19.07.2026Bundesminister Alois Rainer besucht Rolle Mühle im Erzgebirge. Der Bundesminister beim anschließenden Fest im Garten der Mühle (Foto: Bundesministerium). Während des Rundgangs erhielten die Besucher Einblick in die betrieblichen Abläufe und die Getreideverarbeitung. Ein weiterer Programmpunkt war die Besichtigung der Wasserkraftanlage. Nach dem Rundgang setzten die Gäste den Austausch im Mühlengarten fort. „Es war nicht nur ein schöner Nachmittag, sondern eine große Wertschätzung für uns und unser Tun“, so Anne Rolle-Baldaufs Fazit zum Besuch des Bundesministers. Ralph Schweigert (C.F. Rolle GmbH Mühle), Nora Seitz (MdB, CDU), Anne Rolle-Baldauf (C.F. Rolle GmbH Mühle) und Bundesminister Alois Rainer (Foto: Bundesministerium).
17.07.2026+Jubiläum der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau. Dies kann private Investitionen erleichtern, birgt aber Zielkonflikte für die Berufsschule. Eine öffentliche Schule muss herstellerneutral ausbilden und darf ihre Inhalte nicht von einzelnen Lieferanten oder Unternehmen abhängig machen. Für Sachspenden, Leihmaschinen, Softwarelizenzen und fachliche Unterstützung braucht es deshalb transparente Regeln. Der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS) arbeitet seit Jahren an der Zukunft der Ausbildung, hat aber bislang kein verbindliches und finanziell unterlegtes Gesamtkonzept vorgelegt. Dr. Peter Haarbeck wird dies nun tun. Erwartet wird ein Konzept, das kleinere und große Betriebe berücksichtigt und Kosten klar benennt. Hans Schmid kündigte an, das Schweizer Konzept zur Verfügung zu stellen. Die Schweiz organisiert Teile der müllereitechnischen Weiterbildung anders und trennt Mehlmüllerei und Mischfuttertechnik stärker. Ob sich dieses Modell auf Deutschland übertragen lässt, ist zu prüfen. Das 100-jährige Jubiläum zeigte eine Schule mit engagierten Lehrern, gewachsenen Strukturen und hoher Bedeutung für die Branche. Es zeigte aber ebenso deutlich, dass die Müllerausbildung in Stuttgart von ihrer Substanz lebt und technisch wie finanziell an ihre Grenzen stößt.
10.07.2026+Tag der offenen Tür der Müllerschule Wittingen. Die Auszubildenden verbringen sechs Wochen am Stück in Wittingen, Unterkunft und Verpflegung gehören dazu. Die bestens ausgestattete Schulmühle in Wittingen hat mit ihrem Open-House-Format Betriebe, Verbände und Schulträger an einen Tisch gebracht und gezeigt, wie öffentliche Investitionen und privates Engagement im Unterricht ankommen. Hubertus Nitzschke, Vorsitzender des Fördervereins mit Haytham Abedo beim Rundgang. Mattis Thoms beurteilt mit der Pekar-Probe die Mehlqualität sowie den Ausmahlungsgrad visuell. Bastian Patsch und Carola Gaas vom Caterer Haus Niedersachsen gGmbH servieren täglich 1.000 Essen für die Region. von Sabine Kemper
19.02.2026Weniger Zutaten, mehr Belege. Heribert Strobl, Ingrid Strobl und ihr Sohn Christof Strobl von der Caj. Strobl Naturmühle. Geschäftsführer Ralph Seibold mit seinen Mitarbeitern am Stand der SchapfenMühle. Wilfried Binternagel und Stefan Spanel von Kreyenborg. Peter Stallberger, Geschäftsführer Goodmills Österreich mit einer Mitarbeiterin am Stand. Emily Gregor und Geschäftsführer Willi Frießinger am Stand der Frießinger Mühle. Die bayerischen Aussteller und die Bio-Königin Anna-Lena Dworschak begrüßen ihreLandwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am Gemeinschaftsstand. Bio-Königin Anna-Lena Dworschak ist gelernte Agrarmanagerin und bewirtschaftet einen eigenen Bio-Gemüse- und Milchviehbetrieb. von Rainer Miserre, Sabine Kemper
10.02.2026Bauck-Onlineshop bringt B2B-Bereich für Firmenkunden an den Start. „Wir stellen uns im Online-Geschäft breiter auf“, begründet Hannes Öhler diesen Schritt. „Ich freue mich darauf, den Bereich ab sofort offen, zukunftsfähig und innovativ mitzugestalten.“ „Mit der Erweiterung unseres Onlineshops positionieren wir uns weiter als moderner, verlässlicher Partner für alle Kundinnen und Kunden“, erklärt Friedemann Wecker, Geschäftsführer der Bauck GmbH. „Das neue Angebot ist die ideale Ergänzung zu unserem bestehenden B2B-Geschäft, womit wir optimal für Wünsche und Anfragen jeglicher Art zur Verfügung stehen.“
10.11.2025Besuch in der Wunderkammer des Brotes.paneum.at Anfragen zu Besuch und Führungen: Tel.: +43 7224 8821 400 E-Mail: empfang@paneum.at Die geschwungene Treppe im Museum wurde in einem Stück geliefert und eingebaut. Die Getreidesichel entstand 5000 v. Chr. In Ägypten. 300 Porzellanfiguren aus Meissen sind ausgestellt. Früherdienten die Bäcker und Brotverkäufer als Tischdekoration. Auf einer Reise durch Tschechien nutzt Kaiser Joseph II eine Wartezeit dazu den Pflug eines Bauern zu führen. Die volksnahe Geste diente als Vorlage für das teilweise vergoldete Kunstwerk.von Patrick Buhl
03.11.2025Die deutsche Mühlenbranche von der Industrialisierung bis heute. Quellen Verband Deutscher Mühlen (VDM): Mühlen in Deutschland – Zahlen zu Anzahl der Mühlen, regionaler Verteilung, Vermahlungsmengen und historische Entwicklung (Stand: Sept. 2023). Ökolandbau.de/Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE): Branchenzahlen zum Wirtschaftsjahr 2022/23 (Anzahl erfasster Betriebe).von Sabine Kemper
02.11.202550. Müllerei-Fachtagung des Bayerischen Müllerbundes. Die Firma Rückert ist stolz, Teil der Geschichte zu sein. Nach einem Rückblick mit den Highlights des Mühlenbaus der vergangenen Jahre zeigte er das Leistungsspektrum seines Unternehmens auf. Ersatzteile, Gebrauchtmaschinen, Maschinenrevisionen oder die Sonderanfertigung von Maschinenteilen gehören dazu und natürlich auch komplette Umbauten. Christian und Christine Rückert, Elke König, Reinhard Rückert und Tina Noller von der Firma Rückert (Foto: Patrick Buhl). Peter Mayer von Premium Magnets stellte Magnettechnik für den Einsatz in Mühlenbetrieben vor. Magnetseparatoren, die an verschiedenen kritischen Kontrollpunkten (HACCP-Punkte) installiert werden, erhöhen Produktsicherheit und Prozessoptimierung durch Fremdkörperkontrolle - Hier lesen Sie die Zusammenfassung seines Volkacher Vortrages . Franz Schmid, Kastenmüller GmbH, zeigte die Einflussfaktoren auf die mechanische Stärkebeschädigung durch Walzenstühle in der Weizenvermahlung (M+M, Ausgaben 15-16/2025, S. 20 ff.). Hintergrund für diese Projektarbeit mit dem Abschlusssemester der Deutschen Müllerschule in Braunschweig war, dass sich die Kundenwünsche an die Mühlen zunehmend von Standardmehlen hin zu spezialisierten Mehlen mit eigenen Spezifikationen verschieben. Die Bühler Group war am Stand vertreten durch (v.l.n.r.): Andreas Müller, Randy Urban, Adrian Hilpertshauser, Valerie Brunner, Stefan Jennermann und Sven Sawada (Foto: Patrick Buhl)von Rainer Miserre
01.10.2025Was ist Rotkornweizen?. In der Landwirtschaft sprechen für Rotkornweizen neben der Dormanz oft robuste Bestandesführung und breite Sortenwahl. Dagegen steht in Märkten mit Vorliebe für sehr helle Nudel- und Bäckereimehle die Nachfrage nach Weißkornweizen. Ernährungsphysiologisch liefert Rotkornweizen im Vollkorn mehr Polyphenole aus der Schale. Diese Stoffe tragen zur antioxidativen Kapazität bei und können in der Wahrnehmung Bitterkeit und Adstringenz verstärken. Der gesundheitliche Nutzen hängt jedoch stärker von Verzehrsmenge, Verarbeitung und Gesamternährung ab als allein von der Schalenfarbe. Abgrenzungen sind wichtig. Rotkornweizen ist kein Hartweizen. Hartweizen, Triticum durum, besitzt ein bernsteinfarbenes Endosperm und dient primär der Pasta. Rotkornweizen ist auch nicht gleichzusetzen mit alten Arten wie Einkorn oder Emmer. Diese unterscheiden sich genetisch und technologisch grundlegend. Ebenso wenig bedeutet Rotkorn automatisch Bio oder Regionalität. Kurz gesagt. Rotkornweizen ist gewöhnlicher Brotweizen mit rot gefärbter Samenschale. Die Farbe entsteht durch Tannine in den äußeren Kornschichten.
10.06.2025+Interview mit Claudio Antonelli zu Klimabilanzen mit Bühler. Was auch immer die Frage ist, ein guter Ausgangspunkt ist immer die Messung der aktuellen Situation, die es dann ermöglicht, die Emissions-Hotspots zu identifizieren und darauf zu reagieren. Viele Kunden waren von den Ergebnissen der Bewertungen überrascht (und das zu Recht! Sonst wäre es nicht nötig, sie durchzuführen): In einem Kundenprojekt beispielsweise zeigten die Ergebnisse sehr hohe Emissionen aus dem Transport von Rohstoffen. Dies löste wichtige interne Diskussionen aus und man arbeitet nun daran, diese zu reduzieren. M+M: Angesichts wachsender Anforderungen seitens der Kunden: Empfehlen Sie Mühlenbetrieben, eigene Fachkenntnisse zur CO2e-Bilanzierung aufzubauen? Oder sind heutige Softwarelösungen bereits so benutzerfreundlich, dass fundierte Fachkenntnisse nicht mehr zwingend erforderlich sind? Claudio Antonelli: Ich würde sagen, dass sich die Herausforderung in den letzten Jahren verlagert hat. Es geht nicht mehr darum, ein paar Leuten in einem Mühlenunternehmen fundierte Kenntnisse über die Nachhaltigkeitsbewertung zu vermitteln. Das ist zwar immer noch wichtig, aber nicht mehr so entscheidend wie noch vor ein paar Jahren, da diese Tools so benutzerfreundlich geworden sind. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Nachhaltigkeitsschulungen für Managementteams gestiegen, um die Bewertungsergebnisse zu verstehen und strategische Veränderungen voranzutreibenvon Sabine Kemper
10.06.2025+Klimabilanzen und CO₂e-Transparenz für Getreideverarbeiter. Und Umweltwirkungen abschätzen, wie den Ausstoß von Treibhausgasen (CO₂, CH₄, N₂O) – gemäß GHG Protocol und IPCC-Richtlinien, den Wasser-Fußabdruck und eine Biodiversitätsbewertung. Das Tool nutzt betriebsindividuelle Eingabedaten wie Erträge, Düngermengen, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutzmittel, Energieverbrauch und Kraftstoff. Daraus werden die Emissionen einzelner Produktionsschritte oder ganzer Ernteprodukte berechnet – in CO₂-Äquivalenten pro Hektar oder Tonne Produkt. Vorteile: • Kostenfrei online nutzbar (nach Registrierung) • Basierend auf wissenschaftlich anerkannten Emissionsfaktoren • Unterstützt auch Scope-3-Erhebungen für Lieferketten • Erleichtert erste Schritte zur unternehmensbezogenen Klimabilanzierung Nachteile: • Keine vollständige Lebenszyklusanalyse (LCA) • Nicht ISO-zertifiziert – daher nur bedingt für offizielle Nachhaltigkeitsberichte einsetzbar • Nicht alle Verarbeitungsschritte (z. B. Vermahlung) sind detailliert abbildbar (cool-farm)von Sabine Kemper
26.03.2025+Getreide-Tagung 2025 der Arbeitsgemeinschaft Getreideforschung. Die Getreide-Tagung bietet eine einzigartige Plattform für Experten aus den Bereichen Züchtung, Anbau, Analytik und Verarbeitung von Getreide, um aktuelle Erkenntnisse und Innovationen zu teilen. So wurde am Ende viel diskutiert, wertvolle Kontakte wurden geknüpft und das gemeinsame Verständnis für komplexe Zusammenhänge gefördert – die Grundlage, um Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden.von Simone Kraft
16.03.2025Bauck Mühle erweitert Sortiment. „Alle Varianten bieten höchste Bio-Qualität und einzigartigen Genuss. Besonders stolz sind wir auf unsere Demeter-zertifizierten Burger Buns Brioche, sowie auf die Kombination von Glutenfreiheit und Geschmack bei den drei anderen Neuheiten. Damit setzen wir neue Maßstäbe in der Bio-Backwelt.“ Die neuen Backmischungen sind ab März 2025 im Bio-Fachhandel, in ausgewählten Supermärkten und im Bauck Onlineshop erhältlich.
31.10.2024Messe südback 2024 zum 30. Mal in Stuttgart. „Hier kommen Branchenkenner zusammen, teilen Wissen und Ideen und kehren mit neuen Impulsen und Konzepten zurück, um ihre Betriebe zukunftsorientiert aufzustellen.“ Auch die Umfragen unter den Fachbesuchenden bekräftigen die hohe Zufriedenheit mit der südback 2024: Im Schnitt erhielt die Messe die Note 1,8 und wurde von 89 Prozent der Teilnehmenden weiterempfohlen. Die nächste südback ist für den 24. bis 26. Oktober 2026 geplant. Die Mönsheimer Mühle begeisterte Besucher mit einem riesigen Showroom. Kai Nädler von der Mönsheimer Mühle beim Showbacken. Eine beeindruckende Produktauswahl animierte die Besucher zum Probieren am Stand. Und die vielen staunenden Gesichter bewiesen mal wieder: Es gibt wenig schöneres, als den Geruch von frischem Brot.
08.10.2024Konstantin Golombek möchte eine Brücke zwischen Müllereipraxis und Wissenschaft. Dieses internationale Renommee wollen wir nutzen. Auch in anderen Themenfeldern blicken wir über den deutschen Kontext hinaus. So wurde unsere Tagung für Getreidechemie bereits vor einiger Zeit auf die deutschsprachigen Nachbarländer ausgeweitet und heißt seitdem D-A-CH-Tagung. Diese Internationalisierung kann ich mir, dort wo sie unseren Mitgliedern und Tagungsteilnehmern nutzt, grundsätzlich auch für weitere Themenfelder vorstellen.von Rainer Miserre
30.01.2024Berliner oder Kreppel - Schmalzgebäck in der Fastnacht. Im ausgehenden 16. Jahrhundert fehlte es ebenfalls nicht an Rezepten von „Krapfen oder gefüllten Oblaten“ mit Apfel- oder Marmeladenfüllungen nach Wahl, beispielsweise Kirsch-, Himbeer- oder Hagebuttenmarmelade. Diese wurden in die Mitte einer Backoblate gestrichen, mit einer zweiten Oblate bedeckt und in einen Ausbackteig aus Mehl, Weißwein und Ei getaucht. Zum Schluss wurden die Krapfen schwimmend in heißem Fett ausgebacken. Aber nicht nur Marmelade, auch Äpfel und Birnen, Spinat, Salbeiblätter oder gar Veilchen konnten als Füllmasse herangezogen werden. Die Wiener Faschingskrapfen Einen Höhepunkt erlebte die Verfeinerung durch eine Marmeladenfüllung in der Zeit des Barock. Hierbei kommt nun verstärkt Wien ins Spiel. Bis dahin sollte man bei den traditionsreichen Schmalzgebäcken noch nicht gleich an die verfeinerten zarten Krapfen denken, sondern eher an einfache, bodenständige Schmalzgebäcke der bäuerlichen Küche, seien sie nun süß oder ungesüßt und zum Teil mit Kraut oder Fleisch gefüllt. Eine typische Alltags- und Festtagsspeise aus weniger feinem Mehl, Milch, Eiern und Hefe, die nahrhaft war und als ebenso kraftspendende wie sättigende Nahrung der Bergbauern galt. Der geflügelte Lehrspruch in Österreich hieß denn auch: „Sparen mußt beim Mehl, nicht beim Schmalz!“, da selbst stark fettige Speisen bei der harten körperlichen Arbeit durchaus noch verträglich warenvon Irene Krauß