29.05.2026+Bayerischer Müllerbund auf Studienreise 2026. Die Weissachmühle ist heute die einzige noch verbliebene Mühle im Allgäu. Alle Mischfuttersorten werden seit Jahrzehnten rein auf pflanzlicher Basis, also ohne tierische Produkte wie Tiermehl, Tierfett, Fleischknochenmehl oder Fischmehl hergestellt. Fazit: Eine gelungene und vor allem sehr informative Reise - einfach PhänoMEHLnal. Die nächste Studienreise mit dem Bayerischen Müllerbund ist für übernächstes Jahr geplant. Lesen Sie Etappe 1 den Bericht zu Hosokawa und der Schweizer Müllerschule hier . Lesen Sie Etappe 2 den Bericht zur Grüninger Mühle und Bühler hier. Lesen Sie Etappe 3 den Bericht zur Mulino Marrogia hier . Lesen Sie Etappe 4 den Bericht zur Weissachmühle hier.
29.05.2026+Hosokawa Alpine: Von Stiftmühlen zur Müllerschule. Dr. Josef Rampl brachte den Anspruch der Müller knapp auf den Punkt: „Unser aller Ziel ist die beste Ausbildung.“ In Augsburg hatte die Gruppe gesehen, wie sehr moderne Verfahrenstechnik vom Produkt des Kunden gedacht werden muss. In St. Gallen wurde klar, dass Menschen diese Technik nur dann sinnvoll einsetzen können, wenn sie die Wirkung einer Änderung verstehen, Fehlerursachen eingrenzen und Qualität mit den Anforderungen der Kunden verbinden. So endete der erste Reisetag mit der Erkenntnis, dass die Zukunft der Müllerei dort entsteht, wo präzise Verfahrenstechnik mit erfahrenen Ausbildern und Fachleuten zusammenkommt, die bereit sind, ständig weiterzulernen. Lesen Sie hier die Berichte zu den weiteren Etappen der Reise: Bühler in Uzwil und die Grüninger Mühlen, die Mulino Maroggia im Tessin und die Weissachmühle im Allgäu.von Sabine Kemper
05.04.2026+Frühjahrsseminar 2026 des Baden-Württembergischen Müllerbundes.-9. September 2026 in Brüssel stattfindet und die bisherige Tagung für Müllerei-Technologie in Detmold ersetzt. Dr. Andreas Baitinger, Rektor der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau mit Technischer Oberschule in Stuttgart, sprach danach offen und ernüchternd über Probleme durch einen größer werdenden Kreis von Auszubildenden mit mangelnden Sprachkenntnissen, Drogenkonsum und Respektlosigkeit gegenüber dem Lehrkörper. Zudem werde der Sanierungsstau am Gebäude offensichtlich. Er lud die Anwesenden zur diesjährigen 100 Jahr Feier am 19. Juni 2026 nach Stuttgart ein und bat um zahlreiche Teilnahme. Zum Abschluss stellte Frank Sautter, Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Müllerbundes die getätigten Maßnahmen und Geldspenden des Vereins zur Förderung der Berufsausbildung und Fortbildung für Müller vor. V.l.n.r.: Frank Sauter, Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Müllerbundes, Karl Ruthardt, stellv. Vorsitzender des Müllerbundes, Dr. Andreas Baitinger, Rektor der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau mit Technischer Oberschule in Stuttgart und Kornelia Dewald, Geschäftsstelle des Müllerbundes. von Rainer Miserre
25.03.2026Neue Führungsspitze der BVE: Dr. Bernhard J. Simon und Christof Engelke. Mit Dr. Bernhard J. Simon und Christof Engelke gewinnt der Verband unternehmerische Erfahrung und strategische Klarheit. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es eine Führung, die eng zusammenarbeitet und unterschiedliche Perspektiven zusammenführt. Unser besonderer Dank gilt Dr. Christian von Boetticher für sein prägendes Engagement. Den neuen Vorstandsmitgliedern wünschen wir einen erfolgreichen Start und freuen uns auf frische Impulse.“ In der Ernährungsindustrie erwirtschaften 6.082 Betrieben mit knapp 674.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 240,8 Milliarden Euro. Die Ernährungsindustrie ist inzwischen der drittgrößte Industriezweig Deutschlands. Dabei ist die Branche klein- und mittelständisch geprägt: 90 Prozent der Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie gehören dem Mittelstand an. Die Exportquote von 35 Prozent zeigt, dass Kunden auf der ganzen Welt die Qualität deutscher Lebensmittel schätzen.
25.03.2026Verbandstag 2026 Bayerischer Müllerbund. Jürgen Michels, Chefvolkswirt der Bayerischen Landesbank (BayernLB) (Foto: Sabine Kemper). Künftige Herausforderungen der Backbranche waren das Thema des praxisnahen und spannenden Vortrags von Norbert Lötz (Foto: Sabine Kemper). von Rainer Miserre
25.03.2026Jubiläum in Osterfeld. Marcel Fust von Schmid Automation. SalesManager Dirk Kröger von Heitling Fahrzeugbau. Thomas Fendel und Peter Böhmichen von KMH Kammann Metallbau. Geschäftsführer des Mitteldeutschen Müllerbundes Hubertus Nitschke mit MdB Anne Aeikens und dem Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes Dr. Josef Rampl.von Rainer Miserre
04.03.2026+Jan Cordesmeyer zu EU-Berichtspflichten und Lieferketten. Diese Informationen dienen den Entscheidungsträgern und helfen dabei, nachhaltige und vernünftige Entscheidungen zu treffen. Jedes Mitgliedsunternehmen kann praktisch dazu beitragen, weil von uns der Realitätscheck geliefert werden muss. Praktisch beitragen können wir vor allem durch: konkrete Fallbeispiele (z. B. eine Linie, ein Standort, eine Umrüstung), harte Zahlen (CAPEX, OPEX, Stillstandszeiten, Platzbedarf), Machbarkeitsnachweise (was technisch geht und was nicht) sowie Vorher-/Nachher-Vergleiche statt abstrakter Einschätzungen. Saubere Datensätze aus realen Betrieben sind oft hilfreicher als allgemeine Stellungnahmen. Beispiele, wo genau diese Mitarbeit den Ausschlag gab: ATEX- und Staubregelungen in Getreide- und Futtermittelanlagen. Hier haben konkrete Zahlen aus der Praxis dazu geführt, dass auf EU-Ebene Bestandsanlagen klarer von Neubauten abgegrenzt und Übergangsfristen verlängert wurden, stattpauschale Anforderungen einzuführen. Bei Nachhaltigkeits- und Reportingpflichten konnten Fallstudien belegen, dass bestimmte Datenerhebungen entlang der Lieferkette technisch nicht verfügbar oder wirtschaftlich unverhältnismäßig sind. Diese Nachweise flossen in die Argumentation für vereinfachte Anforderungen und spätere Anwendungstermine für kleinere Betriebe ein. Kurz gesagt: Verbände brauchen keine Meinungen, sondern überprüfbare Betriebsdaten.
03.03.2026Riesentorlauf und Einkehrschwung.U., Tourismusverband Maria Alm, UBM-Agrar Gmbh, Url Agrar GmbH, Verein zur Förderung des Bäckerhandwerks Österreichs, Zucker Josef & Co KG. Gebannt wird das Rennen verfolgt von Johann Walzl (59) und Josef Ricklsen. (57) von der Rickl-Mühle, Henri Bankers (71) von der Firma Pfahnl Backmittel, Petra Glössl, Dieter Beiglböck, Sascha Behrens und Michaela Budau von der Firma Kastenmüller/KSA. Christine Scharfetter (links) und Obmann Sepp Schwaiger (rechts) ehrten Anton und Eva Witzmann von der Witzmann-Mühle, die seit 55 Jahren bei jeder Skiwoche dabei waren. (V.l.n.r.): Markus Wimmer, Walter Rogl und Harald Schmalwieser vom Solan Kraftfutterwerk. Josef Rickl (Rickl-Mühle) fuhr mit Startnummer 1 bei den Bambinis als erster durchs Ziel. Lara Miketta(Firma Rückert) belegte bei den Schülerinnen den dritten Platz. Johann Daxner von Daxner GmbH siegte bei den Masters (70). Josef Rickl sen. mit Johann Walzl, Masters 60 (v.l.n.r.) freuten sich gut im Ziel angekommen zu sein. Organisatorin und Autorin Gabriele Czechtizky (rechts) mit ihrer Kollegin Eva Edlinger (links).von Gabriele Czechtizky
18.02.2026Wie die Verbannung von Experten die Energiewende zum Scheitern verurteilte. Gleichzeitig dominierte in der öffentlichen Debatte eine stark moralische und ideologische Sicht. Wer auf die Bedeutung dieser Expertise hinwies oder vor übereilten Abschaltungen warnte, wurde schnell in eine defensive Position gedrängt. So entstand ein Klima, in dem es rational erschien, Erfahrungswissen aus angeblich überholten Technologien nicht mehr zu pflegen. Damit verlor Deutschland innerhalb von gut einem Jahrzehnt einen erheblichen Teil seiner Betriebskompetenz für großtechnische Anlagen, die prinzipiell viele Jahrzehnte sicher und effizient laufen können. Dieses Erfahrungswissen lässt sich nicht kurzfristig zurückholen. Es fehlte in der Phase, in der man Übergangskonzepte hätte gestalten müssen, und es fehlt heute, wenn man über Revisionen oder mögliche Neubewertungen von Technologien nachdenkt. Die Verbindung zum Industriestandort liegt auf der Hand. Ein Land, das seine kritischen Infrastrukturen nur noch mit Mühe stabil hält und seine Energiepreise nach oben treibt, verliert an Attraktivität für energieintensive Produktion. Unternehmen treffen Investitionsentscheidungen nicht aufgrund von Szenariostudien, sondern anhand erlebter Versorgungssicherheit und realer Kosten. In diesem Sinne trägt der Verlust von Expertise ganz direkt zur Erosion des Standorts bei. M+M: Wenn Sie ein Lernprogramm für eine mögliche „Energiewende 2
08.02.2026Mittelstand verliert an wirtschaftlichem Gewicht. Methodik Das DATEV Spotlight Insolvenzen (inklusive Jahresrückblick) analysiert die Entwicklung von Insolvenzen und Betriebsaufgaben im Zeitraum Oktober 2024 bis September 2025. Die Auswertung basiert auf einer Sonderanalyse des DATEV-Branchenbarometers, ergänzt um Daten des DATEV Mittelstandsindex sowie Daten des Statistischen Bundesamts (DESTATIS). Das DATEV-Branchenbarometer beruht auf einer repräsentativen Befragung von 547 Steuerberatungskanzleien (online) sowie 100 zusätzlichen Telefoninterviews mit Nicht-Mitgliedern zwischen dem 13. Oktober und 13. November 2025. Die Ergebnisse wurden nach Kanzleigröße, Region und Mandantenstruktur gewichtet und hochgerechnet. Der DATEV Mittelstandsindex stützt sich auf anonymisierte Daten aus über einer Million Unternehmen und mehr als acht Millionen Beschäftigten aus den DATEV-Abrechnungssystemen.
02.11.202550. Müllerei-Fachtagung des Bayerischen Müllerbundes. Die Firma Rückert ist stolz, Teil der Geschichte zu sein. Nach einem Rückblick mit den Highlights des Mühlenbaus der vergangenen Jahre zeigte er das Leistungsspektrum seines Unternehmens auf. Ersatzteile, Gebrauchtmaschinen, Maschinenrevisionen oder die Sonderanfertigung von Maschinenteilen gehören dazu und natürlich auch komplette Umbauten. Christian und Christine Rückert, Elke König, Reinhard Rückert und Tina Noller von der Firma Rückert (Foto: Patrick Buhl). Peter Mayer von Premium Magnets stellte Magnettechnik für den Einsatz in Mühlenbetrieben vor. Magnetseparatoren, die an verschiedenen kritischen Kontrollpunkten (HACCP-Punkte) installiert werden, erhöhen Produktsicherheit und Prozessoptimierung durch Fremdkörperkontrolle - Hier lesen Sie die Zusammenfassung seines Volkacher Vortrages . Franz Schmid, Kastenmüller GmbH, zeigte die Einflussfaktoren auf die mechanische Stärkebeschädigung durch Walzenstühle in der Weizenvermahlung (M+M, Ausgaben 15-16/2025, S. 20 ff.). Hintergrund für diese Projektarbeit mit dem Abschlusssemester der Deutschen Müllerschule in Braunschweig war, dass sich die Kundenwünsche an die Mühlen zunehmend von Standardmehlen hin zu spezialisierten Mehlen mit eigenen Spezifikationen verschieben. Die Bühler Group war am Stand vertreten durch (v.l.n.r.): Andreas Müller, Randy Urban, Adrian Hilpertshauser, Valerie Brunner, Stefan Jennermann und Sven Sawada (Foto: Patrick Buhl)von Rainer Miserre
06.07.2025„Glück zu“ Verbandstag 2025. UlrichHetz freut sich Kameraden zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen (Foto: Sabine Kemper). Rainer Miserre (Mühle + Mischfutter) und Vize-Präsident Bb. Andreas Kastenmüller (Foto: Sabine Kemper) Maro Bauer von der Firma Kastenmüller und seine Familie (Foto: Sabine Kemper). Marius Hermes und Thorsten Lucht von F.H. Schule Mühlenbau GmbH (Foto: Sabine Kemper). V.l.n.r.: Bb. Max Krompholz, Bb.Alexander Reyes Mertz, 1. Präside Bb. Moritz Steinhauser und Bb.Sebastian Forst (Foto: Sabine Kemper).
10.06.2025+Interview mit Claudio Antonelli zu Klimabilanzen mit Bühler. Was auch immer die Frage ist, ein guter Ausgangspunkt ist immer die Messung der aktuellen Situation, die es dann ermöglicht, die Emissions-Hotspots zu identifizieren und darauf zu reagieren. Viele Kunden waren von den Ergebnissen der Bewertungen überrascht (und das zu Recht! Sonst wäre es nicht nötig, sie durchzuführen): In einem Kundenprojekt beispielsweise zeigten die Ergebnisse sehr hohe Emissionen aus dem Transport von Rohstoffen. Dies löste wichtige interne Diskussionen aus und man arbeitet nun daran, diese zu reduzieren. M+M: Angesichts wachsender Anforderungen seitens der Kunden: Empfehlen Sie Mühlenbetrieben, eigene Fachkenntnisse zur CO2e-Bilanzierung aufzubauen? Oder sind heutige Softwarelösungen bereits so benutzerfreundlich, dass fundierte Fachkenntnisse nicht mehr zwingend erforderlich sind? Claudio Antonelli: Ich würde sagen, dass sich die Herausforderung in den letzten Jahren verlagert hat. Es geht nicht mehr darum, ein paar Leuten in einem Mühlenunternehmen fundierte Kenntnisse über die Nachhaltigkeitsbewertung zu vermitteln. Das ist zwar immer noch wichtig, aber nicht mehr so entscheidend wie noch vor ein paar Jahren, da diese Tools so benutzerfreundlich geworden sind. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Nachhaltigkeitsschulungen für Managementteams gestiegen, um die Bewertungsergebnisse zu verstehen und strategische Veränderungen voranzutreibenvon Sabine Kemper
10.06.2025+Klimabilanzen und CO₂e-Transparenz für Getreideverarbeiter. Und Umweltwirkungen abschätzen, wie den Ausstoß von Treibhausgasen (CO₂, CH₄, N₂O) – gemäß GHG Protocol und IPCC-Richtlinien, den Wasser-Fußabdruck und eine Biodiversitätsbewertung. Das Tool nutzt betriebsindividuelle Eingabedaten wie Erträge, Düngermengen, Bodenbearbeitung, Pflanzenschutzmittel, Energieverbrauch und Kraftstoff. Daraus werden die Emissionen einzelner Produktionsschritte oder ganzer Ernteprodukte berechnet – in CO₂-Äquivalenten pro Hektar oder Tonne Produkt. Vorteile: • Kostenfrei online nutzbar (nach Registrierung) • Basierend auf wissenschaftlich anerkannten Emissionsfaktoren • Unterstützt auch Scope-3-Erhebungen für Lieferketten • Erleichtert erste Schritte zur unternehmensbezogenen Klimabilanzierung Nachteile: • Keine vollständige Lebenszyklusanalyse (LCA) • Nicht ISO-zertifiziert – daher nur bedingt für offizielle Nachhaltigkeitsberichte einsetzbar • Nicht alle Verarbeitungsschritte (z. B. Vermahlung) sind detailliert abbildbar (cool-farm)von Sabine Kemper