Mühle + Mischfutter

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04.11.2025

KI Werkzeug oder Wunderwaffe

. Andere entwickeln wir gemeinsam mit dem Kunden. Und wenn es funktioniert, können wir daraus neue Standardlösungen machen. M+M: Wird bald eine KI den Müller durch Reparaturen führen, sobald sämtliche Bedienungsanleitungen in die Systeme eingespeist sind? Und kann dank der Sprachkommunikation der Bediener bei einer Störung einfach die KI über eine App fragen, wie er vorgehen soll - ein Szenario, das den klassischen Kundensupport überflüssig machen könnte. Vidor Kapy: Das war einer unserer ersten Anwendungsfälle. Wir wollten das Wissen aus unseren Bühler-Handbüchern so in ein KI-System einbinden, dass es nicht ins öffentliche Internet gelangt. Technisch nutzen wir dafür ein sogenanntes RAG-Modell. Damit können wir große Sprachmodelle wie ChatGPT einsetzen und gleichzeitig ausschließlich unsere eigenen Daten einspielen. So lassen sich Fragen in natürlicher Sprache stellen, die mit präzisen und referenzierten Antworten aus unseren Handbüchern beantwortet werden. Natürlich bleibt wichtig, dass der Mensch die Ergebnisse kritisch prüft. KI kann noch immer Fehler machen oder Inhalte halluzinieren. Doch unsere Erfahrungen zeigen: Die Antworten sind in der Regel sehr zuverlässig und erleichtern die Arbeit spürbar. Wir nutzen diese Anwendung im Moment noch für unsere internen Servicetechniker und Monteure. Und wollen es weiter testen, bis wir es dann rausgeben. Bruno Bedin: Wartung ist tatsächlich ein guter Einstieg

von Sabine Kemper

KI Werkzeug oder Wunderwaffe
09.07.2025

Interview mit Liam Cassidy zur Zukunft mit selbstoptimierenden Mühlen

. Die Resultate sind: Weniger Stillstand, höhere Effizienz, bessere Qualität – und ein Team, das auf Wissen statt Alarmen basiert. M+M: Mit welchen Investitionen muss ein Mühlenbetrieb rechnen, um erste Schritte in Richtung KI-gestützter Prozessoptimierung zu gehen? Liam Cassidy: Ich würde die Frage nicht in Euro beantworten – sondern sagen: Bauen Sie Ihr eigenes ROI-Modell. Starten Sie mit einem klar definierten Problem – z. B. häufige Stillstände, ungenaue LKW-Planung oder unvorhergesehene Wartungsarbeiten. Dann: • Fangen Sie klein an. Ein Pilotprojekt mit unter 25.000 bis 30.000 Euro kann bereits einen echten Mehrwert liefern. • Lösen Sie ein reales Problem – z. B. durch schnellere Reaktionszeiten oder frühzeitige Fehlererkennung. • Messen Sie den Effekt – ob durch Zeiteinsparung, gesteigerte Ausbeute oder erhöhten Durchsatz. • Quantifizieren Sie den Gewinn – oft stellt sich der ROI schon nach wenigen Wochen oder Monaten ein. Wenn der Nutzen sichtbar wird (und das wird er), verlagert sich die Diskussion von „Wie viel kostet das?“ zu „Wie schnell können wir skalieren?“ Wir haben erlebt, dass Kunden mit einem gezielten Anwendungsfall gestartet sind, beispielsweise mit der vorausschauenden Wartung oder der Logistik. War das erfolgreich, haben sie die Anwendung rasch auf ihre anderen Standorte übertragen. So wird KI vom Pilotprojekt zum strategischen Vorteil. Lesen Sie hier den Report zur KI in Mühlen und dem Vortrag von Liam Cassidy auf der IAOM 2025 in Oklahoma City.

von Sabine Kemper

Interview mit Liam Cassidy zur Zukunft mit selbstoptimierenden Mühlen
01.02.2023

Cyberangriffe: So können sich Unternehmen schützen

. Kein Wunder, dass individuell auf Unternehmen zugeschnittene Sicherheitskonzepte und Dienstleistungen wie die Nutzung des Security Operations Center von Scaltel derzeit boomen. „Wir haben so viele Anfragen wie nie zuvor – und das aus allen Branchen“, sagt Thomas Gnadl. Im Falle des Falles reagieren die Experten aus dem SOC sofort. Über ein vorab mit den Kunden definiertes Notfall-Management starten die entsprechenden Abläufe, wobei die IT-Security-Experten Hand in Hand mit der IT-Abteilung des Kunden zusammenarbeiten. „Im Ernstfall kommt es darauf an, rational die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dieses in der Praxis erprobte Vorgehen ist für den Erfolg der Abwehrmaßnahmen sehr wichtig“, so Gnadl. Ein Tipp im Verdachtsfall Sollte im Unternehmen der Verdacht eines Cyberangriffs vorliegen, sollten die betroffenen Computer oder Server laut Thomas Gnadl sofort vom Netzwerkgetrennt werden, entweder durch Ziehen des LAN-Kabels und/oder die Deaktivierung der Netzwerkkarte und der WLAN-Verbindung. Die Computer und Server sollten allerdings nicht komplett runtergefahren werden. „So können unsere Security-Analysten anhand von temporären Speicherdaten den Ursprung und den Hergang des Angriffs besser rekonstruieren. Erst, wenn sich die Isolierung aus dem Netzwerk nicht zeitnah bewerkstelligen lässt, ist das Herunterfahren der betroffenen Endsysteme die nächstbeste Lösung“, erklärt Thomas Gnadl. ‍

von Ingo Jensen

Cyberangriffe: So können sich Unternehmen schützen