vor 5 Wochen+Ceres Mühle in Brüssel. Über uns arbeiten die zwei Mahllinien noch nicht mit voller Auslastung und es fehlen noch weitere Rohwaren- und Fertigwarensilos. Platz wäre auf dem Mühlenhof im Gewerbegebiet ausreichend, wenn das ehemalige Mühlengebäude abgerissen würde, aber die Stadtverwaltung hat bei den denkmalgeschützten Gebäuden ein Wort mitzureden. Für Swisca markiert die Ceres Mühle einen Meilenstein: Erstmalig zeichnete das junge Unternehmen mit seinen rund 80 Technikern für das gesamte Leistungsspektrum verantwortlich. Von der Mühlendiagrammentwicklung über die Verwiegetechnik bis hin zur Inbetriebnahme des Gesamtsystems. Nach Abschluss seines Betriebswirtschaftsstudiums hat Jonathan Gutting in den vergangenen Wochen beim Aufbau und bei der Inbetriebnahme der neuen Mühlenanlage mitgearbeitet. Für Freunde und Hobbys blieb in dieser Zeit kaum Raum. Nun freut er sich auf seine neue Verantwortung und sieht für die Ceres Mühle großes Potenzial: «Das ist hier ein super Standort mit einem enorm motivierten und professionellen Team.» Jonathan Gutting Drei ROMIL-8-Walzenstühle in der oberen Etage.von Patrick Buhl, Sabine Kemper
vor 6 Wochen+Rohrbau als Teil der Automatisierung. Nach Angaben von Sallhofer können viele Anpassungen am eingesetzten System mit überschaubarem Aufwand vorgenommen werden. Das Beispiel der Ceres Mühle zeigt damit, dass der Mühlenrohrbau bei hoch automatisierten Anlagen mehr ist als die Verbindung zwischen zwei Maschinen. Rohrführung und Klappentechnik werden zu einem Bestandteil des Prozesskonzeptes. In Brüssel mussten sie sich deshalb ebenso in die Automatisierung einfügen wie die eigentlichen Verarbeitungsmaschinen. Sichterausläufe Variante Sallhofer Edelstahl. Foto: Sallhofer
18.07.2026+Besuch der Grüninger Mühlen in Flums/Schweiz. Die allgemeinen Fortschritte im Bereich KI bringen diese vierte Phase aber zweifellos näher. Für uns ist entscheidend, diesen Schritt kontrolliert, überlegt und praxisnah zu gehen. Im Kern soll es nicht darum gehen, eine Mühle vollständig autonom zu betreiben. Entscheidend ist, die Technologie dort einzusetzen, wo sie den Müller fachlich unterstützt, Prozesse stabiler macht und den Betrieb langfristig stärkt.von Sabine Kemper
09.07.2026+Zwischenfazit zum Plansichter SIFTO. Ich merke derzeit, dass sich viele Müller inzwischen für neue Sichterkonzepte öffnen. Wenn wir den SIFTO auf einer anderen Etage integrieren können, entstehen neue Möglichkeiten im Mühlendiagramm. Dann lassen sich Mahlen und Sichten stärker über freien Fall verbinden, und einzelne pneumatische Überhebungen können entfallen. Früher wurde so etwas oft gar nicht diskutiert. Heute sind viele Betriebe bereit, genau über solche Lösungen nachzudenken. SIFTO in der Ceres Mühle in der Umbauphase (Foto: Swisca). M+M: Trotz der genannten Vorteile werden doch mehr elektrische Komponenten und größere Schaltschränke verbaut. Ist das nicht ein Nachteil? Stefan Schmitz: Er braucht mehr elektrische Ausrüstung, ja. Aber Maschinen entwickeln sich. Früher hatten Waagen Relaissteuerungen, heute sind elektronische Waagen-Steuerungen selbstverständlich. Beim Sichter kommt ebenfalls mehr Elektronik ins Spiel. Der Vorteil ist, dass wir Motortemperatur, Drehzahl und Drehmoment auslesen können. Außerdem stellen wir die Geschwindigkeit der Motoren individuell ein. Durch das modulare Konzept haben wir einen Motor in jedem Abteil und benötigen deshalb einen Servocontroller, der die Motoren synchronisiert und es so ermöglicht die Geschwindigkeit des Sichters einzustellen. Ich teste das gerade an einigen Anlagen und optimiere ganz einfach den Prozess. Läuft mehr Produkt, kann man schneller fahren, bei weniger Produkt halt langsamervon Sabine Kemper
07.07.2026+Vernetzung als Antwort. Mehr als doppelt so viele Partnerunternehmen wie imVorjahr hatten sich für die Hausmesse angemeldet (Foto: M+M). Den Abschlussvortrag nutzte CEO Sebastian Pohl, um die fünf Felder zu skizzieren, auf denen sein Unternehmen Künstliche Intelligenz bereits einsetzt: Monitoring zur Früherkennung von Anlagenfehlern, nutzungsbasierte Preventive Maintenance auf Basis von Betriebsdaten, datengetriebene Predictive Maintenance, die Zustandsüberwachung und Wartungsplanung direkt verknüpft, OEE-Monitoring und -Optimierung durch Auswertung von Produktionsdaten sowie eine übergreifende datenbasierte Prozessoptimierung, die kritische Anlagenkomponenten systematisch identifiziert. Die Resonanz der Partnerunternehmen und Besucher war sehr positiv (Foto: M+M). Björn Voges, Global Marketing Manager, ließ keinen Zweifel an der Fortsetzung: „Für uns war es zum wiederholten Male eine großartige Hausmesse. Daher wird es auch 2027 wieder eine Greif-Velox Connect geben.“ Die Teilnehmer gaben eine positive Resonanz. Neue Geschäftskontakte wurden geknüpft und die fachliche Tiefe und Qualität der Gespräche wurden gelobt."von Sabine Kemper
31.05.2026+Mulino Maroggia: Neubau nach Brand. In einem Betrieb mit vielen Rezepten und kleineren Chargen ist das von Vorteil. Ordnung herrscht auch am und im Schaltschrank. Brandschutztüren, Sensoren, Rauchmeldeanlage sind heute Standard, ebenso Rauchmelder im Schaltschrank mit direktem Draht zur Feuerwehr. Nach den Fachgesprächen an den verschiedenen Maschinen geht es auf das Dach des Mühlengebäudes. Dort bekommen die Müller einen anderen Ausblick. Sie schauen über die Stadt auf den tiefblauen Luganersee und erkennen, warum diese Mühle mehr ist als ein Produktionsstandort. Sie liegt zwischen Bahnlinie, Ort und See und ist Teil einer Region, die ihre gewerblichen Flächen nicht beliebig ausweiten kann. Der Neubau muss sich architektonisch und organisatorisch in diese Umgebung einpassen. Ein Wiederaufbau an einem solchen Standort bedeutet Abstimmung mit Behörden, Bahn, Kanton und Bund. Am Ende steht für die Besucher ein Apéro bereit und es wird ein Abschiedsfoto geschossen. Vor der Weiterfahrt Richtung Heimat mit dem Mehlexpress stehen alle in Gruppen zusammen und blicken ein letztes Mal auf den beeindruckenden neuen Mühlenbetrieb, der im November 2020 fast verschwunden wäre. Expertentalk vor neuem Walzenstuhl von Bühler. Alessandro Fontana hat gezeigt, wie ein Wiederaufbau gelingt ohne alte Schwächen zu wiederholen. Er verarbeitet weiterhin Rohstoffe, die für die regionalen Landwirte und seine Kunden wichtig sind, aber heute mit besserer Überwachung, Hygiene, Automatisierung und einem klarerem Prozessmanagementvon Sabine Kemper
29.05.2026+Hosokawa Alpine: Von Stiftmühlen zur Müllerschule. Dr. Josef Rampl brachte den Anspruch der Müller knapp auf den Punkt: „Unser aller Ziel ist die beste Ausbildung.“ In Augsburg hatte die Gruppe gesehen, wie sehr moderne Verfahrenstechnik vom Produkt des Kunden gedacht werden muss. In St. Gallen wurde klar, dass Menschen diese Technik nur dann sinnvoll einsetzen können, wenn sie die Wirkung einer Änderung verstehen, Fehlerursachen eingrenzen und Qualität mit den Anforderungen der Kunden verbinden. So endete der erste Reisetag mit der Erkenntnis, dass die Zukunft der Müllerei dort entsteht, wo präzise Verfahrenstechnik mit erfahrenen Ausbildern und Fachleuten zusammenkommt, die bereit sind, ständig weiterzulernen. Lesen Sie hier die Berichte zu den weiteren Etappen der Reise: Bühler in Uzwil und die Grüninger Mühlen, die Mulino Maroggia im Tessin und die Weissachmühle im Allgäu.von Sabine Kemper
19.05.2026+Keine Produktion mehr bei Bühler in Braunschweig. Wir verändern den Standort, um ihn zukunftsfähig auszurichten und unser Serviceangebot gezielt zu stärken. Für Müllerinnen, Müller und Partner bedeutet das: Sie können weiterhin auf Bühler als verlässlichen Ansprechpartner zählen. Gleichzeitig bauen wir jene Kompetenzen aus, die für ihre heutigen und künftigen Herausforderungen besonders relevant sind. Wir wissen, wie wichtig Vertrauen, Erfahrung und Kontinuität in unserer Branche sind. Die Nähe zu unseren Kunden wollen wir künftig noch stärker nutzen, um gemeinsam Lösungen für eine leistungsfähige, effiziente und nachhaltige Produktion zu entwickeln. M+M: Was ist Ihre langfristige Vision für den Standort Braunschweig? Stefan Birrer: Meine Vision ist, dass Braunschweig innerhalb des europäischen Bühler-Netzwerks als leistungsfähiges Kompetenzzentrum für Customer Service wahrgenommen wird. Der Standort soll für gebündelte Expertise, praxisnahe Beratung und starke technologische Unterstützung stehen. Wenn es um die Errichtung, Optimierung, Modernisierung und Weiterentwicklung von Getreideverarbeitungsanlagen geht, sollen unsere Kunden in Braunschweig kompetente Ansprechpartner finden, die ihre Prozesse verstehen und gemeinsam mit ihnen tragfähige Lösungen entwickeln. "Braunschweig hat eine starke Verbindung zur Müllerei und zur Getreideverarbeitung. Diese Stärke wollen wir nutzen und weiterentwickeln – zum Nutzen unserer Kunden in Europa." Stefan Birrer
18.05.2026+Roland Mills Ost setzt auf digitale Prozesse. Neue digitale Lösungen müssen daher in bestehende Technik eingebunden werden. Das bedeutet nicht unbedingt weniger Personalbedarf. Fachkräfte müssen zukünftig mehr Anlagenüberwachung mehr Qualitätsanforderungen und mehr Dokumentation bewältigen. Entscheidend ist deshalb nicht die Menge der Daten, sondern deren sinnvolle Aufbereitung. Der Schichtführer benötigt andere Informationen als das Qualitätslabor oder der Energiemanager. Ein gutes Dashboard zeigt nicht möglichst viele Kennzahlen, sondern die relevanten Abweichungen. Sonst entstehen neue Gefahrenquellen durch nicht priorisierte Meldungen. Mit der stärkeren Vernetzung der Daten wächst zudem die Bedeutung der Cybersicherheit. Sobald Maschinen, Leitsysteme, Fernwartung und Cloud-Dienste verbunden werden, entstehen neue Risiken. Datensicherung, Zugriffsrechte und Fernwartung müssen deshalb klar geregelt werden. Dabei tragen nicht nur IT-Abteilungen Verantwortung, sondern auch Betriebsleitung und externe Dienstleister. Trotz Digitalisierung bleibt der Müller der entscheidende Faktor. Die Mühle der Zukunft braucht nicht weniger Fachwissen, sondern digitale Kompetenz. Müller müssen künftig auch Prozessdaten bewerten können, Trends erkennen und digitale Warnsysteme richtig einordnen. Internationale Marktstudien erwarten weiterhin Wachstum für Getreidemühlen. Future Market Insights (FMI) beziffert den weltweiten Markt für Commercial Grain Mills im Jahr 2025 auf rund 1,8 Mrdvon Rainer Miserre, Sabine Kemper
06.05.2026Geschäftsführerwechsel bei Streckel & Schrader. Made in Germany ist und bleibt deshalb Teil unserer Unternehmenskultur.von Rainer Miserre
05.05.2026Bühler läutet mit Nutrex 7 Series eine neue Ära der Extrusionsanlagen ein. Sie ist flexibel einsetzbar, erfüllt höchste Hygieneanforderungen und ist mit der neuesten Steuerungstechnik für einen reibungslosen und effizienten Betrieb ausgestattet.» Stefanie Hardtmann.
19.04.2026Endress+Hauser 2025 über Vier-Mrd.-Euro Umsatz. Wer Rohstoffe sicher lagern, Transporte steuern und qualitätskritische Schritte stabil fahren will, ist auf verlässliche Messwerte angewiesen. Hinzu kommen digitale Systeme, die Messdaten bündeln, visualisieren und für Wartung oder Effizienzsteigerung nutzbar machen. CEO Dr. Peter Selders (Foto: Endress+Hauser). Diese Verbindung aus Sensorik, Gerätetechnik und Datennutzung zog sich als roter Faden durch die Veranstaltung. Ein Beispiel mit Nähe zur Lebensmittelproduktion ist das neue selbstkalibrierende Thermometer iTHERM TrustSens. Es kalibriert sich im laufenden Betrieb und kann nach Unternehmensangaben nun bereits bei 39 Grad Celsius arbeiten. Das soll Stillstände vermeiden und die Temperaturüberwachung in hygienisch sensiblen Prozessen vereinfachen. Mathias Altendorf, ehemaliger CEO und Präsident des Verwaltungsrats von Endress+Hauser. Seinen Abschied nahm Verwaltungsratspräsident Matthias Altendorf. Er absolvierte seine gesamte berufliche Laufbahn bei Endress+Hauser und begann mit einer Lehre als Mechaniker in Maulburg, an die sich Studium und Weiterbildungen anschlossen. Der Schmetterling begleitete als Symbol für Transformation das Global Forum 2026.von Rainer Miserre
17.04.2026+MultiSense: automatisierte Qualitätskontrolle für Flocken, Kaffee, Pellets und mehr. Dadurch reduziert sich der manuelle Kontrollaufwand erheblich, Prozesse stabilisieren sich und das Bedienpersonal wird spürbar entlastet – was sich auch positiv auf die Betriebskosten auswirkt. MultiSense ist flexibel einsetzbar und eignet sich neben der Flockierung auch für Produktionslinien für Getreide, Kaffee, Pellets und weitere Schüttgüter, bei denen Feuchtigkeit, Schüttgewicht oder Temperatur entscheidende Qualitätsmerkmale darstellen. Überall dort, wo gleichbleibende Produktqualität und eine sichere Prozessführung erforderlich sind, bietet das Inline‑Messgerät einen deutlichen Mehrwert. Erstmals präsentiert wird das neue Prozessmessgerät MultiSense auf der IAOM Annual Conference & Expo 2026 vom 14. bis 16. April in Cincinnati, USA, am Stand 343 unseres Vertreters Bratney – sowie anschließend auf der interpack in Halle 3, Stand 3E91 vom 7. bis 13. Mai 2026 in Düsseldorf, Deutschland.
14.04.2026Bühler und Icos mit mehr Wachstum bei Scale-up-Unternehmen Lebensmittel- und Biotech. Wir konzentrieren uns darauf, diejenigen zu unterstützen, die bereit sind zu skalieren und messbare Wirkung zu erzielen.» Start-ups und Innovatoren, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, können sich direkt an Icos Capital wenden, entweder über www.icoscapital.com oder unter info@icoscapital.com.
06.04.2026Milling Forum Europe startet im September 2026 in Brüssel.millingforum.eu bereit. Die Standanmeldung läuft über info@agf-detmold.de. Bis zum 30. April 2026 gibt es einen Frühbuchertarif. Der Raum im Silo Brüssel für die Aussteller ist in der Veranstaltung integriert mit kurzen Wegen und Raum für Begegnungen (Foto: Silo Brüssel). Der Ausstellungssaal Meudon läd mit seinen hohen Decken, klaren Linien und seinem industriellen Charme zu Kreativität und Austausch ein (Foto: Silo Brüssel).