Herausforderungen gemeinsam begegnen
Getreide-Tagung 2025 der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung
Der Veranstaltungssaal im Roemer-Haus.
Bild von: Franz Pflüger
Landwirte, Züchter, Vertreter aus Forschungseinrichtungen und Ministerien, Müller, Händler, Backzutatenhersteller und Bäcker – nur selten trifft man die Vertreter der Wertschöpfungskette Getreide so kompakt wie auf der alle zwei Jahre stattfindenden Getreide-Tagung in Detmold.
KI-Zusammenfassung
- Rund 120 Fachleute diskutierten auf der AGF-Getreide-Tagung 2025, wie die Wertschöpfungskette gemeinsam auf Klimawandel, Düngungsbeschränkungen und sinkende Weizenanbauflächen reagieren kann.
- Die Backweizen-Initiative fördert Alternativen zum Rohproteingehalt als Qualitätsmaßstab und will durch geringeren Stickstoffeinsatz Treibhausgasemissionen senken.
- Versuche zeigten, dass stickstoffeffiziente Sorten auch bei reduzierter Düngung gute Erträge und Backqualitäten liefern können; Bodenfruchtbarkeit und passende Sortenkombinationen sind ebenfalls wichtig.
- Mühlen, Bäckereien und Landwirtschaft betonten die Bedeutung abgestimmter Mehl- und Rohstoffqualitäten, klarer Kommunikation sowie kostendeckender Vergütung nachhaltiger Maßnahmen.
- Praxisprojekte wie „Wasserschutzweizen“ verbinden verminderten Stickstoffeinsatz mit regionaler Verarbeitung und Vermarktung; die Tagung stärkte den Austausch entlang der gesamten Getreidekette.
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Der Vortragssaal des Roemer-Hauses war von Beginn an mit etwa 120 Personen gut gefüllt, als Lorenz Hartl, Vorsitzender des AGF-Getreideausschusses, die Teilnehmenden begrüßte. Die Themen seien vielfältig und das Ziel der Tagung, die „Akteure der Kette zusammenzubringen, um den Markt zu bewegen” herausfordernd.
Dass Klimawandel und Einschränkungen bei der Düngung die Produktion von Qualitätsweizen erschweren, betonte Luisa Rölke vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Sie stellte den aktuellen Stand der Backweizen-Initiative vor. Dieser Zusammenschluss von 15 Verbänden, Institutionen und Ministerien aus der Wertschöpfungskette hat sich zum Ziel gesetzt, durch weniger Einsatz von Stickstoffdünger bei der Herstellung von Backweizen THG-Emissionen einzusparen und die Verarbeitung von Getreide mit geringerem Rohproteingehalt zu forcieren. Dazu erfolgt die Forschung und Entwicklung alternativer Qualitätskriterien in Ergänzung zum Rohproteingehalt.
Für Til Feike vom Julius-Kühn-Institut können proteinnutzungseffiziente Sorten, die bei geringerem Rohproteingehalt dennoch ein hohes Backvolumen erzielen, ein möglicher Schlüssel sein, um den Backweizen klimaschonender und gleichzeitig effizient zu produzieren. Anhand von Ergebnissen aus landesweiten Sortenversuchen stellte er dar, dass es diese Sorten durchaus gibt und ihr Einsatz gesteigert werden kann. In der Züchtung sollten diese, bisher eher „vernachlässigten” Sorten gefördert werden.
Sicherung der Anbauflächen
Guido Seedler vom Deutschen Raiffeisenverband zeigte mit seinem Marktüberblick, dass nicht nur Klimawandel…
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