vor 5 Wochen+Ceres Mühle in Brüssel. Über uns arbeiten die zwei Mahllinien noch nicht mit voller Auslastung und es fehlen noch weitere Rohwaren- und Fertigwarensilos. Platz wäre auf dem Mühlenhof im Gewerbegebiet ausreichend, wenn das ehemalige Mühlengebäude abgerissen würde, aber die Stadtverwaltung hat bei den denkmalgeschützten Gebäuden ein Wort mitzureden. Für Swisca markiert die Ceres Mühle einen Meilenstein: Erstmalig zeichnete das junge Unternehmen mit seinen rund 80 Technikern für das gesamte Leistungsspektrum verantwortlich. Von der Mühlendiagrammentwicklung über die Verwiegetechnik bis hin zur Inbetriebnahme des Gesamtsystems. Nach Abschluss seines Betriebswirtschaftsstudiums hat Jonathan Gutting in den vergangenen Wochen beim Aufbau und bei der Inbetriebnahme der neuen Mühlenanlage mitgearbeitet. Für Freunde und Hobbys blieb in dieser Zeit kaum Raum. Nun freut er sich auf seine neue Verantwortung und sieht für die Ceres Mühle großes Potenzial: «Das ist hier ein super Standort mit einem enorm motivierten und professionellen Team.» Jonathan Gutting Drei ROMIL-8-Walzenstühle in der oberen Etage.von Patrick Buhl, Sabine Kemper
18.05.2026+Roland Mills Ost setzt auf digitale Prozesse. Neue digitale Lösungen müssen daher in bestehende Technik eingebunden werden. Das bedeutet nicht unbedingt weniger Personalbedarf. Fachkräfte müssen zukünftig mehr Anlagenüberwachung mehr Qualitätsanforderungen und mehr Dokumentation bewältigen. Entscheidend ist deshalb nicht die Menge der Daten, sondern deren sinnvolle Aufbereitung. Der Schichtführer benötigt andere Informationen als das Qualitätslabor oder der Energiemanager. Ein gutes Dashboard zeigt nicht möglichst viele Kennzahlen, sondern die relevanten Abweichungen. Sonst entstehen neue Gefahrenquellen durch nicht priorisierte Meldungen. Mit der stärkeren Vernetzung der Daten wächst zudem die Bedeutung der Cybersicherheit. Sobald Maschinen, Leitsysteme, Fernwartung und Cloud-Dienste verbunden werden, entstehen neue Risiken. Datensicherung, Zugriffsrechte und Fernwartung müssen deshalb klar geregelt werden. Dabei tragen nicht nur IT-Abteilungen Verantwortung, sondern auch Betriebsleitung und externe Dienstleister. Trotz Digitalisierung bleibt der Müller der entscheidende Faktor. Die Mühle der Zukunft braucht nicht weniger Fachwissen, sondern digitale Kompetenz. Müller müssen künftig auch Prozessdaten bewerten können, Trends erkennen und digitale Warnsysteme richtig einordnen. Internationale Marktstudien erwarten weiterhin Wachstum für Getreidemühlen. Future Market Insights (FMI) beziffert den weltweiten Markt für Commercial Grain Mills im Jahr 2025 auf rund 1,8 Mrdvon Rainer Miserre, Sabine Kemper
18.02.2026Bühler AG mit Jahresergebnisse für 2025. Das stärkste Wachstum habe Bühler in Nahost, Afrika und Indien gesehen. Afrika sei im Lebensmittel und Futtermittelgeschäft erstmals die größte Region gewesen. Europa bleibe insgesamt die größte Region mit 31% Anteil am Konzern, dort habe Bühler eine gute Nachfrage in der Müllerei, in Feed sowie in Confectionery gesehen, während Advanced Materials unter anderem durch die schwache Automobilkonjunktur belastet gewesen sei. Zur Balance aus Kostendisziplin und Innovationsinvestitionen im Mühlensektor stellte Mühle + Mischfutter die Nachfrage, ob die Forschungs- und Entwicklungsausgaben für innovative Müllereitechnologien aufrechterhalten werden oder ob Bühler stärker auf Upgrades und servicegetriebene Verbesserungen fokussiert? Stefan Scheiber betonte, dass Bühler in den nächsten Jahren beides verfolgen möchte. Scheiber möchte eigene Anlagen bei Kunden unterstützen und sieht Potential in der Wartung und Modernisierung von Wettbewerbsanlagen. Für Innovationen nannte er eine neue Plansichter Generation und Neuentwicklungen bei der Reinigung. Die Variabilität der Rohstoffqualitäten nehme nach Darstellung Bühlers durch den Klimawandel zu und damit würden Reinigung, Sortierung und Vorbehandlung als Stabilitätsfaktoren im Prozess immer wichtiger.
21.11.2025SWISCA-Neubau in Herisau nimmt Formen an. Geothermie und Photovoltaik, begrünte Flächen, recycelter Stahl und CO₂-optimierter Beton unterstreichen diesen Anspruch. "Es ist schön zu sehen, wie das Projekt voranschreitet", sagt Gemeindepräsident Max Eugster. "Wir sind überzeugt, mit SWISCA den idealen Partner gefunden zu haben. Das Projekt trägt das kommunale Entwicklungskonzept mit und fügt sich harmonisch in die bestehende Industriearchitektur unserer Gemeinde ein. Und natürlich freuen wir uns auch über die rund 200 Arbeitsplätze, die hier entstehen werden." Meier Hug Architekten arbeiten am Vorprojekt, das im Sommer 2026 abgeschlossen werden soll. Baustart ist im vierten Quartal 2027 vorgesehen. Am Fusse des Alpsteins, gut eingebettet ins Appenzellerland, zeigt sich der neue SWISCA-Hauptsitz (Foto: Swisca).
17.04.2025150 Jahre Walzenstuhlbau der MIAG Braunschweig. Dies war die letzte Walzenstuhlentwicklung, die noch den Namen MIAG trug. Walzenstuhl-Modell „GN“ der MIAG in der Obermühle in Stadthagen. 1989 verschwand der Name MIAG aus dem Firmenlogo, und seitdem trägt der Braunschweiger Produktionsstandort den Namen „Bühler GmbH“. Was uns heute fehlt, ist ein Museum, in dem anhand von Original-Exemplaren die gesamte Bandbreite der in Braunschweig hergestellten Walzenstühle von den Anfängen bis hin zur modernsten Maschine dargestellt werden kann.von Rüdiger Hagen
28.09.2024Siemer Milling Company zu Besuch bei Swisca in Appenzell. Aber Swiscas Design und ihre Kompetenz in ihren Waagen zeigen ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Das macht unser System effizienter und für Müller leichter zu handhaben. Der Müller muss sich nicht so viele Sorgen machen, dass ein Problem auftritt, wenn er gerade einmal nicht hinsieht.von Sabine Kemper
28.09.2024Kundenevent von Swisca in der Schweiz. Christophe van Impe ist COO der belgischen Mühlengruppe Maselis und testete gleich das Bedienpult des ROMIL. Zwei Verteilwellen und die Walze haben separate Antriebe. Beide können im Prozess variabel verstellt werden. Wichtig war dem Techniker, dass die Maschine – insbesondere die Speisung- restlos entleert werden kann. Kein Produkt muss mühsam per Hand herausgenommen werden. „ROMIL hat nur noch einen Spalt von 0,5 mm. Wir haben die Maschine nach langer Einsatzdauer aufgemacht und geschaut, wie es hinter Speisewalze aussieht und es waren keine Produktreste mehr dort“, so Philippe Holenstein. Manager Toshinori Nishisaka, Technologe Yuichiro Otsuji und Verpackungsspezialistin Miho Takeshita sind vom japanischen Mühlenkonzern Nisshin Flour Mills aus Japan angereist. ROMIL punktet bei der Walzentemperaturüberwachung mit fixer Verkabelung und nahe an der Walzenoberfläche positionierten Sensoren. Über Streifenbildung auf den Mahlwalzen kann der Müller einfach erkennen, ob er die Walze wechseln muss. Einen weiteren Vorteil beim Walzenwechsel bietet der Servomotor. Ist die Walze eingesetzt, kann der Müller einfach den Deckel zuklappen und sie wird automatisch kalibriert. Alexander Rieper (A.Rieper AG), Stefan Sonderer (Swisca) und Peter Rieper (A. Roeper AG) im Gespräch in Flawil. Alejandro Bolanos und Roberto Bueso von der Molina Venecia reisten aus Guatemala an. Roberto Bueso beschäftigt in seinem Mühlenbetrieb 175 Mitarbeitervon Sabine Kemper
21.04.2024Rückert Mühlenbau und Anlagentechnik. Dabei spielt der Energieverbrauch keine Rolle, da gibt es kaum Unterschiede. Bei der Pneumatik ist statt des Alters eher eine schlecht ausgelegte Pneumatik der Energiefresser. Auch bei den großen Antrieben kann Energie gespart werden mit neuen effizienteren Motoren. M+M: Was hat ein deutscher Müller davon, wenn er sich an Sie wendet? Christian Rückert: Wir sind ein Familienbetrieb mit kurzen Wegen und können schneller auf die Wünsche der Kunden angehen. Bei den großen Playern werden standardisierte Anlage verkauft. Die größte Mühle, die wir in Europa gebaut haben, hatte eine Leistung von 150 t am Tag. Normal sind für uns Mühlen mit 15 und 30 t pro Tag. Hier können wir unsere Stärken ausspielen. Zu unseren Kunden gehören Gewürz- und Ölmühlen sowie verschiedene Sondervermahlungen. M+M: Wo sehen Sie die Herausforderungen für Ihren Betrieb in den nächsten Jahren? Christian Rückert: Was mich aktuell am meisten umtreibt, ist die Personalsituation. Wir finden keine Leute mehr, die den Service machen wollen. Wir müssen viel Zeit in die Ausbildung investieren und manchmal springen Mitarbeiter wieder ab. In unserer Branche sind wir viel unterwegs, manchmal mehrere Tage. Wir müssen private Termine sausen lassen, weil ein Kunde Hilfe braucht. Das ist nicht immer familienfreundlich und ich muss die Balance halten zwischen dem Kundenauftrag und dem verantwortungsvollen Einsatz meiner Mitarbeiter.von Sabine Kemper, Rainer Miserre
17.04.2024Kastenmüller: Planungsbüro für Mühlen- und Anlagenbau.zo.o. Zwischenzeitlich konnten in dieser Region mehrere Projekte erfolgreich abgeschlossen werden, u. a. eine Spezialmühle für Sonderprodukte, wie Kicherbsenmehl und Buchweizen sowie die Rekonstruktion eines Mehlsilos für einen Industriekunden. „Wir sind ein unabhängiges Ingenieur - und Planungsbüro und keine Maschinenbaufirma“, betont Andreas Kastenmüller. „Kunden, die eine neue Mühle oder Siloanlage bauen wollen haben eine bestimmte Vorstellung von den Maschinen und Geräten, die sie einsetzen möchten. Wir beraten unsere Kunden von der Geräteauswahl über die Montage bis hin zur Inbetriebnahme.“von Sabine Kemper
20.10.2023Schmalhofer Mühle mit automatischem 24-Stunden Betrieb. Groß eingreifen mussten sie bisher nicht, denn die neue Vermahlung läuft seit Beginn ohne Beanstandung. “Vorher gab es öfter Störungen, heute läuft alles störungsfrei.“ Robert Schmalhofer. Andreas Müller von Bühler und Robert Schmalhofer auf dem Dach des neuen Mühlengebäudes. von Sabine Kemper
10.08.2023Ohne Lehi Mehl kein Kentucky Fried Chicken. Der Shop ist wie ein kleines Museum und beherbergt viele historische Dokumente und Zeugnisse aus der Geschichte der Mühle und ihrer Betreiber. Die Mühle erinnert daran, wie die Technologie die Lebensmittelproduktion revolutioniert hat und wie bedeutend diese Veränderungen für die Stadt und die Gesellschaft waren. Die Mühle Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts Besucher können sich in der Mühle auf eine Zeitreise begeben und das Knirschen der Walzen, das Summen der Maschinen und den nostalgischen Geruch von frisch gemahlenem Mehl erleben – ein unvergessliches Erlebnis, das die Lehi Roller Mills in Salt Lake City zu einem bedeutenden Ort macht.von Sabine Kemper, Rainer Miserre