standardmehlen hin zu spezialisierten Mehlen mit eigenen Spezifikationen verschieben. Die Bühler Group war am Stand vertreten durch (v.l.n.r.): Andreas Müller, Randy Urban, Adrian Hilpertshauser, Valerie Brunner, Stefan Jennermann und Sven Sawada (Foto: Patrick Buhl)von Rainer Miserre
10.06.2025+Klimabilanzen und CO₂e-Transparenz für Getreideverarbeiter. Und Umweltwirkungen abschätzen, wie den Ausstoß von Treibhausgasen (CO₂, CH₄, N₂O) – gemäß GHG Protocol und IPCC-Richtlinien, den Wasser-Fußabdruck und eine Biodiversitätsbewertung. Das Tool nutzt betriebsindividuelle Eingabedaten wie Erträge, Düngermengen, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutzmittel, Energieverbrauch und Kraftstoff. Daraus werden die Emissionen einzelner Produktionsschritte oder ganzer Ernteprodukte berechnet – in CO₂-Äquivalenten pro Hektar oder Tonne Produkt. Vorteile: • Kostenfrei online nutzbar (nach Registrierung) • Basierend auf wissenschaftlich anerkannten Emissionsfaktoren • Unterstützt auch Scope-3-Erhebungen für Lieferketten • Erleichtert erste Schritte zur unternehmensbezogenen Klimabilanzierung Nachteile: • Keine vollständige Lebenszyklusanalyse (LCA) • Nicht ISO-zertifiziert – daher nur bedingt für offizielle Nachhaltigkeitsberichte einsetzbar • Nicht alle Verarbeitungsschritte (z. B. Vermahlung) sind detailliert abbildbar (cool-farm)von Sabine Kemper
12.03.2025Hohe Zölle auf Futterzusatzstoff Lysin aus China. Nach einer intensiven Prüfung und Anhörung der Wirtschaft hat die EU-Kommission mit Wirkung zum 15.01.2025 vorläufige Zölle festgelegt, die bis zu 84,8 Prozent betragen. DVT und DRV lehnen Dumpingpraktiken, die gegen den Grundsatz des fairen Handels und gleicher Wettbewerbsbedingungen verstoßen, ab. Die Argumente der Futtermittelwirtschaft wurden im Laufe des Verfahrens eingebracht. Lysin ist eine essenzielle Aminosäure, die einen unverzichtbaren Beitrag für die nachhaltige Fütterung landwirtschaftlicher Nutztiere leistet. Nur durch die Ergänzung von Lysin und anderen Aminosäuren in den Futterrationen ist die heute übliche, dem tatsächlichen Bedarf der Tiere angepasste, nährstoffreduzierte Fütterung überhaupt möglich. Lysin und seine Vorprodukte kommen überwiegend aus China und nur zu einem geringen Anteil aus der Produktion eines Unternehmens in Frankreich.
04.02.2025Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz als Risiko. Deutschland importierte in 2023 rund 1,2 Mio. t Ölkuchen, was in der deutschen Futtermittelbilanz je nach Datengrundlage einen Anteil von 0,8% (BML, University of Oxford) bis zu 5% ( DVT ) ausmacht). Warum prangert die DUH trotzdem deutsche Futtermittelhersteller an? Die Fehler und Ungenauigkeiten der Soy-Story nähren einen Verdacht. Ist sie möglicherweise eine Auftragsarbeit? Weder im Jahresbericht noch im Lobbyregister macht die DUH alle Großspender transparent. Weder im Jahresberich t der DUH noch im Lobbyregister des Deutschen Bundestages finden sich (außer der Postcode Lotterie) die Namen der Großspender der DUH. Wir fragen die DUH nach ihren Großspender in den Jahren 2023 und 2024, erhalten die Namen aber nicht. (Siehe die Anfragen und Antworten der DUH hier ) Aufpasser und Kläger Die Sorgfaltspflichten des LkSG gelten primär für den eigenen Geschäftsbetrieb und die unmittelbaren Vertragspartner. Nach § 9 Abs. 3 LkSG müssen Vertragspartner nur ad hoc einbezogen werden, wenn es tatsächliche Anhaltspunkte gibt, dass ein mittelbarer Lieferant gegen eine Verpflichtung verstößt (substantiierte Kenntnis)von Sabine Kemper
03.02.2025+Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz - Ursprung und Umsetzung. Journalisten stellen sogar die These auf, der Handel gehöre nicht zur Lieferkette. Das Standardwerk der Betriebswirtschaftslehre sagt hierzu: „In leistungsorientierten Gesellschaften ist der Handel wichtiger Teil der Wertschöpfungsketten. Die Funktionen des Handels innerhalb von Lieferketten sind: Mengenüberbrückung, Raumüberbrückung, Zeitüberbrückung.” Dem ist nichts hinzuzufügen. Fazit für Unternehmen Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz ist zwar einfach zu lesen, bietet aber viel Potenzial für juristische Auslegungen im Zusammenspiel mit anderen Gesetzen. Eine pragmatische Auslegung des Gesetzes ohne semantische Finesse hingegen erlaubt eine schlanke Implementierung des geforderten Risikomanagements und die Durchführung der zentralen Risikoanalysen. Oft beworbene Vereinfachungen zum Zuliefer-Risiko beinhalten teilweise ein Folgerisiko, das aber ohne wesentlichen Zusatzaufwand beseitigt werden kann. Weiterführende Informationen Andreas Müller, Behr’s Verlag, Food & Recht Praxis, Ausgaben 01/2024, S.2 und 03/2023, S.12. Andreas Müller, Matthias Wiemers: Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, Transparenz in der Lieferkette: Das Gesetz und seine korrekte Umsetzung in der Lebensmittelbranche. – Behr’s Verlag, ISBN 978-3-95468-937-8 Katrin Eckhoff, Andreas Müller: Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und seine Umsetzung, Der Leitfaden für betroffene Unternehmen und deren Zulieferer zur schlanken und rechtssicheren Implementierung. – Behr’s Verlag, ISBN 978-3-95468-958-3von Dr.-Ing. Andreas Müller (Dipl.-Phys.)
02.02.2025Die M+M Korrespondenz mit der Deutschen Umwelthilfe im Wortlaut. 25-30). Ein ähnliches Bild zeichnen die detaillierten Informationen der Handelsdatenbank Panjiva. In der Datenbank werden einzelne Lieferungen mit den Informationen u.a. zu den Auftraggebern, der Ware, den Start- und Zielorten sowie der Menge gemeldet. Auszüge aus der Datenbank von 2019 bis in den Untersuchungszeitraum 2023 zeigen, dass Bunge eine Historie von mehreren 100.000 t Sojalieferungen pro Jahr von Häfen des Cerrados bzw. mit Sojalieferungen aus dem Cerrado nach Amsterdam hat, die bis in die jüngste Gegenwart reicht. So lieferte Bunge im Mai 2023 55.000 t Sojabohnen nach Amsterdam. Die Daten weisen also auf beständige Lieferbeziehungen in die Niederlande hin, die ein wichtiger Umschlagsort für Soja mit Zielort Deutschland sind Mit freundlichen Grüßen Peer Cyriacksvon Sabine Kemper
11.11.2024Frankreich darf Fleisch-Begriffe für veggi & vegane Alternativen nicht verbieten. Was unter „weitgehender sensorischer Ähnlichkeit“ zu verstehen ist, das geben die Leitsätze auch mit an die Hand: Dies meint, dass eine nahezu umfassende (sensorische) Ähnlichkeit bestehen muss. Die Praxis wird zeigen, inwieweit die neuen Leitsätze dem EuGH-Urteil gerecht werden, an dem sie sich messen lassen müssen. Maßstab wird die Frage sein: Sind entsprechende Alternativprodukte tatsächlich „Imitate“ in Geschmack, Aussehen, Textur und Mundgefühl? Nach den Leitsätzen gilt: Soweit kein „echtes“ Imitat eines Steaks vorliegt, dürfte dieses auch nicht als solches bezeichnet werden. Im Einzelfall könnte also eine Irreführung vorliegen. Dann erachtet auch der EuGH eine Untersagung der Verwendung der Begriffe mit Fleischbezug für gerechtfertigt.von Bärbel Ines Hintermeier
30.05.2024Friedrich Merz besucht Magdeburger Mühlenwerke der Gebr. Engelke. Rudolf Sagberger und Dr. Josef Rampl (Bayerischer Müllerbund), Rainer Miserre (Mühle +Mischfutter), Christof Engelke (geschäftsführender Gesellschafter Gebr. Engelke), Friedrich Merz (CDU-Vorsitzender), Thomas Brumme (Geschäftsführer Magdeburger Mühlenwerke), Tino Sorge (MdB) und Sven Schulze (Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalt) bereiteten sich auf die Mühlenbesichtigung vor.von Rainer Miserre, Sabine Kemper
29.01.2024Über 200 Unternehmen fordern Wahlfreiheit bei Gentechnik. Andreas Wenning von der Minderleinsmühle betont: „Wir sehen aktuell viele Initiativen, welche den ganz wesentlichen Beitrag der Bio-Landwirtschaft zur Ernährungssicherheit und zur Bewältigung der Klimakrise in ihren Grundfesten zu erschüttern versuchen. Es muss weiterhin eine Wahlfreiheit für Verbraucher geben. Dazu wurde die Gentechnik-Kennzeichnung geschaffen. Darauf muss auch in Zukunft Verlass sein.“ Wolfgang Ahammer von VFI Oils for Life ergänzt: „Für uns als Hersteller, die sich für Lebensmittel ,Ohne Gentechnik‘ und Bio-Lebensmittel engagieren, ist es wichtig, dass dieser Status durch eine konturierte Zulassungspraxis und durch Einhaltung wichtiger marktwirtschaftlicher Prinzipien wie Transparenz auf jeder Verwendungsstufe, Beweislast des Anwendenden und Produkthaftung gesichert wird.“von Sönke Guttenberg
28.11.2023Besucherrekord bei Müllerei-Fachtagung in Volkach 2023.“ Anke Dege, Getreidemühle Erich Sack. Aus dem Erzgebirge angereist Dr. Thomas Rolle. Er bekam letztes Jahr für seine Innovationskraft die Sächsische Verfassungsmedaille. „Herzlichen Glückwunsch dem Bayerischen Müllerbund zu der gelungenen, tollen Tagung sage ich als Vorstand des Mitteldeutschen Müllerbundes. Für die vielen Informationen, Eindrücke und Anregungen aus den Vorträgen und für die guten Gespräche untereinander danke ich gerne persönlich. Es war eine gute Zeit hier an der Mainschleife. Bis zur nächsten Tagung in Volkach wünsche ich Glück zu.“ Dr. Thomas Rolle, Geschäftsführer C.F. Rolle GmbH Mühle. von Sabine Kemper