vor 3 Wochen+Niedrigwasser belastet Mühlen. Natürlich versuche man, Beschaffung und Logistik möglichst flexibel aufzustellen. Ein Niedrigwasserereignis lasse sich aber nicht dadurch lösen, dass man einfach früher bestelle oder dauerhaft größere Bestände vorhalte: „Unternehmen können ihre Warenströme optimieren, eine fehlende oder nicht ausreichend leistungsfähige öffentliche Infrastruktur können sie jedoch nicht selbst ersetzen. Langfristig brauchen wir daher eine Verkehrsinfrastruktur, die nicht nur unter normalen Bedingungen funktioniert, sondern auch ausreichend Alternativen bietet, wenn ein Verkehrsträger eingeschränkt ist. Nur so können Unternehmen ihre Rohstoffe zuverlässig beschaffen und auch am Standort Deutschland wettbewerbsfähig produzieren.“ Als kurzfristige Entlastungsmaßnahme fordern die Verbände eine befristete Anhebung des zulässigen Gesamtgewichts von 40 auf 44 t für den Transport versorgungsrelevanter Agrargüter und Betriebsmittel, wenn Schienen- oder Schiffsverkehre ausfallen. Schon seit Jahren setzen sich die Verbände auch für eine generelle Anhebung auf 44 t ein. „Gegenwärtig erlauben etliche Länder der Europäischen Union generell den Betrieb von 44-Tonnen-Lkw auf nationaler Ebene. Auch in Deutschland würde das der Frachraumverknappung entgegenwirken, die Zahl der nötigen Fahrten und die Kosten senken“, sagt Werner Köpf. Fortin Mühlenwerke in Düsseldorf. Foto: Fortinvon Christine Böhringer
vor 6 WochenLiebe auf den ersten Schrot. Bis dahin bleibt Mühle + Mischfutter, was es immer war: eine Fachzeitschrift, die Menschen aus der Branche verbindet. Manchmal offenbar sogar weit über Walzenstuhl, Plansichter und Mehltype hinaus.
17.07.2026+Jubiläum der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau. Dies kann private Investitionen erleichtern, birgt aber Zielkonflikte für die Berufsschule. Eine öffentliche Schule muss herstellerneutral ausbilden und darf ihre Inhalte nicht von einzelnen Lieferanten oder Unternehmen abhängig machen. Für Sachspenden, Leihmaschinen, Softwarelizenzen und fachliche Unterstützung braucht es deshalb transparente Regeln. Der Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft (VGMS) arbeitet seit Jahren an der Zukunft der Ausbildung, hat aber bislang kein verbindliches und finanziell unterlegtes Gesamtkonzept vorgelegt. Dr. Peter Haarbeck wird dies nun tun. Erwartet wird ein Konzept, das kleinere und große Betriebe berücksichtigt und Kosten klar benennt. Hans Schmid kündigte an, das Schweizer Konzept zur Verfügung zu stellen. Die Schweiz organisiert Teile der müllereitechnischen Weiterbildung anders und trennt Mehlmüllerei und Mischfuttertechnik stärker. Ob sich dieses Modell auf Deutschland übertragen lässt, ist zu prüfen. Das 100-jährige Jubiläum zeigte eine Schule mit engagierten Lehrern, gewachsenen Strukturen und hoher Bedeutung für die Branche. Es zeigte aber ebenso deutlich, dass die Müllerausbildung in Stuttgart von ihrer Substanz lebt und technisch wie finanziell an ihre Grenzen stößt.
29.05.2026+Bayerischer Müllerbund auf Studienreise 2026. Die Weissachmühle ist heute die einzige noch verbliebene Mühle im Allgäu. Alle Mischfuttersorten werden seit Jahrzehnten rein auf pflanzlicher Basis, also ohne tierische Produkte wie Tiermehl, Tierfett, Fleischknochenmehl oder Fischmehl hergestellt. Fazit: Eine gelungene und vor allem sehr informative Reise - einfach PhänoMEHLnal. Die nächste Studienreise mit dem Bayerischen Müllerbund ist für übernächstes Jahr geplant. Lesen Sie Etappe 1 den Bericht zu Hosokawa und der Schweizer Müllerschule hier . Lesen Sie Etappe 2 den Bericht zur Grüninger Mühle und Bühler hier. Lesen Sie Etappe 3 den Bericht zur Mulino Marrogia hier . Lesen Sie Etappe 4 den Bericht zur Weissachmühle hier.
29.05.2026+Hosokawa Alpine: Von Stiftmühlen zur Müllerschule. Dr. Josef Rampl brachte den Anspruch der Müller knapp auf den Punkt: „Unser aller Ziel ist die beste Ausbildung.“ In Augsburg hatte die Gruppe gesehen, wie sehr moderne Verfahrenstechnik vom Produkt des Kunden gedacht werden muss. In St. Gallen wurde klar, dass Menschen diese Technik nur dann sinnvoll einsetzen können, wenn sie die Wirkung einer Änderung verstehen, Fehlerursachen eingrenzen und Qualität mit den Anforderungen der Kunden verbinden. So endete der erste Reisetag mit der Erkenntnis, dass die Zukunft der Müllerei dort entsteht, wo präzise Verfahrenstechnik mit erfahrenen Ausbildern und Fachleuten zusammenkommt, die bereit sind, ständig weiterzulernen. Lesen Sie hier die Berichte zu den weiteren Etappen der Reise: Bühler in Uzwil und die Grüninger Mühlen, die Mulino Maroggia im Tessin und die Weissachmühle im Allgäu.von Sabine Kemper
08.05.2026The smarter path to sustainable flour milling. The key is to build momentum with practical wins and then reinvest those savings into bigger improvements. My advice for new plants is to evaluate different CAPEX versus OPEX scenarios carefully. Over several years of operation, a higher upfront investment often pays off through substantially lower operating costs, particularly in energy consumption. FIVE PILLARS OF THE NEXT-GENERATION MILL What will define the next generation of sustainable milling plants over the coming decade? The next generation of milling plants will be defined by five things: 1. Higher energy efficiency by design 2. Much deeper digital transparency 3. More adaptive and automated process control 4. Better raw material utilization and side-stream valorization 5. Closer integration across the value chain In short, the sustainable mill of the future will not simply use less energy. It will be more connected, more intelligent, more flexible, and more resource-efficient across the full system. That is where the industry is heading, and I am sure the mills that embrace this early will gain both competitive and environmental advantage. For me, sustainability in milling is not a separate agenda. It is about running a mill better — with less energy, less waste, more transparency, and stronger long-term competitiveness. Weitere Artikel und Infos auf Miller Magazin: millermagazine.comvon Namik Kemal Parlak
29.03.2026+Nachwuchs aus Indien für das Müllerhandwerk. Dabei wurde deutlich, dass man VifAH-Projekt nicht ausschließlich im eigenen Handwerkszweig, sondern regional denken muss. So können sich auch Betriebe aus der gleichen Region, aber aus unterschiedlichen Gewerken zusammentun, um die Betreuung der Neuankömmlinge zu meistern. Zwischen der Handwerkskammer Region Stuttgart und dem Bildungszentrum Don Bosco in Mumbai wurde eine engere Zusammenarbeit vereinbart. Zweiter von rechts: Peter Friedrich, Geschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart. Die indischen Nachwuchskräfte sind motiviert, ins Ausland zu gehen und sich dort etwas aufzubauen – dies wurde bei der Delegationsreise deutlich. Daher stellt das ViFAH-Projekt der Handwerkskammer mit seiner gezielten und qualifizierten Zuwanderung eine Chance für das Müllerhandwerk dar. Es könnte sich zu einer Win-win-Situation entwickeln: es vermittelt motivierten jungen Menschen eine Entwicklungsperspektive – und bietet den Mühlen eine zusätzliche Zielgruppe in Zeiten des Fachkräftemangels. Für weitere Fragen zum Projekt: kornelia.dewald@muehlen.orgvon Kornelia Dewald
25.03.2026Jubiläum in Osterfeld. Marcel Fust von Schmid Automation. SalesManager Dirk Kröger von Heitling Fahrzeugbau. Thomas Fendel und Peter Böhmichen von KMH Kammann Metallbau. Geschäftsführer des Mitteldeutschen Müllerbundes Hubertus Nitschke mit MdB Anne Aeikens und dem Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes Dr. Josef Rampl.von Rainer Miserre
03.03.2026Riesentorlauf und Einkehrschwung.U., Tourismusverband Maria Alm, UBM-Agrar Gmbh, Url Agrar GmbH, Verein zur Förderung des Bäckerhandwerks Österreichs, Zucker Josef & Co KG. Gebannt wird das Rennen verfolgt von Johann Walzl (59) und Josef Ricklsen. (57) von der Rickl-Mühle, Henri Bankers (71) von der Firma Pfahnl Backmittel, Petra Glössl, Dieter Beiglböck, Sascha Behrens und Michaela Budau von der Firma Kastenmüller/KSA. Christine Scharfetter (links) und Obmann Sepp Schwaiger (rechts) ehrten Anton und Eva Witzmann von der Witzmann-Mühle, die seit 55 Jahren bei jeder Skiwoche dabei waren. (V.l.n.r.): Markus Wimmer, Walter Rogl und Harald Schmalwieser vom Solan Kraftfutterwerk. Josef Rickl (Rickl-Mühle) fuhr mit Startnummer 1 bei den Bambinis als erster durchs Ziel. Lara Miketta(Firma Rückert) belegte bei den Schülerinnen den dritten Platz. Johann Daxner von Daxner GmbH siegte bei den Masters (70). Josef Rickl sen. mit Johann Walzl, Masters 60 (v.l.n.r.) freuten sich gut im Ziel angekommen zu sein. Organisatorin und Autorin Gabriele Czechtizky (rechts) mit ihrer Kollegin Eva Edlinger (links).von Gabriele Czechtizky
18.02.2026+Betriebliche Altersvorsorge für Müller. Ist der Arbeitgeber zum Zeitpunkt der Leistungskürzung nicht mehr existent durch Geschäftsaufgabe oder Insolvenz, dann wird der Differenzbetrag vom Pensions-Sicherungs-Verein übernommen. Arbeitgeber mit betrieblicher Altersversorgung über eine Pensionskasse, Unterstützungskasse oder eine Direktzusage mit entsprechenden Pensionsrückstellungen in der Unternehmensbilanz müssen eine beitragspflichtige Mitgliedschaft im PSV beantragen und zahlen jährlich einen Beitrag in Abhängigkeit der zugesagten Altersvorsorge-Verpflichtungen gegenüber ihren Mitarbeitern.
08.02.2026Mittelstand verliert an wirtschaftlichem Gewicht. Methodik Das DATEV Spotlight Insolvenzen (inklusive Jahresrückblick) analysiert die Entwicklung von Insolvenzen und Betriebsaufgaben im Zeitraum Oktober 2024 bis September 2025. Die Auswertung basiert auf einer Sonderanalyse des DATEV-Branchenbarometers, ergänzt um Daten des DATEV Mittelstandsindex sowie Daten des Statistischen Bundesamts (DESTATIS). Das DATEV-Branchenbarometer beruht auf einer repräsentativen Befragung von 547 Steuerberatungskanzleien (online) sowie 100 zusätzlichen Telefoninterviews mit Nicht-Mitgliedern zwischen dem 13. Oktober und 13. November 2025. Die Ergebnisse wurden nach Kanzleigröße, Region und Mandantenstruktur gewichtet und hochgerechnet. Der DATEV Mittelstandsindex stützt sich auf anonymisierte Daten aus über einer Million Unternehmen und mehr als acht Millionen Beschäftigten aus den DATEV-Abrechnungssystemen.
10.12.2025170 Jahre C.F. Rolle Mühle. Die Rolle Mühle deckt ihren Energieverbrauch aus dem Wasser der Zschopau. Das eigene Wasserkraftwerk wird von einer Kaplan S-Rohrturbine mit 170 kW Leistung betrieben (Foto: Sabine Kemper). Draußen ist es dunkel geworden und fallende Schneeflocken glitzern im Licht der Hoflampen. Die Prüfung ist beendet, die Sieger stehen fest. Bald wird der Duft von frisch gebackenem Stollen durch die Wohnzimmer von Annaberg bis Zwickau ziehen. Ein Teil des Weihnachtszaubers im Erzgebirge nimmt seinen Anfang hier, bei der Familie Rolle, die seit 170 Jahren dafür sorgt, dass dem Weihnachtsland das Mehl nicht ausgeht.von Patrick Buhl, Sabine Kemper
18.11.2025Bühler feiert zehnjähriges Bestehen der African Milling School in Nairobi. Gemeinsam bieten diese Einrichtungen umfassende Schulungen an, vermitteln praktische Erfahrungen und bereiten die nächste Generation von Fachleuten darauf vor, fortschrittliche Müllereitechnologien zu bedienen, neue digitale Lösungen einzuführen und KI-gesteuerte Prozesse zu implementieren. «Ausbildungen sind Investitionen, keine Kosten», sagt Dario Grossmann. «Jeder AMS-Absolvent kehrt in sein Unternehmen zurück und hat dort einen messbaren Einfluss auf Produktion, Effizienz und Gesellschaft. Das ist der wahre Massstab für Erfolg – und der Grund, warum wir dieses Bildungsnetzwerk weiter stärken.» Mit dem 10-jährigen Jubiläum wurde ein Jahrzehnt der Kompetenzförderung in der Müllerei-Industrie und eine neue Gruppe von Absolventen aus sieben Ländern gefeiert (Foto: Bühler).
10.11.2025Besuch in der Wunderkammer des Brotes.paneum.at Anfragen zu Besuch und Führungen: Tel.: +43 7224 8821 400 E-Mail: empfang@paneum.at Die geschwungene Treppe im Museum wurde in einem Stück geliefert und eingebaut. Die Getreidesichel entstand 5000 v. Chr. In Ägypten. 300 Porzellanfiguren aus Meissen sind ausgestellt. Früherdienten die Bäcker und Brotverkäufer als Tischdekoration. Auf einer Reise durch Tschechien nutzt Kaiser Joseph II eine Wartezeit dazu den Pflug eines Bauern zu führen. Die volksnahe Geste diente als Vorlage für das teilweise vergoldete Kunstwerk.von Patrick Buhl
03.11.2025Die deutsche Mühlenbranche von der Industrialisierung bis heute. Quellen Verband Deutscher Mühlen (VDM): Mühlen in Deutschland – Zahlen zu Anzahl der Mühlen, regionaler Verteilung, Vermahlungsmengen und historische Entwicklung (Stand: Sept. 2023). Ökolandbau.de/Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE): Branchenzahlen zum Wirtschaftsjahr 2022/23 (Anzahl erfasster Betriebe).von Sabine Kemper
02.11.202550. Müllerei-Fachtagung des Bayerischen Müllerbundes. Die Firma Rückert ist stolz, Teil der Geschichte zu sein. Nach einem Rückblick mit den Highlights des Mühlenbaus der vergangenen Jahre zeigte er das Leistungsspektrum seines Unternehmens auf. Ersatzteile, Gebrauchtmaschinen, Maschinenrevisionen oder die Sonderanfertigung von Maschinenteilen gehören dazu und natürlich auch komplette Umbauten. Christian und Christine Rückert, Elke König, Reinhard Rückert und Tina Noller von der Firma Rückert (Foto: Patrick Buhl). Peter Mayer von Premium Magnets stellte Magnettechnik für den Einsatz in Mühlenbetrieben vor. Magnetseparatoren, die an verschiedenen kritischen Kontrollpunkten (HACCP-Punkte) installiert werden, erhöhen Produktsicherheit und Prozessoptimierung durch Fremdkörperkontrolle - Hier lesen Sie die Zusammenfassung seines Volkacher Vortrages . Franz Schmid, Kastenmüller GmbH, zeigte die Einflussfaktoren auf die mechanische Stärkebeschädigung durch Walzenstühle in der Weizenvermahlung (M+M, Ausgaben 15-16/2025, S. 20 ff.). Hintergrund für diese Projektarbeit mit dem Abschlusssemester der Deutschen Müllerschule in Braunschweig war, dass sich die Kundenwünsche an die Mühlen zunehmend von Standardmehlen hin zu spezialisierten Mehlen mit eigenen Spezifikationen verschieben. Die Bühler Group war am Stand vertreten durch (v.l.n.r.): Andreas Müller, Randy Urban, Adrian Hilpertshauser, Valerie Brunner, Stefan Jennermann und Sven Sawada (Foto: Patrick Buhl)von Rainer Miserre