vor 2 MonatenKlimaweizen mit Rekordprotein aus der Wüste. Ein höherer Proteinwert ist nicht automatisch die Antwort auf trockenere und wärmere Vegetationsperioden. Sharjah hat innerhalb weniger Jahre eine großflächige Weizenproduktion aufgebaut, ein Versuchssystem eingerichtet, ein eigenes Biotechnologielabor geschaffen und eine umfangreiche Sammlung von Weizenlinien in die Züchtungsarbeit aufgenommen. Es liefert erstmals größere Datensätze darüber, wie verschiedene Genotypen unter den speziellen Bedingungen der Golfregion reagieren. Ob aus all dem tatsächlich eine neue Sorte hervorgeht, werden die kommenden Jahre zeigen. Interessant wäre die Sorte für europäische Züchter allemal. Bis dahin ist Mleiha ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie weit sich die Grenzen des Weizenanbaus mit gezielter Züchtung, Wasserführung und Pflanzenbautechnik verschieben lassen. Kreisrunde Weizenfelder in der Wüste von Sharjah, im Hintergrund die Berge. ©Ektifa Wassermanagement der VAE Die VAE haben kaum natürliche Süßwasserressourcen und deckt mit der Meerwasserentsalzung seine Trink- und Brauchwasserversorgung. Knapp die Hälfte des Wasserbedarfs stammt aus 70 größeren Entsalzungsanlagen. Traditionell dominieren noch thermische Verfahren mit hohem Energiebedarf. Zunehmend setzen die Emirate jedoch auf Meerwasserentsalzung mittels Umkehrosmose, die künftig verstärkt mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Für Landwirtschaftsprojekte ist die Verfügbarkeit von Wasser auf Entsalzungs-, Speicher- und Leitungsinfrastruktur angewiesenvon Sabine Kemper
16.06.2026+Austrian World Summit 2026. Grabher wies im Gespräch mit Mühle + Mischfutter sämtliche Vorwürfe zurück und betonte, dass es in keinem der Fälle zu einer strafrechtlichen Verurteilung gekommen sei. Auf diese Berichte angesprochen, verwies er im Gespräch mit der Redaktion auf eine Überprüfung im Rahmen einer früheren Kooperation mit dem FC Schalke 04. Die Berichte seien nicht zutreffend gewesen und entsprechend klargestellt worden. Ob SUN AG mit seinem CEO Grabher die gesteckten Ziele bis 2030 erreicht, bleibt abzuwarten. Das Unternehmen verweist darauf, dass es eine der zentralen Herausforderungen der globalen Lebensmittelproduktion sei, eine wachsende Weltbevölkerung auf schwindenden Ackerflächen vollwertig zu ernähren. Der Austrian World Summit 2026 sollte zeigen, dass diese Frage auf der politischer Ebene in Österreich angekommen ist.von Zino Miserre
08.05.2026The smarter path to sustainable flour milling. The key is to build momentum with practical wins and then reinvest those savings into bigger improvements. My advice for new plants is to evaluate different CAPEX versus OPEX scenarios carefully. Over several years of operation, a higher upfront investment often pays off through substantially lower operating costs, particularly in energy consumption. FIVE PILLARS OF THE NEXT-GENERATION MILL What will define the next generation of sustainable milling plants over the coming decade? The next generation of milling plants will be defined by five things: 1. Higher energy efficiency by design 2. Much deeper digital transparency 3. More adaptive and automated process control 4. Better raw material utilization and side-stream valorization 5. Closer integration across the value chain In short, the sustainable mill of the future will not simply use less energy. It will be more connected, more intelligent, more flexible, and more resource-efficient across the full system. That is where the industry is heading, and I am sure the mills that embrace this early will gain both competitive and environmental advantage. For me, sustainability in milling is not a separate agenda. It is about running a mill better — with less energy, less waste, more transparency, and stronger long-term competitiveness. Weitere Artikel und Infos auf Miller Magazin: millermagazine.comvon Namik Kemal Parlak
20.04.2026+RELEX Report: KI wird zum Bestandteil zentraler Entscheidungen in der Supply Chain. Mehr Infos und Download der Studie hier . Methodik Der Report basiert auf einer im Januar 2026 durchgeführten Umfrage unter 514 Führungskräften aus Handel, Produktion, Großhandel und Supply Chain, die von Researchscape erhoben wurde. Darunter befinden sich auch Teilnehmende aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Die Ergebnisse wurden entsprechend des nominalen Bruttoinlandsprodukts der Länder gewichtet, um eine möglichst repräsentative Verteilung zu gewährleisten.
19.04.2026Endress+Hauser 2025 über Vier-Mrd.-Euro Umsatz. Wer Rohstoffe sicher lagern, Transporte steuern und qualitätskritische Schritte stabil fahren will, ist auf verlässliche Messwerte angewiesen. Hinzu kommen digitale Systeme, die Messdaten bündeln, visualisieren und für Wartung oder Effizienzsteigerung nutzbar machen. CEO Dr. Peter Selders (Foto: Endress+Hauser). Diese Verbindung aus Sensorik, Gerätetechnik und Datennutzung zog sich als roter Faden durch die Veranstaltung. Ein Beispiel mit Nähe zur Lebensmittelproduktion ist das neue selbstkalibrierende Thermometer iTHERM TrustSens. Es kalibriert sich im laufenden Betrieb und kann nach Unternehmensangaben nun bereits bei 39 Grad Celsius arbeiten. Das soll Stillstände vermeiden und die Temperaturüberwachung in hygienisch sensiblen Prozessen vereinfachen. Mathias Altendorf, ehemaliger CEO und Präsident des Verwaltungsrats von Endress+Hauser. Seinen Abschied nahm Verwaltungsratspräsident Matthias Altendorf. Er absolvierte seine gesamte berufliche Laufbahn bei Endress+Hauser und begann mit einer Lehre als Mechaniker in Maulburg, an die sich Studium und Weiterbildungen anschlossen. Der Schmetterling begleitete als Symbol für Transformation das Global Forum 2026.von Rainer Miserre
17.04.2026SAVE FOOD auf der interpack 2026. Im Projektwettbewerb werden erstmals Initiativen finanziell gefördert, um erfolgreiche Ansätze weiterzuentwickeln und international sichtbar zu machen. Das zeigen die Aussteller Über das Veranstaltungsformat hinaus werden mit der SAVE FOOD Highlight Route Lösungen auch direkt auf dem Messegelände sichtbar. Unternehmen präsentieren dort Technologien, Produkte und Dienstleistungen zur Reduzierung von Lebensmittelverlusten. Besucherinnen und Besucher können so gezielt relevante Ansätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette identifizieren und vergleichen. Mit ihrem Programm auf der interpack 2026 unterstreicht die SAVE FOOD Initiative ihre Rolle als internationale Plattform für den Austausch zwischen Industrie, Politik und Forschung. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungen sowie die Frage, wie Verpackung und Verarbeitungssysteme einen messbaren Beitrag zur Reduzierung von Food Loss and Waste leisten können.
14.04.2026Bühler und Icos mit mehr Wachstum bei Scale-up-Unternehmen Lebensmittel- und Biotech. Wir konzentrieren uns darauf, diejenigen zu unterstützen, die bereit sind zu skalieren und messbare Wirkung zu erzielen.» Start-ups und Innovatoren, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, können sich direkt an Icos Capital wenden, entweder über www.icoscapital.com oder unter info@icoscapital.com.
29.03.2026+Alternative Proteine für Bio-Backwaren. Weiße Lupine ist Superfood des Jahres 2026 Biovision, die Schweizer Stiftung für ökologische Entwicklung, hat die Weiße Lupine zum Superfood des Jahres gekürt. Damit möchte sie auf Lebensmittel aufmerksam machen, die in der menschlichen Ernährung der Zukunft eine noch größere Rolle spielen sollten.
04.03.2026+Jan Cordesmeyer zu EU-Berichtspflichten und Lieferketten. Diese Informationen dienen den Entscheidungsträgern und helfen dabei, nachhaltige und vernünftige Entscheidungen zu treffen. Jedes Mitgliedsunternehmen kann praktisch dazu beitragen, weil von uns der Realitätscheck geliefert werden muss. Praktisch beitragen können wir vor allem durch: konkrete Fallbeispiele (z. B. eine Linie, ein Standort, eine Umrüstung), harte Zahlen (CAPEX, OPEX, Stillstandszeiten, Platzbedarf), Machbarkeitsnachweise (was technisch geht und was nicht) sowie Vorher-/Nachher-Vergleiche statt abstrakter Einschätzungen. Saubere Datensätze aus realen Betrieben sind oft hilfreicher als allgemeine Stellungnahmen. Beispiele, wo genau diese Mitarbeit den Ausschlag gab: ATEX- und Staubregelungen in Getreide- und Futtermittelanlagen. Hier haben konkrete Zahlen aus der Praxis dazu geführt, dass auf EU-Ebene Bestandsanlagen klarer von Neubauten abgegrenzt und Übergangsfristen verlängert wurden, stattpauschale Anforderungen einzuführen. Bei Nachhaltigkeits- und Reportingpflichten konnten Fallstudien belegen, dass bestimmte Datenerhebungen entlang der Lieferkette technisch nicht verfügbar oder wirtschaftlich unverhältnismäßig sind. Diese Nachweise flossen in die Argumentation für vereinfachte Anforderungen und spätere Anwendungstermine für kleinere Betriebe ein. Kurz gesagt: Verbände brauchen keine Meinungen, sondern überprüfbare Betriebsdaten.
18.02.2026Wie die Verbannung von Experten die Energiewende zum Scheitern verurteilte. Gleichzeitig dominierte in der öffentlichen Debatte eine stark moralische und ideologische Sicht. Wer auf die Bedeutung dieser Expertise hinwies oder vor übereilten Abschaltungen warnte, wurde schnell in eine defensive Position gedrängt. So entstand ein Klima, in dem es rational erschien, Erfahrungswissen aus angeblich überholten Technologien nicht mehr zu pflegen. Damit verlor Deutschland innerhalb von gut einem Jahrzehnt einen erheblichen Teil seiner Betriebskompetenz für großtechnische Anlagen, die prinzipiell viele Jahrzehnte sicher und effizient laufen können. Dieses Erfahrungswissen lässt sich nicht kurzfristig zurückholen. Es fehlte in der Phase, in der man Übergangskonzepte hätte gestalten müssen, und es fehlt heute, wenn man über Revisionen oder mögliche Neubewertungen von Technologien nachdenkt. Die Verbindung zum Industriestandort liegt auf der Hand. Ein Land, das seine kritischen Infrastrukturen nur noch mit Mühe stabil hält und seine Energiepreise nach oben treibt, verliert an Attraktivität für energieintensive Produktion. Unternehmen treffen Investitionsentscheidungen nicht aufgrund von Szenariostudien, sondern anhand erlebter Versorgungssicherheit und realer Kosten. In diesem Sinne trägt der Verlust von Expertise ganz direkt zur Erosion des Standorts bei. M+M: Wenn Sie ein Lernprogramm für eine mögliche „Energiewende 2
26.01.2026Vollkornprodukte reduzieren Klimabelastung um bis zu 15%. Doppelsieg Am 14. Januar startet in Schweden erstmals der Vollkorntag, der im Rahmen der Vollkorn-Aktion die gesundheitlichen Vorteile von Vollkorn hervorhebt. Lantmännen Cerealia möchte in diesem Jahr zusätzlich auf die positiven Auswirkungen auf das Klima aufmerksam machen. „Das ist eine Win-win-Situation. Vollkorn ist besser für Mensch und Umwelt. Durch den verstärkten Einsatz von Vollkorn kommen wir unseren Klimazielen und unserer Vision einer nachhaltigen Landwirtschaft im Einklang mit der Natur einen weiteren Schritt näher“, so Örjan Petterson, Geschäftsführer von Lantmännen Cerealia. Die Berechnungen basieren auf dem schwedischen Industrieabkommen zur Klimabilanzierung und verwenden eine monetäre Aufteilung zwischen Mehl und Nebenprodukten. Die Klimaeinsparungen betragen 10–15% im Vergleich zu raffiniertem Weizenmehl. Lantmännen Cerealia hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil von Vollkorn in seinen Produkten zu erhöhen und die Klimabelastung entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Feld bis zum Teller, zu reduzieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
10.12.2025170 Jahre C.F. Rolle Mühle. Die Rolle Mühle deckt ihren Energieverbrauch aus dem Wasser der Zschopau. Das eigene Wasserkraftwerk wird von einer Kaplan S-Rohrturbine mit 170 kW Leistung betrieben (Foto: Sabine Kemper). Draußen ist es dunkel geworden und fallende Schneeflocken glitzern im Licht der Hoflampen. Die Prüfung ist beendet, die Sieger stehen fest. Bald wird der Duft von frisch gebackenem Stollen durch die Wohnzimmer von Annaberg bis Zwickau ziehen. Ein Teil des Weihnachtszaubers im Erzgebirge nimmt seinen Anfang hier, bei der Familie Rolle, die seit 170 Jahren dafür sorgt, dass dem Weihnachtsland das Mehl nicht ausgeht.von Patrick Buhl, Sabine Kemper
04.12.2025Daniel Laubscher wird neuer CEO der SWISCA AG. Die energieeffizienten und lebensmittelsicheren Anlagen werden an führende Lebensmittelhersteller in über 50 Länder exportiert und wurden mehrfach international ausgezeichnet. "Der Slogan 'Next Generation' ist für uns mehr als ein Versprechen", sagt Heinz Brand. "Wir entwickeln Mühlentechnologie von und für die nächsten Generationen. Mit der neuen Führungsstruktur und dem geplanten neuen Hauptsitz in Herisau schaffen wir die Basis für weiteres Wachstum." So kann SWISCA seine Position als Premium-Anbieter für nachhaltige Mühlentechnologie weiter ausbauen.
02.12.2025Bühler ernennt zwei neue Fellows. Hofer ist Mitglied des Beirats der Empa, der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt, und des Vorstands von RhySearch, wo er sein Fachwissen in den Bereichen Optik, Präzisionsfertigung und digitale Technologien einbringt. Darüber hinaus ist er langjähriger Juror und Mentor beim Start-up-Wettbewerb «Venture» der ETH Zürich und McKinsey. «Ich schätze diese Anerkennung sehr. Während meiner gesamten Karriere bei Bühler hatte ich das Glück, mit talentierten Teams und führenden Kunden zusammenzuarbeiten, die die Grenzen der Technologie immer weiter verschieben. Als Bühler Fellow möchte ich weiterhin meinen Beitrag leisten, indem ich Wissen teile, Neugierde fördere und unseren Mitarbeitenden und Partnern zum Erfolg verhelfe», sagte Markus Hofer. Das Bühler Fellowship-Programm ist die höchste Stufe der Bühler-Karriereleiter für Experten und wurde ins Leben gerufen, um Personen zu würdigen, die einen aussergewöhnlichen Beitrag zur technischen und strategischen Führung leisten, die Innovationsfähigkeit von Bühler stärken und die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens und seines globalen Netzwerks fördern. Die Fellows werden in einem internen Verfahren nominiert und vom Executive Board aufgrund ihrer nachgewiesenen Fachkompetenz, ihrer geschäftlichen Bedeutung und ihres Engagements für die Förderung zukünftiger Talente ausgewählt.
18.11.2025Bühler feiert zehnjähriges Bestehen der African Milling School in Nairobi. Gemeinsam bieten diese Einrichtungen umfassende Schulungen an, vermitteln praktische Erfahrungen und bereiten die nächste Generation von Fachleuten darauf vor, fortschrittliche Müllereitechnologien zu bedienen, neue digitale Lösungen einzuführen und KI-gesteuerte Prozesse zu implementieren. «Ausbildungen sind Investitionen, keine Kosten», sagt Dario Grossmann. «Jeder AMS-Absolvent kehrt in sein Unternehmen zurück und hat dort einen messbaren Einfluss auf Produktion, Effizienz und Gesellschaft. Das ist der wahre Massstab für Erfolg – und der Grund, warum wir dieses Bildungsnetzwerk weiter stärken.» Mit dem 10-jährigen Jubiläum wurde ein Jahrzehnt der Kompetenzförderung in der Müllerei-Industrie und eine neue Gruppe von Absolventen aus sieben Ländern gefeiert (Foto: Bühler).