Mühle + Mischfutter

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09.07.2026

Zwischenfazit zum Plansichter SIFTO

. Ich merke derzeit, dass sich viele Müller inzwischen für neue Sichterkonzepte öffnen. Wenn wir den SIFTO auf einer anderen Etage integrieren können, entstehen neue Möglichkeiten im Mühlendiagramm. Dann lassen sich Mahlen und Sichten stärker über freien Fall verbinden, und einzelne pneumatische Überhebungen können entfallen. Früher wurde so etwas oft gar nicht diskutiert. Heute sind viele Betriebe bereit, genau über solche Lösungen nachzudenken. SIFTO in der Ceres Mühle in der Umbauphase (Foto: Swisca). M+M: Trotz der genannten Vorteile werden doch mehr elektrische Komponenten und größere Schaltschränke verbaut. Ist das nicht ein Nachteil? Stefan Schmitz: Er braucht mehr elektrische Ausrüstung, ja. Aber Maschinen entwickeln sich. Früher hatten Waagen Relaissteuerungen, heute sind elektronische Waagen-Steuerungen selbstverständlich. Beim Sichter kommt ebenfalls mehr Elektronik ins Spiel. Der Vorteil ist, dass wir Motortemperatur, Drehzahl und Drehmoment auslesen können. Außerdem stellen wir die Geschwindigkeit der Motoren individuell ein. Durch das modulare Konzept haben wir einen Motor in jedem Abteil und benötigen deshalb einen Servocontroller, der die Motoren synchronisiert und es so ermöglicht die Geschwindigkeit des Sichters einzustellen. Ich teste das gerade an einigen Anlagen und optimiere ganz einfach den Prozess. Läuft mehr Produkt, kann man schneller fahren, bei weniger Produkt halt langsamer

von Sabine Kemper

Zwischenfazit zum Plansichter SIFTO
31.05.2026

Mulino Maroggia: Neubau nach Brand

. In einem Betrieb mit vielen Rezepten und kleineren Chargen ist das von Vorteil. Ordnung herrscht auch am und im Schaltschrank. Brandschutztüren, Sensoren, Rauchmeldeanlage sind heute Standard, ebenso Rauchmelder im Schaltschrank mit direktem Draht zur Feuerwehr. Nach den Fachgesprächen an den verschiedenen Maschinen geht es auf das Dach des Mühlengebäudes. Dort bekommen die Müller einen anderen Ausblick. Sie schauen über die Stadt auf den tiefblauen Luganersee und erkennen, warum diese Mühle mehr ist als ein Produktionsstandort. Sie liegt zwischen Bahnlinie, Ort und See und ist Teil einer Region, die ihre gewerblichen Flächen nicht beliebig ausweiten kann. Der Neubau muss sich architektonisch und organisatorisch in diese Umgebung einpassen. Ein Wiederaufbau an einem solchen Standort bedeutet Abstimmung mit Behörden, Bahn, Kanton und Bund. Am Ende steht für die Besucher ein Apéro bereit und es wird ein Abschiedsfoto geschossen. Vor der Weiterfahrt Richtung Heimat mit dem Mehlexpress stehen alle in Gruppen zusammen und blicken ein letztes Mal auf den beeindruckenden neuen Mühlenbetrieb, der im November 2020 fast verschwunden wäre. Expertentalk vor neuem Walzenstuhl von Bühler. Alessandro Fontana hat gezeigt, wie ein Wiederaufbau gelingt ohne alte Schwächen zu wiederholen. Er verarbeitet weiterhin Rohstoffe, die für die regionalen Landwirte und seine Kunden wichtig sind, aber heute mit besserer Überwachung, Hygiene, Automatisierung und einem klarerem Prozessmanagement

von Sabine Kemper

Mulino Maroggia: Neubau nach Brand
19.05.2026

Keine Produktion mehr bei Bühler in Braunschweig

. Wir verändern den Standort, um ihn zukunftsfähig auszurichten und unser Serviceangebot gezielt zu stärken. Für Müllerinnen, Müller und Partner bedeutet das: Sie können weiterhin auf Bühler als verlässlichen Ansprechpartner zählen. Gleichzeitig bauen wir jene Kompetenzen aus, die für ihre heutigen und künftigen Herausforderungen besonders relevant sind. Wir wissen, wie wichtig Vertrauen, Erfahrung und Kontinuität in unserer Branche sind. Die Nähe zu unseren Kunden wollen wir künftig noch stärker nutzen, um gemeinsam Lösungen für eine leistungsfähige, effiziente und nachhaltige Produktion zu entwickeln. M+M: Was ist Ihre langfristige Vision für den Standort Braunschweig? Stefan Birrer: Meine Vision ist, dass Braunschweig innerhalb des europäischen Bühler-Netzwerks als leistungsfähiges Kompetenzzentrum für Customer Service wahrgenommen wird. Der Standort soll für gebündelte Expertise, praxisnahe Beratung und starke technologische Unterstützung stehen. Wenn es um die Errichtung, Optimierung, Modernisierung und Weiterentwicklung von Getreideverarbeitungsanlagen geht, sollen unsere Kunden in Braunschweig kompetente Ansprechpartner finden, die ihre Prozesse verstehen und gemeinsam mit ihnen tragfähige Lösungen entwickeln. "Braunschweig hat eine starke Verbindung zur Müllerei und zur Getreideverarbeitung. Diese Stärke wollen wir nutzen und weiterentwickeln – zum Nutzen unserer Kunden in Europa." Stefan Birrer

Keine Produktion mehr bei Bühler in Braunschweig
18.05.2026

Roland Mills Ost setzt auf digitale Prozesse

. Neue digitale Lösungen müssen daher in bestehende Technik eingebunden werden. Das bedeutet nicht unbedingt weniger Personalbedarf. Fachkräfte müssen zukünftig mehr Anlagenüberwachung mehr Qualitätsanforderungen und mehr Dokumentation bewältigen. Entscheidend ist deshalb nicht die Menge der Daten, sondern deren sinnvolle Aufbereitung. Der Schichtführer benötigt andere Informationen als das Qualitätslabor oder der Energiemanager. Ein gutes Dashboard zeigt nicht möglichst viele Kennzahlen, sondern die relevanten Abweichungen. Sonst entstehen neue Gefahrenquellen durch nicht priorisierte Meldungen. Mit der stärkeren Vernetzung der Daten wächst zudem die Bedeutung der Cybersicherheit. Sobald Maschinen, Leitsysteme, Fernwartung und Cloud-Dienste verbunden werden, entstehen neue Risiken. Datensicherung, Zugriffsrechte und Fernwartung müssen deshalb klar geregelt werden. Dabei tragen nicht nur IT-Abteilungen Verantwortung, sondern auch Betriebsleitung und externe Dienstleister. Trotz Digitalisierung bleibt der Müller der entscheidende Faktor. Die Mühle der Zukunft braucht nicht weniger Fachwissen, sondern digitale Kompetenz. Müller müssen künftig auch Prozessdaten bewerten können, Trends erkennen und digitale Warnsysteme richtig einordnen. Internationale Marktstudien erwarten weiterhin Wachstum für Getreidemühlen. Future Market Insights (FMI) beziffert den weltweiten Markt für Commercial Grain Mills im Jahr 2025 auf rund 1,8 Mrd

von Rainer Miserre, Sabine Kemper

Roland Mills Ost setzt auf digitale Prozesse